#Duisburg: GO-§-24-Antrag: Keine Toleranz für Gehwegparken mehr

Nachfolgende Antrag reichte ich ein.
Der Beschluss aus DS 02-3956 möge aufgehoben werden.

Begründung:
Mit DS 02-3956 wurde beschlossen, solange noch 1,5 m Platz sind, dass Parken auf Gehwegen zu tolerieren.

Allerdings konkretisiert der Antrag nicht, welche Straßen(-Abschnitte) genau gemeint sind. Das heißt der Beschluss ist zu unkonkret.

Ferner gibt es kein Recht anderen Verkehrsteilnehmenden den ohnehin spärlichen Platz noch entziehen zu dürfen. Zumal das Gehwegparken nicht nur Platz vereinnahmt, sondern auch zu Schäden für Gehwege führt, die höhere Kosten für Instandhaltung nach sich ziehen. Gehwege sind nicht zum Parken ausgelegt. Ferner werden Bäume, wenn noch vorhanden, beschädigt. Der Platz könnte sogar besser für die Neuanpflanzung von Bäumen genutzt werden.

Die Verkehrswende kann nur dann gelingen, wenn dem Autoverkehr Raum entzogen wird. Insbesondere Raum der gar nicht dem Autoverkehr zusteht. Die Lagerung von anderen Blechkisten auf Gehwegen würde ja schließlich auch nicht toleriert.

Wenn „Parkdruck“ besteht ist das auch kein Grund Gehwegparken zu erlauben, sondern führt zwangsläufig dazu, dass Parkraumbewirtschaftung notwendig wird. Etwa großflächige Parkgebühren.

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#Duisburg: Vorrangschaltungen für #ÖPNV – #Verkehrswende

Nachdem ich mitbekam, dass in Rheinhausen eine Ampel für ÖPNV umgerüstet wurde, was teilweise zu erheblichen Rotphasen für Gehende führt, wollte ich mal wissen, wie viele Ampeln schon umgestellt sind, damit der ÖPNV schneller voran kommt.

Länger an der Ampel stehen und den Bus verpassen ist schlecht, aber ein Bus der schneller durch die Stadt kommt, hat natürlich wiederum Vorteile. Ich bin da etwas zwiegespalten, aber vielleicht sind auch nur Details in der konkreten Regelung.

Hat zwar etwas länger gedauert, aber ist vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die DVG hier mal selbst einen Sachstand erhebt. Im Stadtgebiet scheint es insgesamt 544 Ampel geregelte Kreuzungen zu geben. Hätte nicht gedacht, dass dies nur so wenig sind.

Es gibt 137 Vorrangschaltungen für Straßenbahn und 161 Vorrangschaltungen für Busse. Wobei hier auch Kreuzungen für Straßenbahn und Busse gemeinsam ausgerüstet sein können.

Diese Zahl wird steigen, da neue Ampeln, auf Linien, sofort mit der entsprechenden Technik ausgerüstet werden. Dadurch dürfte der ÖPNV zumindest Verspätungen besser reinholen können und leicht beschleunigt werden. Dies gilt auch bei der Umrüstung auf LED. So gesehen also ein doppelter Gewinn für Klima und Umwelt.

Leider bekommt man dies kaum mit und die WBD bzw. DVG informieren dazu auch kaum. Vielleicht fürchtet man hier auch Autofahrende, die meckern, aber wer bequem im Auto sitzt kann ruhig auch warten.

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#Stadtnatur mit Feuerwanzen – #Hochfeld

Wenn man die Augen offen hält sieht man manchmal sogar in der Stadt etwas Natur. Unten zwei Bilder, die ich in Hochfeld machte. Auf den ausgeblühten Pflanzen sitzen auf den Fruchtständen/Samen Feuerwanzen.

So wie die dort sitzen, müssen die Pflanzen etwas anziehendes Haben. Entweder bieten die Schutz, wobei die Wanzen eigentlich zu gut sichtbar sind, oder es gibt hier etwas zu Fressen.

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#Duisburg: Stellungnahme zum Lärmaktionsplan – #Fluglärm #Logistiklärm #Logport #Duisport

Nachfolgend die Punkte meiner Stellungnahme zum Lärmaktionsplan der Stadt Duisburg. Die Punkt dürfen gerne kopiert werden oder als Anreiz dienen für eigene Stellungnahmen.

Spannweite der Hauptverkehrsstraßen

Wenn unterschiedliche Bereiche einer Straße unterschiedlich Befahren werden, dann sollte man nicht die gesamte Straße angeben, sondern die Abschnitte mit den Verkehrszahlen.

Grenzwerte

Lärm wirkt auch unterhalb der Grenzwerte schädlich auf die Gesundheit. Die Grenzwerte wurden so festgelegt, dass möglichst wenig Menschen geschädigt werden, eine Schädigung auch unterhalb der Grenzwerte ist weniger wahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen. Demnach sind auch hier Maßnahmen zu treffen.

Reallärmabgleich

Es ist nicht erkennbar, an welchen Stellen die Lärmbelastung durch Messungen verifiziert wird. Denn Berechnungen sind nur Modelle, die vereinfachen und der realen Situation nicht gerecht werden.

Ersatz durch Radfahrten

Da die Stadt Duisburg beständig Radfahren sabotiert, ist eine Verlagerung schwierig. So gibt es an einigen Stellen Parkplätze direkt rechts neben den Radweg. Etwa in Ruhrort oder Homberg. Hier besteht Lebensgefahr durch Dooring! Ampelschaltungen und Führung mit Fußverkehr bremsen Radverkehr aus. Abstandsregeln werden im Stadtgebiet nicht durchgesetzt und sogar die Polizei parkt auf Radwegen. Bei Baustellen endet der Radweg plötzlich oder es wird gar nichts ausschildert. Die Baustellenplanung fokussiert nur auf Autoverkehr, lässt aber Radverkehr außer acht oder sieht diesen als nebensächlich an.

Beispiele:
https://ulrics.blog/2020/11/13/duisburg-dummplanung-an-ampeln-fahrradfeindlich-verkehrswende/
https://ulrics.blog/2020/10/25/duisburg-dooringparkplaetze-in-ruhrort-fahrradfeindlich/
https://ulrics.blog/2020/08/29/duisburg-radwegpflege-durch-die-wirtschaftsbetriebe-mangelhaft-verkehrswende-verkehrsdiskriminierung-fahrradfeindlich/
https://ulrics.blog/2020/08/21/duisburg-noch-ein-beispiel-fuer-dummplanung-verkehrswende-fahrradfeindlich/

Lärmblitzer

Lärmblitzer können der Stadt Duisburg nicht nur mehr Ruhe verschaffen, sondern deren Kosten auch vollständig einspielen

Natürlich müsste hier vom Land der notwendige rechtliche Rahmen eingefordert. Dies ist aber die fairste Methode nur jene zu treffen, die wirklich Lärm erzeugen und nicht, wie man dies mit Motorradfahrenden tut, dies vollständig verbieten zu wollen.

Lärmblitzer werden bereits an verschiedenen Stellen erprobt bzw. diskutiert. Es gibt zudem bereits heute die Möglichkeit mit Lärmmessgeräten zu arbeiten.

LKW-Fahrverbote

Auf die Thematik Logistiklärm wurde unzureichend eingegangen.
Es sollten großzügige LKW-Verbotszonen aus den Lärmbelastungsschwerpunkte im Stadtgebiet abgeleitet werden. Zumal diese Bereich zugleich auch die Bereiche mit hohen Schadstoffkonzentrationen sind. Denkbar wäre auch hier sowohl über Lärmschutz, wie auch Luftreinhaltung großflächige Verbotszonen auszuweisen. Ziel sollte es sein die Durchfahrt von LKW durch Wohnbereich vollständig zu unterbinden. Nur der notwendige Lieferverkehr zu Geschäften und Vergleichbares sollte noch zulässig sein.

Bei LKW wird zudem nur statistischer Lärm ermittelt, aber nicht der wirkliche Lärm, der auch dadurch entsteht, dass unzulässigerweise Ketten und andere Packmittel nicht richtig gesichert sind und die Fahrzeuge bereits bei leichten Unebenheiten sehr viel Lärm erzeugen. Zudem ist zu beachten, dass Schlaglöcher oft durch unsachgemäße Baustellen entstehen, dass heißt nach einer Baustelle reicht es nicht die Oberfläche dürftig zu reparieren, hier muss ein vollständige Wiederherstellung einer makellosen Oberfläche sichergestellt werden. Auf Kosten der Stelle, welche die Straße öffnet. An der Stünningkreuzung in Rheinhausen sind auf der Moerserstraße sehr tiefe Spurrillen, die erheblichen Logistiklärm erzeugen.

Die sogenannten LKW-Vorrangrouten nützen nichts, da dies nur an Naviherstellende übermittelt werden. Das heißt weder die Nutzung von LKW-Navis ist vorgeschrieben noch die Übernahme der Daten in den Bestand von Naviherstellenden. Eine Verpflichtung zur Einhaltung gibt es nicht. Eine Umsetzung ist nicht erkennbar und gerade die Billig-LKW-Firmen haben gar kein Geld für LKW-Navis. Also sind die Maßnahmen völlig unwirksam. Würde man dagegen Verbotszonen für LKW schaffen und diese sowohl mit Luftreinhaltung (vgl. Krefeld), wie auch Lärmschutz begründen, gäbe es rechtsverbindliche Routen, die auch durchgesetzt werden könnten. Wobei die Durchsetzung ja bereits in vorhandenen Verbotszonen sehr suboptimal läuft. Meist wird für zu kurze Zeiträume geblitzt. Die LKW-Vorrang-Routen sind also nur Augenwischerei, um keine wirklichen Maßnahmen zu formulieren und durchzusetzen. Für Logport I und III sollte ausschließlich die Logistikgdiagonale zulässig sein.

Verkehrsleitsystem für Lkw (Numerische Wegweisung)

Was nützt ein Verkehrsleitsystem, wenn die Firmen davon nichts wissen bzw. dieses nicht nutzen? Hier müsste dafür gesorgt werden, dass diese Nummern Teil der Adresse werden.

Osttangentenverlängerung

Die Osttangente würde nicht nur zu Konflikten, sondern auch zu erheblicher Lärmzunahme in einem Erholungsbereich führen. Es ist gut, dass hier bereits klargestellt wird, dass erhebliche Konflikte drohen. Zumal es bei der Osttangente an jeglicher Grundlage mangelt, ob diese überhaupt eine Wirksamkeit erzielen könnte. Dies trifft allerdings auch teilweise auf die anderen Maßnahmen zu. Es braucht hier unbedingt eine gründliche Analyse warum LKW auf bestimmten Strecken fahren und wie man das verhindern kann. Dabei könnten es oft bereits kleine Maßnahmen mit wenig Kosten sein, die viel mehr bewirken, als zum Scheitern verurteilte Planungen für eine neue Straße. Einige der Maßnahmen klingen zwar gut, aber erst eine Ursachenanalyse ermöglicht einen konkreten Abgleich zwischen Ursache, Wirkung und Maßnahme. Wenn man dies nicht versteht, kann man zwar schöne Maßnahmen aufnehmen, die allerdings viel Kosten und wenig bewirken. Im Falle der Osttangentenverlängerung könnte es sogar dazu kommen, dass Bereiche, wie die Moerserstraße stärker belastet werden, weil man teilweise auch Umwege in Kauf nimmt. Mal ganz abgesehen davon, dass der Ruhebereich Rheinvorland durch LKW-Verkehr deutlich lauter wird und der Erholungsraum nachhaltig geschädigt wird.

Bei „Kleinere, innerstädtische Erholungsräume“ fehlt das Rheinvorland zwischen Solidaritätsbrücke und A40 inkl. Werthauser Wardt. Auch dieses Gebiet muss als ruhiges Gebiet festgelegt und bewahrt werden.

Grüne Welle

Die Kreuzung Brückenstraße/Rheinhauser Straße in Hochfeld ist ein Grüne-Welle-Brecher. Die Ampel der kleinen Kreuzung spring regelmäßig um, da diese auf eine Geschwindigkeit von 50 km/h ausgelegt ist und nicht die real vorhandenen 30 km/h. Dadurch wird wegen einer Ampel, die primär für Seitenstraßenverkehr da ist, der Verkehr beständig unnötig ausgebremst.

Laubbläser

Laubbläser stellen eine Lärmquelle dar. Bei Beschwerden werden Gebiete von der Stadt fälschlich als Mischgebiete eingestuft, damit man nicht handeln muss. Selbst die Elektrobläser der Wirtschaftsbetriebe nerven mit ihrem fiependen Geräuschen.

Parkraumbewirtschaftung

Die Stadt Duisburg toleriert noch immer Gehwegparken (Ratsbeschluss), obwohl eine derartige Toleranz die Fortbewegung für Gehende unattraktiv macht. Es wird zu selten abgeschleppt. Es braucht endlich eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung, welche die Bevorzugung des PKW drastisch verringert und die konsequente Durchsetzung von Verkehrsverstößen.

Parken ist kein Grundrecht und Parken frisst viel Fläche, die so nicht für die Nutzung als Wohnraum zur Verfügung steht. Generell wird aber trotzdem immer noch zu autozentriert geplant.

Gesamtlärm

Es fehlt eine kumulierte Übersicht des Gesamtlärms. Diese mag zwar rechtliche nicht vorgeschrieben sein, zeigt aber deutlich, wo die wirklichen Belastungsschwerpunkte liegen. Hierzu zählt auch der Fluglärm, der durch Verweise auf angeblich fehlende Zuständigkeit ausgeblendet wird.

Schottergärten

Ein Aspekt beim Thema Lärm wurde nicht betrachtet. Vorgärten die zu Parkflächen oder Schottergärten werden, sind reflektiver und führen dadurch zu mehr Lärm, demnach müsste derartige Gärten auch zur Lärmreduktion untersagt werden.

Menschen mit Behinderung

Auf den Aspekt Lärm und Menschen mit Behinderung wurde nicht eingegangen, obwohl es auch hier Maßnahmen braucht. Lärm als Stressor trifft Menschen mit Erkrankungen besonders stark. Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus und verstärkt z.B. Krebs.

