Antwort von #Cropenergies – #endcoal #braunkohle

Auf meine Frage an CropEnergies zu deren Braunkohlekraftwerk bekam ich folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. Scharfenort,

gerne beantworten wir Ihre E-Mail vom 11.08.2019, in der Sie den Umweltnutzen des von uns hergestellten Ethanols bezweifeln. Wir sind überzeugt, dass unser Ethanol die bessere Alternative zu fossilem Kraftstoff darstellt und legen dies nachfolgend auch gerne kurz dar.

CropEnergies stellt an drei europäischen Standorten aus nachwachsenden Rohstoffen technische Alkohole, Pflanzenproteine sowie Kraftstoffethanol her. Dabei benutzen wir einen Mix verschiedener Energieträger wie Biomasse, Biogas, Erdgas und auch Braunkohle. Zudem fangen wir einen Teil des im Produktionsprozess anfallenden CO2 auf, reinigen es und verflüssigen es für die Lebensmittelherstellung oder technische Anwendungen.

Mit unserem Kraftstoffethanol erzielen wir über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Anbau der Rohstoffe bis zum Einsatz an der Tankstelle („life cycle“) – nachweislich hohe Treibhausgaseinsparungen. Zusätzlich reduziert die Nutzung von Ethanol in Kraftstoffen den Ausstoß an Stockoxiden und Feinstaub signifikant.

Unser von Ihnen angesprochenes Werk Zeitz ist ein Verbundstandort mit Ethanol-, Zucker- und Stärkeproduktion. Bei der Energieerzeugung sind alle dortigen Werke eingebunden und hier wird noch Braunkohle als Energieträger genutzt. Dies berücksichtigt, erreicht unser Ethanol eine Treibhausgaseinsparung von rund 70 %. Im Vergleich zu fossilem Benzin bedeutet dies ein Minus von über 2 kg CO2 je Liter. Mittelfristig werden wir komplett auf den Einsatz von Braunkohle verzichten. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unseren Energieverbrauch weiter zu senken. Hier haben wir in den letzten zehn Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und den spezifischen Energieeinsatz für die Herstellung von Ethanol signifikant gesenkt.

Ethanol von CropEnergies reduziert die Treibhausgasemissionen im Verkehr um mehr als 1 Mio. t pro Jahr und wir leisten damit einen deutlichen Beitrag auf dem Weg zu weniger fossiler Energie auf der Straße.

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ohne Braunkohle wäre die Kohldioxidbilanz natürlich noch besser.
Und mittelfristig kann vieles bedeuten.
Wenigstens haben Sie es nicht geleugnet und sogar geantwortet, anders als Venator, die ja lieber ihr Braunkohlekraftwerk totschweigen wollen.

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Tempoabhängige Maut auf Autobahnen – #Verkehrswende #Tempolimit #Cohleunion

Immer wieder heißt es, dass die Cohleunion keine Verbote wolle. Dabei wird u.a. das Tempolimit angeführt. Natürlich muss man hier bedenken, dass Regelungen nicht unbedingt Verbote sind.

Und Einschränkungen zum Allgemeinwohl sind durchaus zulässig.

Aber um mal eine Alternative aufzuzeigen, ist mir etwas geniales eingefallen.

Nachdem die Stammtisch-Maut gescheitert ist, könnte man das geplante System doch anderweitig nutzen. Indem man die zurückgelegte Strecke zwischen zwei Mautbarken vergleicht, kann man über die Zeit auch problemlos die Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln. Eingeteilt in Geschwindigkeitsklassen kann man so ohne Tempolimit die Geschwindigkeit regulieren.

Bis 120 kostet es nichts, darüber steigt es dann exponentiell an.
130 = 100 € / 100 km
140 = 200 € / 100 km
150 = 400 € / 100 km

Der Vorteil ist, dass zeitgleich die lästige Geschwindigkeitsüberwachung entfallen kann. Ebenso bei Baustellen. Dort wird das Kostenlimit auf 80 oder 60 gesetzt, darüber kostet es sofort 10 000 €. Inklusiver Pfändung des Fahrzeugs.