Menschen aus dem Autismusspektrum dürften auch sensibler auf Lärm reagieren. Auch dies wäre zu berücksichtigen. Ebenso bei Sehbehinderungen kann Lärm dazu führen, dass Verkehrsklänge überhört werden. Etwa die Ampelgeräusche. Auch diese Aspekte müssen, wenn schon nicht in der Analyse zumindest bei den Maßnahmen berücksichtigt werden.

Fluglärm

Der Fluglärmkorridor, der dank Corona dieses Jahr erheblich entlastet wurde, fehlt in den Unterlagen. Die Daten können vom Lanuv sicherlich angefordert werden, um eine vollständige Belastungsanalyse zu erhalten. Der Duisburg Westen wird dabei meist gar nicht betrachtet, obwohl eine Flugroute genau darüber führt.

Die Berechnungen des Lanuvs in Form einer Lärmkarte auch unterhalb der Schwellen wäre möglich. Die Stadt Duisburg sollte hier nachdrücklich die Zuarbeit des Lanuvs einfordern und diese dann auch gründlich überprüfen.

Bei „2.2.5 Flugverkehr von sonstigen lärmrelevanten Flugplätzen
In der Stadt Duisburg gibt es keine Lärmeinwirkungen durch sonstige lärmrelevante Flugplätze.“ ist zu ergänzen, dass es durchaus Lärmeinwirkung zahlreicher Flugplätze gibt. So sind Frachtflüge aus Köln/Bonn häufig sehr niedrig über Duisburg auch andere Flughäfen wirken hier ein, besonders in der Nacht und am frühen Morgen. Nach Lärmschutzrecht für Fluglärm wäre hier eine Gesamtlärmbetrachtung durchzuführen, die dann über die Schwellen kommen würde. Dies wird allerdings nicht gemacht.

Unwahr ist die Behauptung:
„Der südlich der Stadt gelegene internationale Flughafen Düsseldorf Airport kann vom Duisburger Hauptbahnhof in nur wenigen Minuten erreicht werden.“
Vom HBF Duisburg braucht es mind. 7 Minuten bis Bahnhof Flughafen, von da braucht man mind. 5 min mit Umsteigen und Skytrain, bis man am eigentlich Flughafen ist. Mit dem Auto braucht man mind. 20 Minuten.

Tierschutz

Tier, wie z.B. Hunde reagieren empfindlich auf Lärm. So ist mir ein Hund bekannt, der Flugzeuge anbellt. Der Aspekt Tierschutz wurde nicht betrachtet. Er ist zwar nicht zwingend notwendig, allerdings sollte einer Stadt alle Lebenswesen im Stadtgebiet am Herzen liegen. Zudem kann so die Fürsorge für die Bevölkerung gezeigt werden, indem man über das zwingend notwendige hinaus geht.

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Duisburger Schreibende: Tina Halberschmidt und Martin Wedau – #Duisburg #Literatur #Kunst

Halberschmidt, Tina; Deutsche Nationalbibliothek; Artikel 1, 2,
* Duisburg für Klugscheißer

Wedau, Martin; Deutsche Nationalbibliothek; Artikel 1, 2, 3,
* Duisburg für Klugscheißer

Eine komplette Übersicht der Duisburger Schreibenden gibt es hier.

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#Corona in Schulen: Luftreiniger allein reichen nicht – Lüften weiter zentral – #Luftfilter

Im Prinzip bestätigt das UBA, was ich bereits vor einigen Wochen schrieb.

Pressemitteilung des UBA:

Kurz
Der Einsatz von mobilen Luftreinigern allein ist kein Ersatz für ausreichendes Lüften an Schulen. Mobile Luftreiniger wälzen die Raumluft lediglich um und ersetzen nicht die notwendige Zufuhr von Außenluft. Es gibt aber Fälle, wo Luftreiniger das Lüften sinnvoll ergänzen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Stellungnahme der Kommission für Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt (UBA). Die Kommission empfiehlt Luftreiniger in Schulen dort einzusetzen, wo die Fenster nicht ausreichend geöffnet werden können und auch keine unterstützenden, einfachen Zu- und Abluftsysteme in Frage kommen. Die Geräte sollten aber vor dem Einsatz fachgerecht bewertet werden, damit sie zum entsprechenden Raum passen. So muss der Luftdurchsatz groß genug sein, das Gerät darf nicht zu laut sein und es darf keine unerwünschten Schadstoffe freisetzen.

Ausführlich
Um das Infektionsrisiko mit dem SARS-CoV-2-Virus so gering wie möglich zu halten, empfiehlt die IRK weiterhin als erste und wichtigste Säule das Lüften über weit geöffnete Fenster gemäß der Handreichung des Umweltbundesamtes vom 15. Oktober 2020. Demnach sollte alle 20 Minuten für etwa 3-5 Minuten gelüftet werden sowie in den Unterrichtspausen durchgehend. Sollten sich die Fenster nicht weit genug öffnen lassen, ist die zweite Option, einfache Zu- und Abluftanlagen in die Fenster einzubauen. Solche Anlagen können auch über die Pandemiesituation hinaus vor Ort verbleiben und bei eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit dauerhaft die Raumluftqualität verbessern.

Erst wenn diese beiden Optionen nicht realisierbar sind, hält die IRK Luftreiniger als flankierende Maßnahme zur Minderung eines Infektionsrisikos für geeignet. Deren Fähigkeit zur zuverlässigen Entfernung virushaltiger Partikel in Realräumen sollte vor dem Einsatz experimentell nachgewiesen sein. Die IRK betont dabei erneut, dass durch den Einsatz dieser Geräte nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernt werden. Mobile Luftreiniger wälzen die Raumluft lediglich um und ersetzen nicht die notwendige Zufuhr von Außenluft. Deshalb sollte jede Lüftungsmöglichkeit auch beim Einsatz von Luftreinigern weiter genutzt werden.

Räume, in denen überhaupt keine Lüftungsmöglichkeit über Fenster vorhanden ist und auch keine Lüftungsanlage mit Zufuhr von Außenluft zum Einsatz kommt, sind laut IRK für den Unterricht nicht geeignet.

Alle hier genannten Maßnahmen, Lüftungskonzepte und -techniken sowie ggf. der Einsatz von mobilen Luftreinigern, so die IRK, ersetzen nicht die weiteren Schutzmaßnahmen gegen SARS-CoV-2. Sie bieten insbesondere keinen wirksamen Schutz gegenüber einer Exposition durch direkten Kontakt bzw. Tröpfcheninfektion auf kurzer Distanz. Die Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene/Händewaschen, Alltagsmasken) ist daher unabhängig von den obigen Maßnahmen weiterhin zu beachten (AHA+L).

Links (PDF-Dokumente):
Stellungnahme Kommission Innenraumlufthygiene zu Luftreinigern
Stellungnahme Kommission Innenraumlufthygiene zu Lüften und SARS-CoV-2
Handreichung Lüften für KMK
Empfehlung mobile Luftreiniger in Schulen

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Spruch zum Sonntag – #spruchzumsonntag #Klimaschutz

Arbeitsplätze kann man weder atmen noch essen und schon gar nicht senken diese die Temperatur.

(Ulrich Scharfenort, 27.02.2019)

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#Duisburg: Lärmaktionsplan enthält auch Osttangente – #Lärmlogistik #Duisport #Logport

Noch bis zum 30. November liegt der Lärmaktionsplan der Stadt Duisburg zur Beteiligung offen.

Natürlich ist hier auch umfangreich die Thematik Lärmlogistik enthalten, die schließlich das Wohlbefinden der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt. Natürlich könnte man mit einer Ursachenanalyse bessere und einfachere Lösungen finden. Wobei die Logistikdiagonale bereits alles notwendige enthält und durch Festlegung auf selbige und LKW-Fahrverbote für alle anderen Bereich sämtliche Konflikte in Rheinhausen gelöst würden, die durch Logport I und III entstehen.

Zur Osttangenverlängerung bzw. -verlagerung steht u.a. folgendes
„… In der Vergangenheit hatte man bereits aufgrund der zu erwartenden, zahlreichen Konflikte
Abstand von der Überlegung genommen. …“
Und genau hier gibt es dann auch direkt die Möglichkeit das Konfliktpotential durch Stellungnahme zu verdeutlichen. Ich werde hier auf jeden Fall etwas verfassen und alle anderen die unter LKW-Lärm leiden sollten dies auch tun.

Ich werde, wenn ich es zeitlich schaffe, meine Stellungnahme morgen veröffentlichen. Dort wird auch etwas zum Radverkehr stehen, der nach meiner Erfahrung viel Spielraum nach oben hat.

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#Duisburg: Unlogische Fahrradmaskenpflicht – #Verkehrsdiskriminierung #Verkehrswende #fahrradfeindlich

Egal welches Fahrzeug man führt man darf sich nicht die Sicht nehmen. Für Kraftfahrzeuge gilt eigentlich sogar ein Maskenverbot, mit Ausnahme bei Helmpflicht.

In Duisburg gibt es Bereiche der Stadt in denen eine allgemeine Maskenpflicht verfügt wurde, die nach Behauptung der Stadt auch für Radfahrende gelten würde.

Dies ist allerdings absurd, der einzige Grund warum die auch für Radfahrende gelten könnte, wäre der Umstand, dass Radfahrende nicht in einem Blechkasten sitzen. Allerdings gibt es derartige Blechkästen auch als Cabrio und bei fast allen lassen sich die Fenster öffnen. Demnach müsste dann allerdings folgerichtig auch im Auto Maske getragen werden, wenn das Fenster offenen ist.

Davon abgesehen dürfte das Ordnungsamt auch gar nicht Verstöße durch Radverkehr ahnden, weil diese nicht in den fließenden Verkehr eingreifen dürfen. Dies darf nur die Polizei. Betont das Ordnungsamt schließlich sogar regelmäßig selbst.

Und der größte Schwachsinn ist natürlich, die Forderung, dass man dann halt absteigen und schieben solle. Kann man beim Kraftfahrzeuge auch fordern.

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Offener Brief an Karl Lauterbach zu Luftreinigern – #Corona #Covid19

Sehr geehrter Herr Lauterbach,

Im NRZ-Interview sagen Sie sinngemäß, dass Luftreiniger besser wären als lüften. Ich frage mich, wie Sie darauf kommen. Sagen Sie bloß, dass Sie auch auf die statistischen Taschenspielertricks reingefallen sind. Leider scheint diese ja sowohl für Journalisten, wie auch die Öffentlichkeit zu gelten.

Kling natürlich auch erst einmal beeindruckend, dass ein Luftreiniger 99 % aller Aerosole entfernen würde. Allerdings gilt das nur für den Luftstrom, welcher wirklich durch den Luftreiniger geht. Für Laien erweckt das den Eindruck, als wäre die Luft im Raum gemeint, dies ist allerdings natürlich nicht der Fall.

Eine weitere Größe ist die Anzahl der Luftumwälzungen auf einen Raum bezogen, die man manchmal liest. Hier wird allerdings nur das Raumvolumen mit der Luftmenge verrechnet, welche pro Stunde durch das Gerät geht. Auch dies ist eine rein statische Größe.

Bei Totzonen, welche gemäß der Studie von der Universität der Bundeswehr bereits durch Lampen entstehen, findet u.U. gar keine Reinigung statt. Strömungshindernisse, wie Menschen und Möbel, beeinflussen ebenfalls die Effektivität erheblich. Das heißt, die Anzahl der Geräte müsste für einen Klassenraum genau berechnet werden, um überhaupt eine brauchbare Wirksamkeit entfalten zu können.

Im Vergleich zu Fenstern haben Luftreiniger eine kleine Öffnung, brauchen also deutlich größere Luftströmung, als ein Fenster. Die Aussage, dass Luftreiniger besser wären, ist also wissenschaftlich nicht haltbar.

Wenn man nur einen kleinen Luftfilter in einen Raum stellt könnte man auch genauso gut Zuckerpillen verteilen. Wobei Homöopathie zumindest noch einen Placeboeffekt hätte.

Ich würde mir mehr wissenschaftlichen Sachverstand bei der Diskussion um Luftfilter wünschen, statt diese teuren Dinger zu hypen und von den wirklichen Problem abzulenken.

Luftfilter können Lüftung nicht ersetzen.
Abstand ist sehr viel wichtiger, als Lüftung.
Masken verringern den Abstand nicht, senken das Risiko etwas.

Bleiben Sie gesund

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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Zeit für ein Krankenhausentlastungstempolimit – #Corona #Covid19 #Vierradwaffen #Tempolimit

Wegen der Coronapandemie verbieten die Niederlande das Silvester-Feuerwerk. Man hat die Sorge, dass sich mal wieder zu viele Idioten verletzen und dadurch Krankenhäuser unnötig belasten. Ein Tempolimit gibt es ja bei den Niederländern bereits.

Ich denke, dass ein Tempolimit in Deutschland viel zur Entlastung der Krankenhäuser beitragen würde. 30/80/120 für Stadt/Landstraße/Autobahn wäre sicherlich eine gute Maßnahme. Dadurch würde nicht nur etwas für die Umwelt getan, sondern auch die Krankenhäuser entlastet.

Aber egal, ob Schusswaffen oder Vierradwaffen rückständige Beharrungskräfte, die sich selbst als konservativ bezeichnen, wollen Veränderungen verhindern. Nachvollziehbar ist dies nicht, vielleicht ist es ja auch bereits der einsetzende Altersstarrsinn, der hier Veränderungen verhindert.

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#Duisburg: Abschleppen in 2019 – #Verkehrswende

Um mal einen Überblick zu gewinnen, warum in Duisburg abgeschleppt wird und wie häufig, fragte ich die Zahlen bei der Stadt an. Die Beantwortung hat wegen Corona etwas länger gedauert.

Insgesamt 3.837 wurden Kraftfahrzeuge von der Verkehrsüberwachung abgeschleppt.

Diese Gesamtzahl setzt sich wie folgt zusammen:                               

Parken im absoluten Halteverbot

2.120 Kfz

Parken auf Marktplätzen während der Marktzeiten

440 Kfz

Parken auf einem Schwerbehindertenparkplatz ohne Berechtigung

294 Kfz

Parken vor Grundstückseinfahrten

193 Kfz

Parken im eingeschränkten Halteverbot

138 Kfz

Parken auf dem Gehweg

99 Kfz

Parken im verkehrsberuhigten Bereich außerhalb von Markierungen

60 Kfz

Parken auf dem Radweg

40 Kfz

Parken vor oder in Feuerwehreinfahrten

36 Kfz

Parken in der Fußgängerzone

26 Kfz

Sonstiges unerlaubtes Parken

391 Kfz

Natürlich ist klar, dass nicht immer sofort abgeschleppt wird, manchmal sind die Parkzeiten dafür zu kurz. Wenn man davon ausgeht, dass nur zu einem kleinen Teil abgeschleppt wird, kann man sich vorstellen, wie häufig unzulässig geparkt wird.

Was ich sehr positiv sehe ist der Umstand, dass auch von Rad- und Gehwegen abgeschleppt wird. Von mir aus dürfte dies ruhig häufiger sein.

Eigentlich sollte das Ordnungsamt viel häufiger solche Zahlen von sich aus veröffentlichen, denn natürlich schreckt die Gefahr abgeschleppt zu werden die Menschen eher ab, als ein Knöllchen, was bezahlt wird, aber keinen Aufwand macht. Wenn abgeschleppt wird, wird es nicht nur teurer, sondern man muss das Fahrzeug erst einmal finden. Und gerade der Aufwand dürfte für viele abschreckend wirken. Vielleicht wäre es gut, ein oder zwei Dienstpost für angestellte Abschleppende zu schaffen und irgendwo schön abgelegen ein Platz, wo die Fahrzeuge hin kommen.

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#Duisburg sieht #Klimaschutz als gleichrangig mit Denkmalschutz – #Umweltschutz #Energiewende

Im August 2019 reichte ich eine Kommunalpetition ein bzgl. Photovoltaik und Denkmalschutz. Denn einige Dächer bleiben leer, obwohl die für die Stromgewinnung geeignet werden. Wo hoch man Klima- und Umweltschutz bei der Stadt Duisburg einschätzt kann man bereits daran erkennen, dass Photovoltaik als Baustein der Energiewende und damit des Klimaschutz, gar nicht im Umweltausschuss behandelt wurde, sondern im Kulturausschuss und Stadtentwicklungsausschuss.

Alle Parteien stimmten im Stadtentwicklungsausschuss zu.

Und „nur“ etwas mehr als ein Jahr später hatte ich „schon“ die Antwort.

Die Antwort lautet wie folgt:

[…]
Denkmalschutz zur Bewahrung des kulturellen Erbes und Umweltschutz als Schutz
natürlicher Lebensgrundlagen sind zwei gleichrangige Staatsziele.
Im denkmalrechtlichen
Erlaubnisverfahren geht es allerdings nicht um die Abwägung beider Belange gegeneinander, sondern um die Abwägung des Belanges Denkmalschutz gegenüber den privaten Interessen des Eigentümers bzw. der wirtschaftlichen Nutzbarkeit des Denkmals. So kann die Gewinnung regenerativer Energie auf dem Dach eines Hauses denkmalschädlich sein, die Energiegewinnung durch Sonnenenergie auf andere Art und Weise oder an anderer Stelle durchaus denkmalverträglich.
Das Denkmalschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW) schreibt kein generelles Verbot für die Errichtung von Photovoltaik vor. So mag es durchaus vorkommen, dass der Belang Denkmalschutz die Installation von Photovoltaik an bestimmten Stellen verhindert, ihn aber nicht grundsätzlich ausschließt.
[…]

Der erste Satz ist schon mal ziemlich dreist, denn Kultur steht nicht einmal in den Grundrechten erwähnt, während Umwelt- bzw. Klimaschutz in Artikeln 20a und 2 steckt. Wer sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach macht, macht dies nur bedingt aus wirtschaftlicher Nutzbarkeit, primär geht es ums Allgemeinwohl. Allerdings wenn man sich anschaut, dass der Antwortentwurf aus dem Bereich Denkmalschutz der Stadt Duisburg kommt, ist natürlich klar warum die Antwort so ausfällt. Für jemanden der Denkmalschutz beruflich macht ist Klimaschutz nicht wichtig. Denkmalschutz ist nur ein vorübergehender optischer Eindruck. Die Klimaerwärmung dagegen bedroht sogar alle Denkmäler, denn wenn Duisburg auf dem Grund der Nordsee liegt nützt Denkmalschutz wenig. Aber Weitblick scheint beim Denkmalschutz nicht vorhanden zu sein.

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#Duisburg: Dresscode bei #Edeka – #Nasehoch #Boykott #Diskriminierung #Ehdreckda

Vor kurzem wurde in der Zeitung vermeldet, dass ein Edeka Menschen im Schlafanzug den Zutritt verbietet. Angeblich gäbe es wegen Corona hygienische Gründe hierfür. Was an einem Schlafanzug unhygienisch sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Eine Jacke die man länger trägt ist unhygienischer als ein Schlafanzug. Und was das mit der Pandemie zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht. Wichtig ist ein Stückstoff im Gesicht.

Und wenn man Edeka und Hygiene spricht, würde ich gerne wissen, was für Hygienemängel dieses Edeka wohl zu verstecken hat. Wer möchte kann dies ja Mal per Topf Secret erfragen. Es soll sich meinen Hinweisen und auch den Bewertungen bei Google Maps zufolge um das Edeka Schneider in Ruhrort handeln.

Was kommt als Nächstes. Darf man nicht mehr mit kurzen Röcken oder im T-Shirt einkaufen? Und wann kommt ein Türsteher? Darf man bei Edeka bald nur noch in Anzug und Krawatte einkaufen?

Wie kann ein Geschäft nur so oberflächlich sein. Deckt sich aber auch mit meinen Erfahrung mit dieser Kette, wenn man mal Arbeitsklamotten an hat, wird man schon für jemanden gehalten, der klaut.

Gut, dass ich die Kette nun schon seit Jahren boykottiere, sonst wäre es spätestens jetzt der Fall.

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Duisburger Autor: Hans-Peter Stermann – #Duisburg #Literatur

Stermann, Hans-Peter; Deutsche Nationalbibliothek; Seite; Wikipedia; Artikel 1, 2,
* Alt-Baerler Haus- und Familienchronik

Eine komplette Übersicht der Duisburger Schreibenden gibt es hier.

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Spruch zum Sonntag – #spruchzumsonntag #Lohmannsheide

Man rettet die Welt nicht, indem man diese vermüllt.

(Ulrich Scharfenort, 17.02.2019)

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Deponie #Lohmannsheide: Stimmte der #Datenschutz beim Verkehrsgutachten? – #Duisburg #Moers #Videoüberwachung

Ich hatte ja bereits über das grottenschlechte Verkehrsgutachten berichtet. Teil dieses Verkehrsgutachten war die Erfassung des Ist-Zustands. Dazu würden sowohl in Moers, als auch Duisburg an einigen Kreuzungen vorübergehende eine Videoüberwachung angebracht. Die Firma Aviso (Am Hasselholz 15, Aachen, es gibt zwei Unternehmen) beauftragte hier die Firma Neurosoft.

Diese brachte laut Verkehrsgutachten Videokameras an Ampeln oder Laternen an, mit dem die Straße beobachtet wurde. Später wurden dann diese Videos von Menschen bzw. einer Software ausgewertet, um die Fahrzeugzahlen zu erfassen.

Eigentlich ist Datenschutz nur ein Randaspekt, allerdings sagt er auch einiges über das Verkehrsgutachten. In dem Gutachten wird der Eindruck erweckt, dass es seitens der Städte Duisburg und Moers eine Zustimmung zur Videoüberwachung gegeben hätte. Aber zumindest der Antwort der Stadt Moers nach, scheint man nicht nachgefragt zu haben:

Hierzu teile ich Ihnen mit, dass seitens des Fachbereiches 8 – Vermessung,
Straßen und Verkehr weder die Beauftragung noch die Genehmigung einer
Vekehrsvideoüberwachung auf Moerser Stadtgebiet veranlasst wurde.

Stellt sich mir die Frage, ob die Datenerfassung überhaupt zulässig war. Zum Thema Datenschutz steht nichts in dem offengelegten Verkehrsgutachten. Dabei ist Videoüberwachung im öffentlichen Raum nicht ohne Probleme und es ist vieles zu beachten.

Zumal die Aufzeichnungsgeräte direkt bei der Kamera hingen und ein Fremdzugriff nicht ausgeschlossen war. Auf den Fotos im Gutachten sind keine Hinweisschilder auf Videoüberwachung zu erkennen. Habe die Frage jetzt auch mal ans LDI geschickt.

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#Duisburg: #Dummplanung an Ampeln – #fahrradfeindlich #Verkehrswende

Ich sammle immer wieder Beispiele für Dummplanung in Duisburg. Ein Beispiel befindet sich an der Düsseldorfer Straße nahe der Innenstadt. Dort steht eine sogenannte Bettelampel, weil man bekommt nicht automatisch grün, sondern muss es erst beantragen.

So weit so schlecht. Wenn man sich die Situation allerdings anschaut geht die Dummplanung noch viel weiter und zeigt einmal mehr, wie wenig Gedanken man sich bei der Stadt macht. Die Details sind völlig absurd. Vor dem Fahrrad sieht man eine weiße Linie an der man halten muss. Allerdings kommt man von dort nicht an den Taster der Bettelampel. Und erst recht nicht an den Handgriff, der vermutlich Radfahrenden helfen soll.

Da fragt man sich schon, ob die Planenden hier nicht nachgedacht haben oder was der Grund für eine derartige Dummplanung war.

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Kontakt zu BI Saubere Luft – #Duisburg #Rheinhausen

Die BI Saubere Luft engagiert sich in Duisburg, primär in Rheinhausen für Thematiken im Zusammenhang mit sauberer Luft. Also alle Themen, wie Feinstaub, Stickoxide, Bäume, aber auch Luftleitbahnen oder unsaubere Kraftwerke stehen auf der Agenda. Ein Thema ist auch der LKW-Verkehr. Die BI betreibt keine eigene Seite, weshalb ich hier mal eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zur Verfügung stelle.
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Mein Beitrag zur #Leidentscheidung – #hambibleibt #endcoal #NRWE #RWE #allegegenRWE #AlleDörferbleiben #Braunkohle

Meine Gedanken zur Leidentscheidung, welche ich so auch abschickte.

Der Titel ist irreführend, es geht nicht um „Neue Perspektiven“, sondern um ein klimaschädliches Weiterso.

In Anbetracht, welches Leid diese Entscheidung für die Menschheit verursacht wäre Leidentscheidung zutreffender.

Das vielfältige Interessen berücksichtigt wurden ist nachweislich unwahr, primär ist es ein RWE-Wunschkonzert und nicht das in der vorliegenden Krisensituation (Klimakrise) gebotene. Der gesellschaftliche Konsens wurde bereits mit der Inbetriebnahme Datteln IV gebrochen und entfaltet somit keinerlei Bindungswirkung. Sich darauf zu berufen wirkt mehr wie ein verzweifelter Versuch, die anstehenden und notwendigen Veränderungen solange wie möglich zu verzögern auf Kosten des Allgemeinwohls.

Die Interessenberücksichtigung ist einseitig bei Klimaschädling RWE. Die Umsiedlungen in Erkelenz sind für Stromversorgung nachweislich nicht notwendig. Es ist vielmehr so, dass Minister Pinkwart bzw. die Landesregierung die Energiewende unnötig verschleppt hat, um weiterhin sehr teuren Braunkohlestrom zu subventionieren. Noch immer behindert Denkmalschutz die Installation von Photovoltaik. Noch immer behindern fiktive Abstände den Zubau von Windenergie. Die Landesregierung hat die Windabstände ohne wissenschaftlich fundierte Grundlage einfach erfunden. Auch auf explizite Nachfrage konnte hierfür keine naturwissenschaftlich plausible Grundlage belegt werden. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Für erfundene Abstände gibt es keine Begründung.

Der Wunsch die Situation zu befrieden ist verständlich, allerdings wird dies nicht mit Heimatraub gelingen. Es ist mir unverständlich wie sich eine Landesregierung zu Handlangern eines Konzerns machen kann, der allgemeinwohlschädlich handelt.

Das Jahr 2038 als Enddatum ist unwahr, es ist korrekt das späteste Datum, zudem die Kohlenutzung beendet werden soll. Dieses Datum muss aber nicht ausgereizt werden und könnte bei den richtigen Rahmenbedingungen auch bereits mehr als ein Jahrzehnt früher beendet werden.

Jede Umsiedlung ist eine soziale Härte, besonders wenn dies nicht einmal für das Allgemeinwohl erfolgt. Denn der Abbau von Braunkohle für Veredelung dient definitiv nicht dem Allgemeinwohl. Folglich ist Veredelung vollständig zu untersagen und dann der wirkliche Bedarf zu untersuchen. Zumal RWE bereits heute immer größere Müllanteile (u.a. Altholz, Klärschlamm) in den „Kraftwerken“ verbrennt. Heimliche Müllverbrennungsanlagen passt wohl besser.

Die Landtagswahl in NRW war 2017, seitdem gab es von Pinkwart keinerlei Impulse für eine Energiewende. Selbst bei Photovoltaik und den Dachflächen gab es weder eine Förderung noch brauchbare Unterstützung. Und bei Kohlepolitik verweist Laschet immer auf die Vergangenheit. Drei Jahre im Amt und nichts bewegt aus zu Lächeln und Unsinn zu erzählen?