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#Duisburg: #Braunkohle gefährdet Arbeitsplätze bei #Venator – #AllegegenRWE #hambibleibt #endcoal #BISaubereLufteV

Mitglieder der Bürgerinitiativen „Die Hornitexter“ und Saubere Luft e.V. machen auf das gefährdete Braunkohlekraftwerk von VENATOR aufmerksam.

Den wenigsten in Duisburg ist es bekannt. Das Braunkohlekraftwerk bei VENATOR (früher Sachtleben) in Duisburg-Homberg. Bereits seit 1971 belastet es die Umwelt mit Schadstoffen und das Klima mit Kohlendioxid. Befeuert wird es mit dem Veredelungsprodukt Braunkohlestaub.

Versorgt wird Kraftwerk aus dem Tagebau Hambach. Nur dessen Kohle hat die notwendige Güte für die Veredelung. Veredelung erzeugt neben Braunkohlestaub auch Union-Kaminbriketts (diverse Baumärkte), Grillbriketts, Herdofenkoks (Aktivkohle) und diverse weitere Verwendungen, die nicht der Stromgewinnung dienen.

Die BI Saubere Luft e.V. hat sich mehrfach darum bemüht Kontakt mit der Firma VENATOR aufzunehmen. Ziel war ein Gespräch über den Braunkohleausstieg zu initiieren und einen Umstieg auf Energiegewinnung mit umweltschonenden Energieträgern. Das ist auch dringend notwendig, denn schließlich hängen viele Arbeitsplätze an einer umweltverträglichen Kraftwerkstechnik. Zudem gibt es Studien, die zumindest für die Kraftwerke von RWE belegen, dass diese erhebliche Verluste machen und demnach unökonomisch sind.

Zu bedenken ist dabei, dass Gerichte die Veredelung bereits als nicht dem Allgemeinwohl dienend einstuften. Dies heißt, dass die Lieferung von Braunkohlestaub bereits deutlich vor 2038 in NRW beendet werden dürfte. Dadurch wäre eventuell sogar der ganze Produktionsstandort gefährdet. Ein schnelles Handeln wäre von Seiten von VENATOR dringend erforderlich.

Bei der Aktion wurde mit Sprühkreide der Text:
„Braunkohle bei Venator! Zukunftsfähig? Seit langem zu wenig getan für Umwelt und Arbeitsplatzsicherheit!“
an verschieden Stellen hinterlassen, um auch die Beschäftigen darauf hinzuweisen, dass Umweltschutz und Arbeitsplatzsicherheit manchmal zusammenhängen.

Bedauerlicherweise scheint Venator hier der Meinung gewesen zu sein, dass man die Beschäftigten nicht darüber informieren sollte, wie schlecht die Perspektiven sind. Deswegen hat man wohl die Kreide möglichst schnell entfernt.

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#Solvay darf Holzmüllverbrennungsanlage bauen – #Rheinberg #Klimaschutz #Energiewende

Die Holzmüllverbrennungsanlage von Solvay in Rheinberg darf gebaut werden.

Vorzeitig Baubeginn wurde erlaubt, obwohl zusätzliche Müllverbrennungskapazitäten klimaschädlich sind.

Dies ist auch die Folge davon, dass man uns immer noch Altholz, als klimaneutrale Energiegewinnung verkaufen will. Holzverbrennung ist allerdings keineswegsso ökologisch wie man immer behauptet.

Zudem dürfte Solvay an der Vernichtung des Hambacher Forst beteiligt sein. Denn für Reinigung der Abgase soll Herdofenkoks verwendet werden. Bei diesem „Veredelungsprodukt“ dürfte es sich um zu Aktivkohle umgewandelte Braunkohle handeln, also etwas für das es durchaus alternativen gibt.

Ebenso wie für eine Holzmüllverbrennungsanlage, die uns die Luft mit Schadstoffen verpestet. Zumal mehrfach der gleiche Aufwand betrieben werden muss bei derartig kleinen Anlagen.