2030 ist zu spät und außerdem wird auch hier der Veredelungsanteil völlig ausgeblendet. Die Behauptung „Der Betrieb der Rheinischen Braunkohlekraftwerke mit Braunkohle in den Tagebauen des Rheinischen Reviers bleibt zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Energieversorgung der Bundesrepublik aber weiterhin erforderlich“ ist unfundiert und entspricht nicht den Tatsachen. Zudem ist Veredelung für die Energieversorgung nicht notwendig. Es gibt Alternativen zu den Veredelungsprodukten wie Braunkohlekaminbriketts oder Herdofenkoks (Aktivkohle) aus nachhaltigen Quellen.

Auch die Stilllegungsdaten sind Maximaldaten, die nicht ausgereizt werden müssen.

Im Rahmen der Leidentscheidung fehlt der Plan für den Ausbau der erneuerbaren Energien inkl. Speicherkapazitäten. Dies ließe sich zudem deutlich beschleunigen, wenn man den Denkmalschutz außer Kraft setzen würde, der Solarzubau behindert. Die Photovoltaik würde so massiv gefördert.

Das Inden mangels Infrastruktur nicht angebunden werden könne, ist eine Ausrede, bisher wurde, wenn nötig eine Anbindung erstellt und wenn man hier gut plant ist die Bahnlinie später auch für Personenverkehr nutzbar. Hier wäre die Landesregierung eigentlich in der Pflicht, allerdings gewinne ich einmal mehr den Eindruck, einer käuflichen Landesregierung.

Für die Tagebaue existiert keine Umweltverträglichkeitsprüfung nach heutigem Standard.

Wie bereits gesagt dient Produktion von „Veredelungsprodukten“ nicht der Stromversorgung und nicht dem Allgemeinwohl und ist damit unzulässig.

Es ist unverständlich, warum dass Datum 2038 immer ohne den Zusatz spätestens genannt wird. Es ist doch wohl klar, dass sich endlich was tun muss und Minister Pinkwart endlich mal den Arsch hochbekommen muss, damit die Energiewende vorangeht. Oder ist er im Energiewendestreik seit 2017 und tut deshalb nichts? Man gewinnt immer wieder den Eindruck, dass er viel redet aber nichts zustande bringt. Die Außenwirkung ist die eines Energiewendebremsklotzes.

Der Entwurf lässt unberücksichtigt, dass die Folgekosten nicht verlässlich beziffert werden können, weil RWE allenfalls eine sehr grobe Idee hat, aber dabei die mitverursachte Klimaerwärmung völlig unberücksichtigt lässt. Genauso wenig werden die Ewigkeitskosten berücksichtigt, welche aus den erheblichen teilw. irreversiblen Bodensenkungen resultieren.

Und was ist bei Insolvenz der RWE AG? Wer kommt dann für die Verbindlichkeiten auf? Bei einem derartig wenig nachhaltigen Geschäftsmodell, Gelder von der Allgemeinheit nehmen und jammern, ist die Zukunftsperspektive eher mager. Oder bremst man deshalb den günstigen Strom für die Bevölkerung, damit RWE mehr verdienen kann?

Der Braunkohleausschuss ist eine undemokratische Institution, die nicht die Auswirkungen auf die von Tagebau betroffenen in dem notwendigen Umfang widerspiegelt. Die Anzahl ist zu gering, um sich in kommunalen Gremien widerspiegeln zu können.

Ohne genaue Planung für die Restseen unter Berücksichtigung der Klimaerwärmung dürfen die Tagebauten nicht mehr fortgesetzt werden, da dadurch das Füllvolumen beständig vergrößert wird.

Es unverständlich warum RWE überhaupt Geld geschenkt bekommt, wenn die schon die Braunkohle geschenkt bekommen und uns sogar noch mit Schwermetallen vergiften dürfen, weil man nicht die EU-Vorgaben in deutsches Recht umsetzt.

Wie viele Arbeitsplätze sind ein Menschenleben wert? Für FDP und CDU in ihrem Entfesslungsirrsinn, sind Menschenleben jedenfalls nicht viel Wert. Aber man kann die einzelnen Leichen natürlich nicht den Mördern zuordnen, weil es meist eine Summe von Ursachen ist. Hitzetote gehen aber auf jeden Fall auf das Konto von CDU, FDP und RWE. So gesehen ist jeder Tag mehr, grob fahrlässig!

Die Darstellung der Zukunft der Tagebaue ist bar jeglicher Realität und wird kein Mensch von heute mehr erleben. Und wenn man überlegt wie lange BER brauchte dürften die Restlöcher vielleicht in 500 Jahren gefüllt sein, aber da RWE ja nichts genaues plant, könnte es auch ein ganzes Jahrtausend dauern, denn die von RWE mitverursachte Klimaerwärmung wird in den Plänen gar nicht berücksichtigt, sondern nur ein Mittelwert eingesetzt, als ginge so weiter, wie bisher. Die Planungen für Garzweiler I zeigen doch, dass vieles deutlich länger dauert als geplant.

Was ist konkret mit nachhaltiger Mobilität gemeint? Autos können hier nicht gemeint sein, denn Autos sind vor allen Dingen Platzfresser, die anderen Verkehrsteilnehmenden das Leben schwer machen. Wer also in diese Richtung plant, ist Rückständig, wie die CDU.

Urbarer Boden ist nicht angemessen zu berücksichtigen, sondern ausschließlich für Landwirtschaft oder als Kohlenstoffsenke (Wald/Moor) zu verwenden. Andere Nutzungen sind Flächenfraß und damit allgemeinwohlschädlich. Aber darauf wird die klimaschädliche Leidentscheidung wohl kaum Rücksicht nehmen.

Es sind zu viele Weichmacher in den Sätzen, die alles, was für Mensch und Umwelt wichtig ist, sehr schwammig machen.

Warum faselt die Leidentscheidung etwas von Photovoltaik auf Freiflächen? Photovoltaik gehört primär dorthin, wo der Strom gebraucht wird, also in die Städte auf die Dächer. Hier braucht es eine Photovoltaikpflicht für Neubauten und ein Programm für Altbauten. Stattdessen wird hier völlig deppert Freifläche verschwendet, nach welcher die Industrie ständig jammert. Nachhaltig ist anders.

Warum will man auf dem platten Land Mobilitätslösungen der Zukunft entwickeln, wenn die zuerst primär in den Städten gebraucht werden und eigentlich auch schon gestern?

Die Leidentscheidung lässt die Weiterentwicklung des Rechts unberücksichtigt und geht davon aus, dass es zu weiteren Enteignungen kommt. Oder vielleicht nicht? Drehen hier FDP und CDU ihr Fähnchen in den Wind von RWE und missbrauchen die Gerichte, um die schmutzige Arbeit zu machen, damit dann noch mehr Entschädigungen gezahlt werden können? Denn rechtlich ist es sehr zweifelhaft, dass weitere Enteignungen zulässig sind. Es gibt ausreichend Alternativen, auch um deutlich schneller auszusteigen.

Die 400-500 m Abstand zum Braunkohleloch sind löblich, allerdings gibt es nicht einmal überall ausreichende Messungen der Emissionen, um abschätzen zu können, ob dieser Abstand ausreichend ist. Insbesondere zum Schutz vor Ultrafeinstaub wird nichts getan, denn dieser fliegt sehr weit und geht bis ins Blut.

Die Richtlinien schützen nicht vor der erheblichen Lichtverschmutzung durch die Flächenfressbagger. Und da EU-Recht nicht umgesetzt, sondern verhindert wird, ist ein realistischer Schutz nicht absehbar. Man wird diesen wohl erstreiten müssen.

Es ist nicht plausibel, warum die Sophienhöhe nicht genutzt werden kann. Ist zwar umständlich für RWE, aber das ist egal. Die Kunstlandschaft ist besser geeignet, als den Hambacher Forst zu einer Insel zu machen, wie RWE das plant. Wobei, bis das Wasser so hoch steht, sind die Bäume längst verdorrt. Flächenfraß ist also vertretbar? Für das Allgemeinwohl ist dies nicht vertretbar. Es ist noch nicht einmal klar, ob RWE dabei wirklich etwas einspart. Ein Frechheit ist auf jeden Fall, so zu tun, als wäre der Boden nötig, aber gleichzeitig Kiesabbau zu planen. Unklar ist auch, warum nicht einfach Bauschutt aus ganz NRW herankarrt statt überall Deponien zu errichten.

Die Abpumpung kann nicht nur, sie tut es sogar. Sie gefährdet langfristig die Wasserversorgung in NRW. Zumal es in NRW gar keinen vollständigen Überblick über die Wassernutzung gibt. Die Bezeichnung, von mit Schwermetallen und anderen Verunreinigungen belastetes Wasser, als ‚Ökowasser‘ ist irreführend.

Die Behauptung, dass es nur Jahrzehnte dauern würde ist eine Lüge. Denn um dies realistisch bewerten zu können, müsste der Ist-Zustand, die Klimaerwärmung uvm. berücksichtigt werden. RWE hat bisher aber nur eine vage Absicht, die ungefähr so viel Wert ist, wie ein Wahlversprechen. Also völlig wertlos.

Durch Befüllung der Restlöcher mit Wasser werden sämtliche Grundwasserleiter miteinander verbunden, dadurch entstehen Schadstoffeinträge, welche gegen die WRRL verstoßen.

Wasserqualität und mit Mikroplastik und Schadstoffen belastetes Rheinwasser passen nicht zusammen.

Wie will man denn bei zunehmenden Dürren die Befüllung sicherstellen? Das ist völlig absurd, dass man dem Rhein Wasser entnehmen kann und dadurch die Schifffahrt sabotiert. Zudem sorgen stabile Warmwetterlagen für eine höhere Verdunstung.

Die Erfahrung aus anderen Tagebauten zeigt, wie schnell diese Umkippen, weil die oxidierten Bodenbestandteile sich im Wasser verteilen.

Die Umsiedlung wird nicht freiwillig abgeschlossen werden. Aufgrund dieser Leidentscheidung, werde ich die Gegner finanziell unterstützen und wünschen denen viel Erfolg vor Gericht, gegen die Klimafeinde RWE, CDU, FDP.

Die angeblich sichere Energieversorgung ist nicht nur klimaschädlich und unsozial, sondern auch verdammt teuer. Schließlich wird die Kohleförderung mit Milliarden bezuschusst. Nicht nur direkte Subventionen, sondern auch die indirekten. Mich wundert hier, dass die FDP dies mit trägt. Denn eigentlich labern die immer etwas von Marktwirtschaft. Aber die soll wohl nur an anderen Stellen frei sein und nicht wenn es um Kohle geht. Wenn man endlich mal die ganzen Subventionen entfesseln würde, wäre es schon seltsam, wie schnell plötzlich Braunkohle verzichtbar würde. Aber CDU und FDP setzen wohl lieber ihre Subventionsplanwirtschaft fort, als die grundrechtliche soziale Marktwirtschaft zu verteidigen und durchzusetzen. Ganz zu schweigen von den realen Umweltkosten, die gar nicht berücksichtigt werden.

Nur weil Dörfer teilweise unter Anwendung von psychologischem Druck entvölkert wurden, heißt das nicht, dass nicht wieder ein soziales Gefüge entstehen kann. Vielmehr noch wird auch Kultur vernichtet.

Böse Zungen sprechen von einer NRWE-Landesregierung. Die Leidentscheidung scheint in diese Richtung zu gehen. Umweltschutz ist sozial, Bergbau ist antisozial, denn es schädigt Umwelt und Menschen. Und klimaschädliche Arbeitsplätze sind verzichtbar, um Wohl der Allgemeinheit.

Eine Umsiedlung für klima- und gesundheitsschädliche Braunkohle ist nicht notwendig. Grundsätzlich kann hier auch auf Steinkohle ausgewichen werden. Dies mag für die Firma etwas aufwändiger sein, belegt aber dass Enteignungen nicht notwendig sind. RWE selber belegt, dass alternative Brennstoffe, wie Klärschlamm, Altholz oder anderer Müll genutzt werden. Zudem ist der Wirkungsgrad von Steinkohle höher. Diese Alternativprüfung kommt gar nicht vor, obwohl dies durchaus möglich ist.

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#Krankenversicherung: Unterschiedliche Bewertung von physischen und psychischen Behandlungen

Wenn sich mit der Thematik beschäftigt stellt man fest, dass die geistige Unversehrtheit umständlicher ist, als die körperliche Unversehrtheit. Ich hatte hier mal nachgefragt beim Bundesinnenministerium, und nachfolgend Antwort bekommen:

Ihre Frage, weshalb physische und psychische Behandlungen unterschiedlich behandelt werden und warum insbesondere nach § 18a Abs. 3 Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) vor Beginn einer Psychotherapie ein Gutachterverfahren vorgeschaltet ist, lässt sich wie folgt beantworten:

Es ist kein Spezifikum der Beihilfe, dass physische und psychische Behandlungen partiell unterschiedlich behandelt werden, sondern auch im Bereich der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen ist dies der Fall.

Physische Behandlungen umfassen z.B. ärztliche und zahnärztliche Behandlungen, von Ärzten oder Zahnärzten verordnete Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel oder auch Leistungen von Heilpraktikern. Diese Aufwendungen sind grundsätzlich beihilfefähig, wenn sie notwendig und angemessen sind und sich innerhalb des in der einschlägigen Gebührenordnung vorgesehenen Gebührenrahmens bewegen. Die auf Grund von physischen Symptomen am häufigsten diagnostizierten Krankheiten bei Erwachsenen sind: Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Koronare Herzkrankheiten, Typ 2-Diabetes, Vergrößerung der Schilddrüse, Fettleibigkeit, Krankheiten der Leber, Schleimhautentzündung von Magen und Darm etc. Zur Behandlung dieser Erkrankungen bedarf es neben der Diagnostik keines Gutachterverfahrens.

Im Gegensatz zu den die „Physis“ betreffenden Belangen stehen die „psychischen“ oder auch „geistigen“ Belange in der Medizin, sie sind in der BBhV in den §§ 18 ff geregelt. In dem von Ihnen kritisierten Gutachterverfahren Psychotherapie wird im Hinblick auf die Beihilfefähigkeit die Notwendigkeit sowie Art und Umfang einer psychotherapeutischen Behandlung beurteilt (§ 18a BBhV). Die Einschätzung des Gutachters über die Krankheitswertigkeit einer Störung, die Notwendigkeit ihrer Behandlung und die Indikation beruht auf einer Synopsis der Angaben des antragstellenden ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten hinsichtlich relevanter Vorerkrankungen und sozialmedizinischer Aspekte. Sie schafft die Grundlage für die Entscheidung differenzialdiagnostischer Fragestellungen und daraus abgeleiteter Therapien. Nur im Gutachterverfahren kann die Entscheidung getroffen werden, ob die Symptomatik des Patienten einer anderen Behandlung als einer psychotherapeutischen bedarf oder ob weitere, ergänzende Maßnahmen notwendig sind. Das Gutachterverfahren ist insofern ein Qualitätssicherungsinstrument, das auch für Patienten die Gewähr bietet, die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Letztlich stellt das Gutachterverfahren angesichts des finanziellen Aufwands für eine Psychotherapie und des relativ langen Behandlungszeitraums auch sicher, dass nur notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen seitens der Beihilfe erstattet werden.

Kein Gutachterverfahren erfolgt in Fällen einer psychotherapeutischen Akutbehandlung (§ 18 Abs. 2 BBhV), da es sich hierbei um einen akuten, sofortigen Behandlungsbedarf handelt.

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Öffentliche Bekanntmachung zu #Drohnen und #Lufttaxi von mir – #Fluglärm

Hiermit gebe ich öffentlich bekannt, dass ich Drohnen und Lufttaxi keinen Überflug über meine Person, wie auch über mein Grundbesitz gestatte.

Zuwiderhandlung, kann rechtliche und physikalische Konsequenzen haben. Zu den physikalischen Maßnahmen zählen insbesondere Methoden, welche keine Schäden von Personen verursachen. Wie etwa abfangen mit Netzen oder Sperrballone.

Selbstverständlich ist die visuelle Erfassung von mir ebenfalls untersagt. Etwa durch Spydrohnen.

Für Schäden an zu Unrecht in meinen persönlichen Luftraum eindringende Flugobjekte wird keine Haftung übernommen.

Sollte eine Drohne etwas fallen lassen und mich gefährden, auch nur potentiell, so gehört mir automatisch das Fallengelassene, es sei denn es handelt sich um Müll. Für dessen Entsorgung ist die flugverantwortliche Stelle haftbar.

(Nur um auf Nummer sicher zu gehen, falls die niedrig fliegende Drohnen mit Paketen durch die Gegend fliegen lassen.)

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Deponie Lohmannsheide – Verkehrsgutachten für die Tonne – #Duisburg

Noch immer bin ich an meiner Einwendung zur Baumülldeponie Lohmannsheide. Knapp 30 Seiten in Rohfassung. eigentlich wollte ich das erst einmal fertigstellen und dann veröffentlichen, aber den Klopper, muss ich einfach schon jetzt veröffentlichen. Derzeit bin ich gerade beim Verkehrsgutachten der Gutachterfirma Aviso aus Aachen* durch. Ich muss sagen, dass dieses mir sehr stümperhaft vorkommt. Einige Sachen klingen sogar eigentlich ganz gut, so eine Analyse wäre schon etwas für Logport, aber natürlich stimmiger.

Typisch ist natürlich, dass die Firma gar nicht den Worst-Case betrachtet, sondern ein harmloses Szenario als Worst-Case darstellt. Das wird regelmäßig bei Auftragsgutachten gemacht, um die Belastung kleiner darzustellen, als sie wirklich ist.

So wurde kein Ausfall der A42-Brück betrachtet, obwohl durchaus möglich. Dann müsste man natürlich schauen, dass der Gesamt Verkehr nur über eine Abfahrt kommt. Aviso setzt hier aber nur eine Art Mittelbelastung an. Dabei kommt gemäß Antrag der LKW-Verkehr primär aus dem Ruhrgebiet, Regierungsbezirk Düsseldorf, denn genau für den dortigen Bedarf wird die Deponie betragt. Dass hier LKW vom Niederrhein kommen, ist zwar möglich, aber nicht die Absicht. Also müsste 100 % über die Abfahrt Baerl aus östlicher Richtung angesetzt werden. Zudem wurde nur mit 88 Fahrten pro Tag gerechnet (16 000 LKW / 365 d ~ 44, Hin-/Rückfahrt => 44 * 2 = 88). Die Betriebszeiten sind laut Antrag eindeutig auf Montag bis Freitag begrenzt und nicht auch Samstag und Sonntag, somit wären zumindest die 123 Fahrten anzusetzen. Allerdings ist selbst nur ein Mittelwert, welche nicht wiedergibt, wie sich Ferienzeiten auf das Aufkommen auswirken. In den Ferien dürfte es weniger sein, dafür außerhalb der Ferien mehr.

Eine weitere fragwürdige Aussage ist die Behauptung, dass Die Schwerverkehrsbelastung in der Voßbuschstraße von 271 Lkw/24h auf 333 Lkw/24h steigen würde. Wie kann man hier einen auf 24 Stunden bezogenen Wert angeben, wenn die Erfassung der Verkehrsdaten gar nicht für den ganzen Tag erfolgte? Aviso hat explizit ausgeführt, dass nur ein begrenzter Zeitraum des Tages betrachtet wurde. Wenn man aber von vorher 271 LKW pro Tag ausgeht und den 100 % des Tagesmittelwerts von 123 LKW drauf schlägt ist man bei 394 LKW. Also eher eine Steigerung von fast 50 %.

Update:
* Aviso (Am Hasselholz 15, Aachen, es gibt zwei Unternehmen)

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Spruch zum Sonntag – #spruchzumsonntag #Duisport #Logistik #Logport

Wer hunderte Hektar für Logistik verschwendet, dem geht es nicht um Arbeitsplätze.

(Ulrich Scharfenort, 04.02.2019)

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#RWE will Chemikalien in Salzkaverne pumpen – #Klimaschänder #AllegegenRWE #Fracking #greenwashing

Man wacht morgens auf liest etwas bei Twitter und findet dann heraus, dass RWE an Großstromspeicher in Salzkavernen forscht. An Stromspeicher zu forschen ist eigentlich eine gute Idee, auch wenn es von RWE kommt, allerdings verteilt RWE hier auch bewusst Desinformationen bzw. lässt wesentliche Informationen weg. In dem Tweet ist auch ein Youtubevideo verlinkt. Dort wird die Idee etwas erklärt allerdings auch Unsinn in der Art erzählt: „Weil organische Materialien eingesetzt werden gilt die Technologie als sicher und umweltfreundlich.“

Kunststoffe sind oft organisch. Etwa PVC, auch Dioxin oder PCB sind organisch. Eine organische Chemikalie ist nicht harmloser, als eine anorganische. So eine Behauptung ist ziemlich seltsam. Also solange man nicht genau weiß, welche Substanz als Elektrolyt eingesetzt wird, kann man auch nichts dazu sagen, ob diese harmlos ist oder nicht. Aber gerade, wenn eine Firma so einen Unsinn behauptet, erweckt dies den Eindruck, dass hier bekannte Gefahren verharmlost werden. Zumal RWE für Greenwashing bekannt ist.

In den Salzkavernen, soll bisher Gas gespeichert worden sein. Was aber nichts darüber aussagt, wie dicht dies für eine organische Flüssigkeit ist und mit welchen Altlasten gerechnet werden muss, falls man die Anlage abbaut. Auch, ob und wie sich dies auf das Grundwasser auswirken könnte, muss betrachtet werden. Somit wäre vor der Errichtung einer derartigen Anlage eigentlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung zwingend notwendig. Auf den Standort wird gar nicht erst eingegangen. Vermutlich will man einer vorzeitigen Information der Öffentlichkeit vorbeugen. Nicht unverständlich, wenn man bedenkt, wie viele Proteste es beim Thema Fracking gibt. Auch beim Fracking werden Chemikalien in den Boden gepumpt.

Interessant auch, dass RWE offensichtlich nicht an Kommentaren zum Youtubevideo interessiert ist, denn diese sind deaktiviert.

Update:
Folgende Antwort bekam ich von der Fa. Cmblu:


Die Arbeiten, die RWE Gas Storage West GmbH und CMBlu Energy AG gemeinsam in der Pressemeldung kommuniziert haben, sind derzeit noch im Forschungsstadium, so dass noch keine Entscheidungen über die Realisierung oder etwaige Standorte möglich sind. Im Fall einer Realisierung werden selbstverständlich alle notwendigen Untersuchungen und Beteiligungsverfahren durchgeführt werden.

RWE Gas Storage unterliegt dem Bergrecht und geht auch aus diesem Grund sorgsam mit dem Thema Umwelt um. Eine Befüllung von Kavernen mit gefährlichen Chemikalien ist ausgeschlossen.

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#Thunderbird verändert Design zum Schlechteren – #Modesoftware #Zeitdieb #Softwareergonomie #Firefox

Nach Firefox hat auch das Design von Thunderbird eine Veränderung erfahren.

Aus meiner Sicht nicht zum Besseren. Wie üblich wurde ein Modedesign ausgewählt, was aber die Übersichtlichkeit verringert. So wurde bisher durch farbige Abstufungen von Text und Ordnersymbolen eine Unterscheidung erleichtert, jetzt sind Ordnersymbole und Text Schwarz-Weiß. Auch die Abstände zwischen den Zeilen wurde in der Mailübersicht erhöht. Alles in allem mal wieder viel Aufwand, damit man wieder eine halbwegs brauchbare Version hat. Mit anderen Worten, die vermeintliche Verbesserung für einige ist ein Zeitdieb für andere. Eine Wahlmöglichkeit fand ich bisher nicht.

Zur Veränderung des Designs ist die Nutzung einer Userchrome möglich.

Das grundsätzliche Vorgehen bei der Erstellung ist hier beschrieben. Etwas besser und in Deutsch hier. Dort finden sich auch Beispiele für Anpassungen.

Wichtig ist das in der Konfiguration toolkit.legacyUserProfileCustomizations.stylesheets auf true geschaltet wird, weil sonst die Userchrome nicht funktioniert.

Zur Ordnerfarbe findet sich hier ein Code. Damit werden wieder Ordnersymbole eingefügt.

Um die Höhe der Zeilen in der Nachrichtenübersicht zu verändern:
/* Zeileabstand Nachrichten verringern */
#threadTree > treechildren::-moz-tree-row {margin-bottom: -4px !important;}

Mehr dazu hier.

Da mich bei neuen Mails gestört hat, dass der vorgesehene Text breiter ist als das Fenster, und ich dadurch beim Schreiben immer zwischen Links und Rechts hin und her springe, wollte ich dies wegbekommen.
Dies geht einfach in der Konfiguration über mailnews.wraplength. Standardwert ist hier 72, diesen Wert habe ich etwas reduziert und schon klappt es.

Wie man den bleiben Balken abschalten kann wird hier beschrieben.

Und das dauerhafte Einblenden von BCC und CC hier.

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Warum fahren LKW nicht gerne durch #Logport I? – #Duisport

Beobachtung:

LKW fahren von Logport I, statt den kurzen Weg zur Brücke der Solidarität über die Osloerstraße zu nehmen, Umwege durch Rheinhausen. Dabei nehmen sie auch illegale Routen billigend in Kauf.

Bewertung:

Wahrscheinlichste Ursache ist die Vermeidung der Engstellen bei parkenden LKW von Logport I.

Tiefenanalyse:

Die Straßen von Logport I sind 6,5 m breit, direkt daneben sind Parkbuchten von 2,5 m. Die Parkbuchten haben ein Gefälle von 3 % und die Straße hat von der Mitte ausgehend ein Gefälle von 2,5 %. Das Gefälle ist jeweils zum Randstein hin.

LKW dürfen maximal 2,55 m breit (Ausnahme Kühlaufbauten 2,60 m) und 4 m hoch sein. Spiegel und einige weitere Vorsprünge werden laut StVZO nicht berücksichtigt.

Die seitlichen Spiegel selber sind ca. 0,2 m breit, die Breite variiert etwas. Dazu kommt allerdings noch die Aufnahmestange bzw. Spiegelarm. Die Spiegel müssen ein Vorbeisehen am Auflieger ermöglichen, also breiter als 2,55 sein. Geht man von geringen Abmessungen aus wären das zusätzliche 0,25 m auf beiden Seiten. Das Fahrzeug mit Spiegeln wäre also 3,05 m breit.

Ohne Parkende LKW am Rand

Wenn zwei LKW sich mit der vorgenannten Konfiguration begegnen, bleiben auf der Straße weniger als 0,4 m. Da die Straße allerdings geneigt ist und die Parkplätze auch, wird es noch enger. Der Einfachheit wird mit einer Spiegelhöhe von 3 m gerechnet. Bei einem Gefälle von 2,5 % wären das 0,075 m Neigung zum Rinnstein. Dies lässt in der Mitte zwar etwas Platz, aber die LKW müssen dann entweder bremsen oder es besteht die Gefahr eine Spiegelkollision. Ein beschädigter Spiegel kostet allerdings viel Zeit und Geld.

Mit parkenden LKW am Rand

Der Spielraum bei einer nur 6,5 m breiten Straße ist für zwei LKW mit 50 km/h schon eng. Stehen nun am Rand noch LKW. Reduziert sich der Platz weiter. Bei Kühlcontainern, bliebe ein Gesamtspielraum von gerade einmal 0,20 m, bei 2,55 m noch 0,30m. Also ein sehr stressige Situation und auch riskant. Ums Abbremsen kommt man nicht herum. Die 0,20/0,30 m würden aber nur dann gelten, wenn alles Eben wäre. Durch das Gefälle reduziert sich der Platz noch. Für die LKW auf der Straße ohne parkende Hindernisse, würde dies den Spielraum sogar ein bisschen erhöhen, weil so zusätzliche 0,15 m im Mittelbereich gewonnen würden. Allerdings würden die parkenden Fahrzeuge aufgrund der Neigung von 3 % in 3 m Höhe zu einer Verengung von 0,18 m beitragen. Durch die Neigung der Parkplätze wird also zusätzlicher Platz beansprucht. Und da sich die Fahrzeuge leicht nach außen neigen, sind auch die Spiegel dichter dran. Die Neigung kostet als 0,32 m. Das heißt rechnerisch können LKW einander nicht passieren.