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Arbeitsplatzvernichtung durch Tagebaue – #AllegegenRWE #Endcoal #hambibleibt

Wenn Firmen argumentieren werden gerne Arbeitsplätze angeführt bzw. als Ausrede benutzt.
Angeblich hingen von diesem oder jenem Unsinn so viele Arbeitsplätze ab, weshalb unbedingt Fläche vernichtet werden müsse. Egal ob nun durch gefrässige Tagebaue oder Überbauung. Bei ersterem ist der Verlust natürlich erheblicher, weil dauerhaft.

Was dabei regelmäßig vergessen wird ist der Umstand, dass auch an Agrarland Arbeitsplätze hängen und nicht nur einer auf einem Traktor. Pro 100 Hektar Agrarland gibt es mindestens 24 nachgelagerte Arbeitsplätze in der Agrar-, Landmaschinen-, Futter- und Lebensmittelindustrie, welche durch Landvernichtung unwiederbringlich verloren gehen.

So gesehen vernichtet der Tagebau Arbeitsplätze dauerhaft.

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TAN-Verfahren wird aus wirtschaftlichen Gründen umgestellt – #PSD2 #OnlineBanking #Verbrauchendenschutz

Nachdem ich erfahren habe, dass die PSD2-Richtlinie der EU gar nicht vorschreibt, dass auf eine TAN-App umgestellt werden muss, sondern weiterhin SMS zulässig sind fragte ich bei einer Bank noch einmal nach.

Folgende Antwort bekam ich:


In der Richtlinie PSD2 steht nicht drin, dass das mobile TAN-Verfahren nicht mehr zulässig ist. Aus zwei Gründen bieten wir dieses zukünftig nicht mehr an. Zum einen aus Gründen der Sicherheit und zum anderen aus wirtschaftlichen Gründen.

Gerne erklären wir Ihnen die wirtschaftlichen Gründe an einem Beispiel:

Für jeden Login brauchen Sie eine TAN. Diese kostet 0,09 EUR. Wenn Sie sich pro Tag 5-mal anmelden und das 30-mal im Monat, dann betragen die monatlichen Kosten 13,50 EUR. Diese übernehmen wir für Sie. Zukünftig würden wir diese Kosten auf unsere Kunden umlegen. Das möchten wir nicht!

Ich gehe davon aus, dass es primär die Kosten sind, um die es bei der Umstellung geht. Dass die Sicherheit erhöht wird bezweifele ich.

Außerdem dürfte bei der großen Anzahl an SMS’en der Preis für eine Bank günstiger sein und könnte wahlweise auf Transaktionen umgeschlagen werden. Stattdessen werden alle mit einem Verfahren ‚beglückt‘, was die Sicherheit verschlechtert, aber scheinbar zu Einsparungen führt.

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#Feinstaub bei Kölner Lichter interessiert die Stadt nicht – #Umweltschutz #Arbeitsschutz #Krebs #Köln

Nach der Diskussion um die Thematik Kölner Lichter und dem Feinstaubausstoß von Feuerwerk wollte ich es mal genauer wissen. Ich fragte die Stadt Köln also nach folgendem:

In Feuerwerk werden verschiedene Chemikalien eingesetzt, um Farbeffekte zu erzeugen. Welche Schwermetalle waren in dem verwendeten Feuerwerk enthalten und welche Mengen wurden hier eingesetzt?

Dabei ist zu bedenken, dass es nicht wenige Metalle gibt, die krebserregend sind.
Einige finden sich etwa in der TRGS 561 „Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren Verbindungen“.

Man sollte also annehmen, dass eine Stadt wie Köln, die auch Sorge für das Wohl der Bürger zu tragen hat sich dafür interessiert ob und welche Metalle im Feuerwerk enthalten ist. Dies ist aber offensichtlich nicht der Fall. In der Antwort auf meine Frage meinte die Stadt Köln ich solle mich an den Veranstalter wenden, weil die Information nicht vorläge. Das heißt, dass es der Stadt Köln völlig egal ist und hier möglicherweise die Bevölkerung einer Gefahr ausgesetzt wird, denn je nach Metall sind die Grenzwerte recht niedrig.

Ich habe jetzt mal beim Veranstaltungsbüro Werner Nolden GmbH nachgefragt, die laut Impressum hinter der Veranstaltung stecken. Mal schauen ob ich eine Antwort bekomme.

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