Es ist davon auszugehen, dass es schon häufiger Spiegelkollisionen beim Logport I gab. Aus diesem Grund dürften Fahrer die Engstellen eher meiden und dafür auch Umwege durch Wohnbereiche in Kauf nehmen.

Schlussfolgerung:

Das Parken von LKW an den Schmalstraßen von Logport ist dauerhaft zu unterbinden. Dadurch werden die Wohnbereich kurzfristig von fahrenden LKW entlastet. Zudem ist parken in diesen Bereichen nicht zulässig, denn die Straße wird eingeengt. Die Fahrzeuge sind größer als die Parkbuchten.

Um das Parken zu verhindern sind andere Verkehrungen zu treffen, die kein Teil dieser Analyse sind.

Visualisierung

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzfahrzeug/Ma%C3%9Fe_und_Gewichte

https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/index.html

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Was ist #Jobwashing? #greenwashing

Ein sehr häufig gebrachtes Argument ist, dass es um Arbeitsplätze gehen würde. Besonders bei klima-, umwelt- und allgemeinwohlschädlichen Projekten. Ich denke analog zum Greenwashing, bei dem Firmen so tun, als wären sie umweltfreundlich, aber die ganze Verschmutzung verschweigen, gibt es auch Jobwashing, bei dem so getan wird, als würde etwas Arbeitsplätze bringen.

Denke der Begriff Jobwashing passt dafür recht gut. Denn man tut ja so als würde man etwas für die Allgemeinheit tun. Dass natürlich auch andere Arbeitsplätze entstehen könnten, wenn man das Projekt nicht durchführt blendet man aus. Auch werden immer nur die Anzahl der Arbeitsplätze gebracht, aber nicht die Güte. Also was das für Arbeitsplätze sind. Etwa Lohnsklaven bei einem großen Tierabschlachtungsbetrieb ist etwas anderes als gut bezahlte Arbeitsplätze, die etwas für die Allgemeinheit tun.

Eine wichtige Frage, die ich gerne stelle ist: „Wie viele Arbeitsplätze ist ein Menschenleben wert?“ Diese wird bei Projekten aber nie gestellt. Denn dann müssten die Behörden darüber entscheiden, wie viele Tote zulässig sind. Eine Entscheidung die rechtlich nicht zulässig ist, weil es eigentlich keine Todesstrafe gibt.

Allerdings werden mit vielen behördlichen Entscheidungen zum Tode verurteilt. Etwa bei Lärm oder Umweltverschmutzung gibt es vorzeitiges Ableben. Das heißt hier werden Menschen zum statistischen Tode verurteilt. Natürlich kann man die Leichen nicht unmittelbar etwa dem Dieselbetrug zuordnen oder dem Fluglärm. Häufig sind es auch viele Einwirkungen zusammen. Manchmal kann man es aber schon. Etwa bei Asbesterkrankungen.

Dazu kommt, was an der einen Stellen Arbeitsplätze zu bringen scheint, bedeutet zugleich an der anderen Stelle Arbeitsplatzverluste. Es gibt hier immer nur eine Verlagerung und wenn die Rahmenbedingungen schlecht gesetzt sind, werden veraltete Arbeitsplätze, die eh aussterben erhalten, während Arbeitsplätze mit Perspektive krampfhaft am Leben erhalten werden. Zu Lasten der Allgemeinheit. Bestes Beispiel ist hier Klimaschänder RWE, die Milliarden für ein paar tausend Arbeitsplätze bekommen, während das Geld richtig investiert viel mehr bringen würde.

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Bekanntmachung zu #RWE Kraftwerksabfalldeponie Inden II

Mit Amtsblatt 43 gab die Bezirksregierung Köln bekannt (hier auch Online), dass die Firma RWE Power AG in Köln bei ihrer Kraftwerksabfalldeponie Inden II in Eschweiler-­Neu­-Lohn ein Anpassung von Abfallzuordnungswerten und -untersuchungsparametern vornehmen darf ohne, dass eine UVP notwendig ist.

Scheinbar werden durch die Änderungen die bisherigen Regelun­gen an die aktuellen Vorgaben der Deponieverordnung angepasst. Ob sich daraus auch Vorteile für RWE ergeben war dem Amtsblatt nicht zu entnehmen.

Eine Anschrift konnte nicht gefunden werden.

Wer mehr wissen möchte kann dies sicherlich bei der Bezirksregierung Köln nachfragen.

Mehr zum Thema

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#Duisburg: Bauklo auf dem Gehweg ist scheiße – #Verkehrdiskriminierung

Rücksichtnahme im öffentlichen Raum fängt im Kopf an. Mal wieder ein Beispiel aus Duisburg. Hier wird durch eine Baustelle unnötig Verkehr blockiert. Man hätte das Bauklo auch problemlos dahin stellen können wo das Fahrzeug steht, dass würde Fußverkehr nicht eingeschränkt. Aber stattdessen stellt man das Bauklo so hin, dass Rohlstuhlfahrende und andere Mobilitätseingeschränkte es hier sehr schwer haben.

In dem Bild parkt das Auto noch vergleichsweise rücksichtsvoll, habe aber auch schon deutlich enger Parkende gesehen. Da darf man sich dann nicht über Kratzer wundern. Wobei rechtlich müssen Autofahrende sogar auf die vorgesehende Art parken. Abweichungen könnten sogar geahndet werden, würde ich hier aber nicht machen.

Habe das Bauklo natürlich dem Ordnungsamt gemeldet. Ich kommt da zwar noch durch, aber für viele andere ist das schwieirg.

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#Verkehrswende: Benehmenserzwingende Infrastuktur auch in Deutschland möglich – #BenehmenserzwingendeInfra

Bei Twitter gibt es nicht nur Hass und Hetze, sondern neben Diskussionen auch ab und an sehr gute Informationen. So ein Blick über die Grenze in die Niederlande. Dort werden Kurvenradien von Kreuzungen so gebaut, dass Fahrzeuge langsam abbiegen müssen. (Quelle)

Da stellt sich mir natürlich die Frage, ob das auch in Deutschland möglich ist, was ich das Verkehrsministerium NRW fragte und nachfolgende Antwort:

[…]
Eine Gestaltung von Kreuzungen in ähnlicher Form wie auf dem Beispielbild aus den Niederlanden ist rechtlich aus meiner Sicht möglich. Allerdings wäre eine bauliche Umgestaltung von Kreuzungen sehr kostenintensiv und in vielen Fällen mit erheblichem Planungs- und Bauaufwand verbunden. Weiterhin wäre im Einzelfall zu betrachten, ob die Leistungsfähigkeit der Kreuzung noch gegeben ist, da die Abbiegegeschwindigkeiten aller Verkehrsteilnehmer verringert wird.

Die Regelung der StVO – rechtsabbiegen für LKW in Schrittgeschwindigkeit – führt zu einer kurzfristigen Entschärfung der Konfliktsituation zwischen abbiegenden LKW und Fußgängern/Radfahrern. Mittelfristig werden technische Lösungen wie Abbiegeassistenten greifen und zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit führen.
[…]

Es wäre also möglich und darf demnach bei frischen Kreuzungen eingefordert werden.

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#Duisburg: Ordnungsamt weigert sich zu handeln – #Postbank #Corona

Neulich führte mich mein Weg zur Postbank an der Beethovenstraße in Rheinhausen. Ich war einige Tage schon mal dort, allerdings standen mir da zu viele auf dem Weg vor der Filiale ohne große Abstände und ich hatte nicht viel Zeit. Leider war dies auch dem Tag wieder der Fall. Nur hatte ich hier das „Vergnügen“, dass jemand mit dem Faceshield vor mir Stand. Bekanntlich ersetzen diese keine Masken.

Ich wartete also ab, was bei dem Türsteher in der Filiale passieren würde. Überraschenderweise wurde der Typ einfach durchgewinkt. Ich hielt natürlich deutlich größeren Abstand, da häufig die Maskenmuffel auch diejenigen sind, die auch sonst wenig auf die Schutzregeln achten. Als ich dann am Schalter war, fragte ich nach, warum man den bedient habe. Mir wurde geantwortet, dass es da eine Vorgabe von oben gäbe. Konnte ich natürlich nicht prüfen. Aber die Antworten der Postbank auf meine Schreiben gingen schon in diese Richtung.

Ebenfalls angeschrieben hatte ich das Ordnungsamt, aber statt zumindest mal nachzuprüfen, ob hier etwas schief läuft, bekam ich folgende Antwort:


möglicherweise handelte es sich um einen Kunden mit ärztlicher Befreiung
von der Maskenpflicht.

Einen Verstoß können wir hier nicht feststellen.

Mal abgesehen davon, dass der Typ nichts vorgezeigt hat, würde auch ein Attest nicht davon entbinden eine Maske zu tragen. Gerade die wirklich gesundheitlich angeschlagenen tragen eher eine Maske, oft sogar FFP2 oder gehen gar nicht zur Bank.

Finde es jedenfalls befremdlich, dass das Ordnungsamt nicht nur nichts unternimmt, sondern sogar noch Ausreden erfindet, warum man sich nicht an Regeln hält. Und wenn ich daran denke, wie wenig Präsenz man bemerkt wundert mich nicht, dass die Inzidenz immer weiter wächst.

Auch seltsam, dass die Stadt verkehrliche Unsicherheit schafft.

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Spruch zum Sonntag – #spruchzumsonntag

Kommen ein Gutmensch, ein „besorgter“ Bürger und ein Wutbürger in eine Bar und alle bestellen ein Bier.

(Ulrich Scharfenort, 27.01.2019)

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DAH1 droht Stadt #Moers für Deponie Lohmannsheide zu enteignen – #Duisburg

Derzeit läuft die Offenlage der Baumüll-Deponie Lohmannsheide.

Derzeit gehe ich gerade die Unterlagen durch und wollte eine erste wesentliche Erkenntnis nicht vorenthalten. Die Verkehrsführung plant DAH1 scheinbar über Moerser Gebiet (Zufahrt Gutenbergstraße). Vielleicht ein Hinterzimmerdeal mit der Stadt Duisburg, um hier Zustimmung zu bekommen, wobei das eher nebensächlich sein könnte, weil die Stadt Duisburg hier auch wenig Handhabe hat. Allerdings könnte auch viel Verkehr, zumindest auf Teilstrecken, durch Duisburg führen.

Laut Antragsunterlagen (Dokument Antrag und Allgemeine Angaben, S. 8) hätte ein Planfeststellungsbeschluss enteignungsrechtliche Vorwirkung. Ferner behauptet die Firma, dass eine Eignung zulässig wäre, weil die Deponie angeblich dem Allgemeinwohl dienen würde.

Man wolle zwar keine Enteignung, sondern lieber eine Einigung mit der Stadt Moers, aber zwischen den Zeilen ist ziemlich deutlich zu lesen, dass die DAH1 sagt, dass sie so oder so das Grundstück bekämen. Für mich wäre das eine Situation in der ich mich wehren würde, denn gefühlt ist es für mich Erpressung. Also nicht unähnlich der Situation in der sich die Bevölkerung in der Nähe zu den Tagebauten befindet.

Es käme wohl darauf an zu belegen, dass die Deponie nicht dem Allgemeinwohl diene. Dies ist nach meiner Einschätzung der Fall. Denn günstige Deponien verhindern das Recycling von Bauschutt. Zugleich ist es oft günstiger ein Gebäude abzureißen, als diesen zu erneuern. Dadurch werden unnötig Ressourcen verschwendet.

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Autofahrende verweisen auf Radfahrende, die etwas falsch gemacht haben – #Whataboutism #Automord #Verkehrswende

Eine beliebte Ausrede, welche Verkehrskriminelle auf vier Rädern gerne benutzen, wenn deren Delikte kritisiert werden, wird immer wieder auf Radfahrende verwiesen, die sich angeblich auch falsch verhalten würden.

Mal abgesehen davon, dass es mehr als peinlich ist, auf das angebliche Fehlverhalten anderer abzustellen, um das eigene Fehlverhalten zu begründen, ist es oft auch falsch. Von meiner Erfahrung her kennen viele Autofahrende die Rechte und Pflichten von Radfahrenden gar nicht. Oft ist ja nicht einmal der Mindestabstand bekannt geschweige denn der Dooringabstand. Wie wollen die da beurteilen, was richtig und falsch ist.

Und natürlich kann man nicht mit dem Fehlverhalten andere begründen, dass man selber etwas falsch macht. Um es mal auf die Spitze zu treiben, könnte man bei Automorden, wie etwa illegale Rennen, ja sonst auch einfach sagen, auch andere ermorden Menschen. Etwa Auftragskiller. Dann könnte man sich natürlich noch darüber beschweren, dass die Auftragskiller dafür wenigstens bezahlt werden, während dies bei Automorden gar kein Geld gäbe, sondern sogar noch Schäden am Auto verursachen würde.

Ich werde jedenfalls weiterhin Verkehrskriminelle, die Menschenleben gefährden anzeigen.

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#Klimaschutz: Eine Zukunft für den Hambacher Wald – #hambibleibt #Leidentscheidung #Laschet

Pressemitteilung der Klima-Allianz Deutschland

EINE ZUKUNFT FÜR DEN HAMBACHER WALD

Kritik an Entwurf der Braunkohlenleitentscheidung / Forderung nach „Hambi“-Rückkauf und besserem Schutz durch Wiedervernetzung / „Bürger*innenregion Hambacher Wald“ etablieren

Düsseldorf | Im Vorfeld der von der Landesregierung NRW geplanten zweiten so genannten Dialogveranstaltung zur neuen Leitentscheidung Braunkohle im Rheinischen Revier kritisieren Vertreterinnen und Vertreter von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Wissenschaft die geplanten Festlegungen für den Tagebau Hambach. Die Regelungen seien unzureichend, dauerhaften Schaden vom Hambacher Wald und den übrigen Bürgewäldern abzuwehren und Perspektiven für einen ökologischen Strukturwandel der Region zu eröffnen.

„Armin Laschet feiert sich selbst als Retter des Hambacher Waldes, will aber keine sicheren Grundlagen für dessen dauerhaften Erhalt und eine ökologische Vernetzung aller Restwälder schaffen“, kritisiert Dirk Jansen, NRW-Geschäftsleiter des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Es ist ein Unding, dass Laschet weiterhin bis auf 50 Meter an den Waldrand heranbaggern lassen will.“ Die Waldfunktionen könnten nur langfristig gesichert werden, wenn eine Vernetzung mit den anderen Waldbereichen (Merzenicher Erbwald, Steinheide) ermöglicht werde. „Dies setzt aber voraus, dass die geplante Gewinnung von Abraummassen östlich des Hambacher Waldes zur Verkippung im Restloch unterbunden wird. Die Verinselung des Hambi
muss gestoppt werden“, so Jansen. Ferner müssten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die Hambacher Wälder zum Kern eines revierweiten Biotopverbundsystems zu machen.

Die Restflächen der so genannten Bürgewälder im Bereich des Braunkohlenplans Hambach umfassen eine Fläche von etwa 650 Hektar. Sie weisen große Bestände des eigentlich europarechtlich streng geschützten Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwaldes auf und sind Lebensraum für viele geschützte Arten. „Statt zu reden, muss Laschet jetzt endlich handeln“, fordert Jansen. „Wir erwarten, dass die Landesregierung den Wald jetzt von RWE zurückkauft, ihn in eine Stiftung überführt und umgehend zur Ausweisung als europäisches FFH-Schutzgebiet vorschlägt.“

Die Leitentscheidung trägt zur weiteren Verschlechterung des Zustandes des Hambacher Waldes bei, zeigt ein von der Klima-Allianz Deutschland beauftragtes Gutachten von Prof. Dr. Pierre Ibisch, Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). „Der nachhaltige Schutz des ökologisch-wertvollen Hambacher Waldes wurde im Kohlegesetz auf Bundesebene festgelegt. Er ist zugleich ein wichtiges Zeichen für einen Kohleausstieg in Übereinstimmung mit dem Paris-Abkommen. Die Landesregierung darf sich nicht aus der Verantwortung für den Erhalt des Hambacher Waldes stehlen“, sagt Jasmin Ziemacki, Expertin für Kohlepolitik bei der Klima-Allianz Deutschland. „Sie kann den Hambacher Wald nicht erhalten, wenn der Restwald in Insellage
zwischen Tagebau und Kiesgruben sowie landwirtschaftlichen Flächen verbleibt“, so Ziemacki.

„Die Rekultivierung von Tagebau- und Abgrabungsflächen durch Bepflanzung und Wiederbewaldung könnte schon nach einigen Jahren eine substanzielle Kühlung der Landschaft erzielen. Hierbei handelt es sich um eine ohnehin in der Kölner Bucht dringend benötigte Maßnahme der ökosystembasierten Klimawandelanpassung“, so Prof. Dr. Pierre Ibisch, Direktor des Centre for Econics and Ecosystem Management der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Laut Ibisch sollte die Leitentscheidung Maßnahmen zum Schutz des Hambacher Waldes konkretisieren. Insbesondere die geplante Massengewinnung im Umfeld des Waldes gefährdet seinen dauerhaften Erhalt und macht ihn anfälliger gegenüber Hitze- und Trockenstress in der Zukunft. „Bei
der Erarbeitung der Leitentscheidung ist offenkundig keinerlei landschaftsökologische Expertise eingeflossen“, so Ibisch weiter. Vielmehr müsse die Leitentscheidung die Anpassung an die sich rasch verändernden Klimabedingungen mit potenziell katastrophalen Konsequenzen für die Funktionstüchtigkeit von Ökosystemen thematisieren und strategische Maßnahmen entwerfen.

„Der Hambacher Wald ist das Symbol für den Wandel im Rheinischen Revier. Er entfaltet seine Strahlkraft weit über die Region hinaus und sein dauerhafter Erhalt ist wichtig: sowohl für den sozialen Frieden als auch die Gestaltung nachhaltiger Zukunftsperspektiven für die Kommunen Merzenich und Kerpen. Wir können uns keine weiteren Flächenverluste mehr leisten und brauchen Planungssicherheit, denn der Strukturwandel findet jetzt statt“, sagt Antje Grothus, Gründungsmitglied der Initiative Buirer für Buir. „Deshalb braucht die Region um den Hambacher Wald auch jetzt das klare Signal der Landesregierung, dass keine Flächen jenseits der von RWE aufgeschütteten Wälle mehr zerstört werden.“ Grothus fordert, dass die
bergbauliche Abraumgewinnung sowie Kiesgrubenerweiterungen und -neuaufschlüsse ausgeschlossen werden. Die Gebäude in Manheim und Morschenich, aber auch die die alte Trasse der Autobahn A 4 müssten einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden.

„Der Raum zwischen der Steinheide im Nordosten und dem Merzenicher Erbwald im Südwesten ist prädestiniert um als Bürger*innenregion Hambacher Wald den Strukturwandel erfahrbar zu machen und die Talente des Raumes gemeinsam zu heben“, ergänzt das ehemalige Mitglied der Kohlekommission. Diese Talente lägen in der durchgehenden Waldvernetzung für Naherholung und Klimaschutz, ebenso wie in touristischer und landwirtschaftlicher Nutzung. In Wandelwerkstätten müssten beide Kommunen gemeinsam mit der Bürgerschaft und Zivilgesellschaft Leitbilder und den zurückgewonnenen Raum entwickeln, denn Strukturwandel sei eine Gemeinschaftsaufgabe.
Einhellig ist die grundsätzliche Kritik der Verbände und Initiativen an der Braunkohlen-Leitentscheidung. Dieser fehle nicht nur die erforderliche Ausrichtung am Pariser 1,5°-Klimaschutzziel und damit einer gesellschaftsübergreifenden Legitimität, sie erschwere durch die vagen Ausführungen zu Wald und Dörfern auch die Wiederherstellung des sozialen Friedens in der Region.

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Mit Mundspülung gegen #Corona – #Covid19

Eine Fachzeitschrift (J Infect Dis, 2020 Sep, 14;222(8):1289-1292) berichtete darüber, dass Mundspülungen die Viruskonzentration im Mund vorübergehend senken können.

Dies bietet sich insbesondere bei zahnmedizinischen Untersuchungen bzw. Behandlungen an, um das Übertragungsrisiko zu mindern. Dafür müssten die Patienten vor der Behandlung mit einer entsprechenden Mundspülung gurgeln.

Bemerkenswert finde ich auch, dass als Hauptquellen für das Virus der Rachen und die Speicheldrüsen genannt werden. Da wundert es wenige, dass Tröpfchen/Aerosole als Hauptüberträger gelten, denn das Aerosol entstehe schließlich aus der Flüssigkeit im Mund, die wiederum Speichel ist.

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#Duisburg: Mindestbreite Gehwege ohne parkende Fahrzeuge – #Verkehrswende

Da ich einige Stellen im Stadtgebiet kenne in denen Autos auf dem Gehweg parken, wo es extrem eng wird, wollte ich mal wissen, wie das in Duisburg geregelt ist. Wie üblich habe ich über Frag den Staat gefragt, da die Antwortsdisziplin dort etwas besser ist, als per direkter Mail.

Nachfolgend der relevante Abschnitt aus der Antwort

Aufgrund eines Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2002 wird das „einhüftige“
Gehwegparken im Stadtgebiet Duisburg toleriert, soweit keine Behinderung
für andere Verkehrsteilnehmer*innen vorliegt. Von einer Behinderung
anderer Verkehrsteilnehmer*innen ist auszugehen, wenn die verbleibende
Restgehwegbreite weniger als ca. 1,20 m beträgt.

Vermutlich liegt hier ein Tippfehler vor, denn im Beschluss steht 1,5 m und das auch nur an den Stellen, wo bereits vorher derartiges Parken toleriert wurde.

Auf jeden Fall wäre bei einigen Straßen zu hinterfragen, warum da Autos so rumstehen, wie sie es tun. Denn die notwendigen fünf Gehwegplatten stehen dort nicht zur Verfügung. (Hinweis: Gehwegplatten sind oft 30 x 30 cm).

Mir fällt hier in Rheinhausen etwas die Kreuzstraße ein, wo die Autos teilweise viel zu wenig Platz lassen. Manchmal nicht einmal 90 cm. Da werden sich wohl einige demnächst auf Knöllchen freuen dürfen.

Beispielbild Gehwegparken

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#Duisburg: Wählerbeschiss von Benedikt Rommeler und #CDU? – #Amthor #Amthorgate #Mogelpartei

Im Duisburger Süden hat sich laut NRZ ein Benedikt Rommeler für die dortige Bezirksvertretung aufstellen lassen bei den Grünen und ist noch vor dem Wahltag zur CDU gewechselt. Das Mandat ist durch die Liste personenbezogen und ging somit anstatt an die Grünen an die CDU.

Rechtlich scheint das legal zu sein.

Aber moralisch ist das absolut verwerflich.

Die CDU hat hier bewusst jemanden aus einer anderen Partei, der zu Wahl stand aufgenommen. Das die CDU dies nicht vor dem Wahltag wusste ist ausgeschlossen, schließlich können alle antretenden im Amtsblatt eingesehen werden.

Benedikt Rommeler mag aus persönlicher Überzeugung gehandelt haben. Vielleicht ist aber auch bereits mit der Idee bei den Grünen eingetreten und später zu wechseln. Wer weiß dass schon genau. Anstand ist auf jeden Fall etwas anderes. Da wir Wählenden bei den Bezirksvertretungen nur Listen wählen, geht es primär um die Partei. Hätte er auf das Mandat verzichtet wäre alles kein Problem gewesen. Das hat er aber nicht. Jetzt vertritt er CDU-Meinung, die ja bekanntlich erheblich von der Grundeinstellung der Grünen abweicht. Ein wenig muss ich bei so einem unmoralischen Vorgehen an Amthor (CDU) denken.

Der CDU ging es offensichtlich darum zusätzlich Mandate zu gewinnen. Das ist unanständig. Das ist demokratieschädigend und mir unverständlich. Sind bei der CDU so auf Macht versessen, dass die keinen Anstand zeigen? Ist zwar nur eine BV, aber der Zeitpunkt und die Art sagt für mich sehr viel über den moralischen Kern der CDU.

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#Duisburg weitet Maskenpflichtzonen aus – #Verkehrsdiskriminierung #Corona #fahrradfeindlich #Verkehrswende

Mit Amtsblatt 48 gab die Stadt Duisburg erweiterte Maskenpflichtzonen bekannt.

Einerseits sehe ich natürlich eine Notwendigkeit für Maßnahmen, anderseits komme ich nicht umhin das beschlagen meiner Brille festzustellen, als ich probeweise eine Maske im Freien trug. Dies wird mit sinkenden Temperaturen sicherlich noch zunehmen. Dies war der Fall trotz Nasenbügel und lässt sich nicht verhindern. Beim Test war ich zu Fuß unterwegs und ich konnte einigermaßen alles erkennen. Bei Verkehrsmitteln ist das nicht möglich. Und wenn ich darüber nachdenke, dürfte das auch in Schulen schwierig sein.

Im Auto am Steuer ist das Tragen unzulässig, weil es die Sicht behindern könnte. Gleiches gilt in meinen Augen auch für Radfahrende. Zu diesen Punkten steht allerdings nichts im Amtsblatt. Hier besteht ein erheblicher Widerspruch zur StVO. Zumindest für Radfahrende und den motorisierten Verkehr ist Allgemeinverfügung nicht gültig, weil eine Verkehrsgefährdung entsteht. Und Radfahrende zum Absteigen zu zwingen wäre ebenfalls unzulässig.

Ferner fehlt eine Beschilderung. Warum ist Duisburg hier so lahmarschig?

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Bekanntmachung der Entscheidung über den Genehmigungsantrag Smurfit Kappa Zülpich Papier GmbH – #Braunkohle #Klimaschädling #RWE #endcoal #hambbibleibt

Mit Amtsblatt 42 verkündet die Bezirksregierung Köln u.a., dass der Klimaschädling weniger Braunkohle verbrennen darf.

Vielleicht braucht es auch hier mehr Aufmerksamkeit für ein Unternehmen, damit dieses motiviert wird aus Braunkohle auszusteigen.

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#Duisburg: Dooringparkplätze in Ruhrort – #fahrradfeindlich

Vor einigen Wochen war ich in Homberg und hatte da Parkende auf dem Gehweg ohne Erlaubnis, direkt rechts neben einem Radweg. Vor kurzem sah ich dann in Ruhrort Autos rechts neben dem Radweg. Hier allerdings mit Parkverpflichtungsschild.


Das Foto entstand an der Ampel Bergiusstraße Ecke Hafenstraße in Ruhrort, ist aber nicht die einzige Stelle, wo so geparkt wird.

Wie kann die Stadt Duisburg allen ernstes solche lebensgefährlichen Parkplätze erlauben? Wie kann es sein, dass man unmittelbar neben dem Radweg parken erlaubt und dadurch eine massive Dooringgefährdung erzeugt? Auf der Straße ist dicker Verkehr und wenn eine Tür aufgeht liegt man unter dem LKW oder Auto. Es ist pures Glück, falls es noch keine Tote gegeben hat.

Ich habe der Stadt deshalb geschrieben und um Beantwortung folgender Frage gebeten: Welche Maßnahmen wird die Stadt hier jetzt zum Schutz des Radverkehrs ergreifen, um diesen grob fahrlässigen Zustand abzustellen?

Falls es da jetzt also Tote oder Verletzte geben sollte, gehen diese auf das Konto der Stadt Duisburg.

Ich habe zudem davon abgeraten mir mit „Parkdruck“ zu kommen. Die passende Antwort darauf wäre ganz simpel Parkraumbewirtschaftung.

Und auf dem Weg habe ich dann noch bemerkt, dass am Ende der Karl-Lehr-Brücke alles auf den Autoverkehr fokussiert ist. Der Kreisverkehr dort ermöglicht keine brauchbare Nutzung für den Radverkehr. Mit dem Fahrrad hat man keine adäquate und sichere Führung, um in Richtung Innenstadt weiter zu fahren.

Duisburg ist echt … lebensgefährlich.

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Spruch zum Sonntag – #spruchzumsonntag #sex

Das größte Problem mit Sex ist, dass manche damit ein Problem haben.

(Ulrich Scharfenort, 23.01.2019)

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Analyse Fehlfahrten von LKW Rheinhausen/Hochfeld – #Logport #Duisport

Da die Stadt Duisburg bisher keine Verkehrsstromanalyse durchgeführt hat, nachfolgend der Versuch einer Herleitung und logischen Ableitung von Ursachen für einzelne Probleme. Da von Seiten gewisser Stellen immer wieder behauptet wird, dass eine verlagerte Osttangente eine Lösung wäre zudem geprüft ob das Problem durch diese Veränderung gelöst werden kann.

Logport-Probleme RheinhausenUrsachen-AnalyseDuisportKann eine verlagerte Osttangente das Problem lösen? Alternative.
Parken in den zu kleinen Parkbuchten Logport IFehlender LKW-Hof.
Das Parken könnte auch dazu führen, dass LKW andere Routen nehmen, weil sie diese Engstellen nicht oder möglichst wenig befahren wollen.
Duisport hat das Talke-Grundstück lieber an Fressnapf vergeben, als hier einen LKW-Hof zu errichten.Keine Änderung U.U. sogar noch mehr Verkehre durch Wohngebiete, bei unzulässiger Straßenverengung als Ursache.
Campieren von LKW an diversen Stellen in RheinhausenFehlender LKW-HofDuisport hat das Talke-Grundstück lieber an Fressnapf vergeben, als hier einen LKW-Hof zu errichten.Keine Änderung
Vermüllung und VerscheißungFehlender LKW-Hof mit sanitären EinrichtungenDuisport hat das Talke-Grundstück lieber an Fressnapf vergeben, als hier einen LKW-Hof zu errichten.Keine Änderung
Fehlender Ausbau Rasthof GeismühleDer fehlende Ausbau des Rasthofes Geismühle an der A57 vor der LN473 würde zwar mehr Parkplätze bieten, hätte aber wahrscheinlich keinen Einfluss auf das Parkgeschehen vor Ort in Rheinhausen, weil zu weit entfernt.Land ist verantwortlich und Haupteigentümer von Duisport.Keine Änderung
Verbotswidrige Fahrten durch Friemersheim (Logport I und III Verbindung)Möglicherweise Abkürzung, trotz der Engstellen. Möglicherweise schlechtes Navi oder fehlerhafte Beschilderung.Keine Aktivität erkennbar.Keine Änderung
Verbotswidrige Fahrten durch Friemersheim (Fahrten von L473 zu Logport I)Unbekannt. Möglicherweise Navi oder falsche Beschilderung.Keine Aktivität erkennbar.Keine Änderung
Fahrten über Asterlager Straße von A40-Abfahrt HombergUnbekannt, warum LKW-Fahrende diesen Umweg nehmen. Die Strecke von der Abfahrt Häfen über die bestehende Osttangente ist vom Weg her kürzer. Von Westen kommend wird eher die Abfahrt Rheinhausen genommen. Entweder ist die Abfahrt Häfen untauglich bzw. der Weg optimierungsbedürftig oder das Navi taugt nichts.Trägt nicht zur Lösung bei.Optimierung bestehender Infrastruktur und von Navigationsangeboten sinnvoller. Zudem ist Lenkung notwendig.
Fahrten über A40-Abfahrt RheinhausenVon Westen kommend etwas kürzer als der Weg über die L473. Weniger Autobahnstrecke, also möglicherweise Mautvermeidung. Könnte aber auch am Navi oder unzureichender Beschilderung am Autobahnkreuz Moers liegen.Trägt nicht zur Lösung bei.Optimierung bestehender Infrastruktur/Beschilderung und von Navigationsangeboten sinnvoller. Zudem ist Lenkung notwendig.
… Weiterfahrt durch BergheimUnverständliche Route, da durch die vielen Kreisverkehr und Ampeln deutlich länger. Wahrscheinlich Beschilderung oder Navi.Trägt nicht zur Lösung bei.Optimierung bestehender Infrastruktur/Beschilderung und von Navigationsangeboten sinnvoller. Zudem ist Lenkung notwendig.
… Weiterfahrt über Moerser StraßeUnverständliche Route, da durch die vielen Ampeln umständlicher, hier muss die Ursache genauer erforscht werden. Wahrscheinlich Beschilderung oder Navi.Trägt nicht zur Lösung bei.Optimierung bestehender Infrastruktur/Beschilderung und von Navigationsangeboten sinnvoller. Zudem ist Lenkung notwendig.
Fahrten über die eigentlich gesperrte Friedrich-Ebert-Straße (Teilweise auch über Krefelder und Lindenallee zur Umgehung Blitzer)Die Ursache ist unbekannt, teilweise wird nur der Bereich von Stünning bis zur Krefelder Straße befahren und dann über einen Umweg bis zur Lindenallee. Vielleicht wird die A40 Ausfahrt Rheinhausen genutzt, aus Gewohnheit und dann nur dem Blitzer ausgewichen. Vielleicht fehlende Beschilderung, vielleicht Navi. Durch die vielen Ampeln sicherlich QuälereiTrägt nicht zur Lösung bei.Optimierung bestehender Infrastruktur/Beschilderung und von Navigationsangeboten sinnvoller. Zudem ist Lenkung notwendig.
Fahrten durch Hochfeld (Karl-Jarres-Straße, Rheinhauser Straße)Abkürzung von der Autobahn von A3 oder A59 kommend oder umgekehrt. Bereits heute wird die Abfahrt Häfen nicht genutzt.
Keine Änderung








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Warum #Luftreiniger wenig nützen – #Bildungabersicher #Corona #Covid19

Derzeit gibt es viele Stimmen, die auf Luftreiniger setzen. Insbesondere für Schulen wird das als Lösung aller Probleme angepriesen. Aber das stimmt leider nicht. Natürlich klingt so ein Versprechen erst einmal toll, das alles aus der Luft gefiltert würde. Das ist aber gar nicht der Fall.

Von der Wirksamkeit her gilt:
1. Abstand!
2. Maske
3. Hygiene
4. Lüften
Aller höchstens ergänzend Luftreiniger.

Der Grund für Abstand ist simpel. Die Aerosoltröpfchen haben unterschiedliche Größen. Der Abstand von 1,5 m reduziert das Risiko des Kontakts mit großen Aerosoltröpfchen. Denn diese Tröpfchen sinken aufgrund der Größe so schnell zu Boden, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Radius von 1,5 m bleiben. Da größere Tröpfchen mehr infektiöses Material enthalten, verringert sich die Ansteckungsgefahr erheblich.

Die Maske verringert als grober Filter die Tröpfchenzahl zusätzlich und hält diese fest. Deswegen ist auch eine saubere Maske und regelmäßiger Wechsel wichtig.

Eine Schmierinfektion ist auch möglich, deswegen ist es wichtig die Hände zu reinigen, damit man nicht sich selbst oder andere kontaminiert. Daraus resultiert die Hygiene.

Zum Verständnis muss ich etwas weiter ausholen. Egal ob feste oder flüssige Partikel, diese sinken in Abhängigkeit der Größe und Dichte unterschiedlich schnell zu Boden. Z.B. bei einem Durchmesser von 50 µm braucht ein Staubteilchen aus 1 m Höhe 0,2 min und bei einem Durchmesser von 1 µm steigert sich der Wert auf 417 min. Gut dargestellt wird dies in diesem Vortrag (letzte Folie im PDF) der BAUA.

Die kleineren Tröpfchen schweben also sehr lange im Raum. Dass Infektionsrisiko ist hier geringer, aber natürlich vorhanden. Denn je länger man exponiert ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion. Um die kleinen Teilchen aus dem Raum zu bekommen ist Lüften wichtig. Dabei wird die Luft mit Tröpfchen gegen Luft von außerhalb ausgetauscht. Bei einer Lüftungsanlage geschieht das kontinuierlich, ansonsten ist Stoßlüftung nötig.

Jetzt werden uns überall die Luftreiniger angepriesen als Allheilmittel. Dabei ist die Wirksamkeit gering. Natürlich kann so ein Luftreiniger kleinere Tröpfchen ansaugen und reinigen durch einen Filter, wenn es denn der richtige Filter ist. Die Größeren werden aber nur in unmittelbarer Nähe vom Gerät eingesaugt. Wäre ein Tröpfchen 10 µm und ein anderes 1 µm, so würde das um den Faktor 10 kleinere Teilchen durch den Ansaugdruck um den Faktor 10 stärker zum Luftreiniger beschleunigt. Das heißt ohne Abstand zwischen Personen müsste direkt neben jeder Person so ein Gerät stehen, da ansonsten nur die wesentlich kleinere Tröpfchen überhaupt vom Gerät erfasst würde, bevor sie zu Boden sinken. Am Risiko bei zu geringen Abstand ändert sich also mit einem Luftreiniger, der mitten im Raum steht oder in einer Ecke kaum etwas. Zudem sind die Dinger laut, erzeugen teilweise sogar noch Schadstoffe und kosten viel Strom. Davon abgesehen wird die Beschaffung eher schwierig sein.

Deshalb beurteilt auch die BAUA, dass solche Geräte Lüften nicht ersetzen können und gibt zahlreiche Hinweise zum Infektionsschutzgerechten Lüften.

Bei den Produktbeschreibungen der Geräte stehen wenig Details, wie gut die Filterleistung in bestimmten Größenbereichen ist. Meist wird nur angegeben, wie viel Luft durch den Luftreiniger gesaugt. Kleinere Tröpfchen werden so sicherlich irgendwann erwischt. Die Größeren bleiben im Umfeld der Infektionsquelle.

Das ist im Prinzip vergleichbar mit einem Staubsauger, der kleinere Partikel gut ansaugt, aber je größer diese werden, desto schwerer wird das und desto kürzer ist die Entfernung über die angesaugt wird. Einfach mal selber testen mit Tischtennis-, Tennis- und Fußball.

Wenn also immer wieder behauptet wird, dass Schulen ohne Abstand Präsenzunterricht machen könnten, wenn man Luftreiniger hätte, dann stimmt das nur insofern, dass alle im Raum ihren eigenen Luftreiniger haben. Ein ziemlich teurer Unsinn. Selbst mit einem Luftreiniger im Raum ist also die Unterschreitung des Abstands nicht tragbar. Besonders nicht über längere Zeit.

Deutlich sinnvoller wären hier Trennwände, welche den Abstand erhöhen indem zwischen den Personen einen Barriere errichtet wird. Das heißt viel Aerosol kann die Barriere gar nicht überwinden. Es dürfte auch günstiger sein Acrylglaswände zu beschaffen.

Einige Luftreiniger erzeugen auch Schadstoffe. Etwa wenn UV-C-Licht verwendet wird. Dieses kann schädliche Chemikalien erzeugen, also der Gesundheit sogar noch schaden. Deshalb rät die BAUA auch von dieser Methode vollständig ab.

Fazit Luftreiniger sind teurer Quatsch, die primär psychologische Wirkung haben, aber nicht wirksam schützen, wenn man nur ein Gerät aufstellt.

Zum Thema Lüften sei noch auf diesen Beitrag verwiesen, wie unsinnig CO2-Ampeln sind, weil es auch wesentlich einfacher und günstiger geht.

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#Duisburg und das Geheimnis der mysteriösen Dokumente – #Klimaschutz #Osttangente #Duisport #Logport

Ich habe aufgrund der Thematisierung durch die Parteien und regelmäßigen Erwähnung einer Studie, einer Umweltverträglichkeitsprüfung oder einem ähnlichem Dokument u.a. bei der Stadt Duisburg nachgefragt.

Die Stadt Duisburg konnte mir nur die angehängte Umweltverträglichkeitsstudie für die heute bestehende Osttangente zum Marientor zukommen lassen. Soweit ich das gesehen habe, kommt die Verlagerung der Osttangente von Hochfeld den Rhein entlang zur A40 nicht darin vor.

Auch der Bezirksregierung Düsseldorf liegt nichts vergleichbares vor.

Ist doch seltsam, dass so viele behaupten es gäbe etwas, aber die Behörden wissen nichts davon. Die Stadt Duisburg hatte Bauunterlagen für die Straßen von Logport I von 2000, in die ich Einblick nahm, also wenn ein Dokument von 2007 oder so existieren würde, müsste es da eigentlich vorliegen. Und auch die Bezirksregierung hat m.W. ein sehr weit zurück reichendes Archiv.

Mindestens ebenso Mysteriös sind die angeblichen Vorgaben für die Straßenbreite von Logport I, die auch heute immer noch Probleme macht. Denn auf den dafür zu schmalen Parkplätzen parken LKW und die enge Straße tut ihr übriges für LKW, die nicht vernünftig durchkommen. Hier wird auch immer wieder behauptet, dass es da Vorgaben gegeben hätte. Ich konnte diese trotz intensiver Suche nicht finden. Ist wohl eine Schutzbehauptung von Duisport, damit man nicht auf die Idee kommt, dass man enger geplant hat, damit man mehr Pachtfläche für Logport I hat.

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Per Klage den Umweltschutz zum Schweigen bringen? – #Südtirol #Apfel #Pestizid #Streisandeffect

Pressemeldung des Umweltinstituts:
Dem Geschäftsführer des Münchner oekom verlags droht Anklage wegen übler Nachrede in Südtirol

Der absurde Vorwurf: Jacob Radloff hat ein Buch verlegt, das durch Kritik an Pestizideinsatz angeblich dem Ansehen der Südtiroler Landwirtschaft schadet.

Am 22. Oktober wird am Bozner Landesgericht darüber verhandelt, ob auch gegen den Geschäftsführer des Münchner oekom verlag, Jacob Radloff, Anklage erhoben wird. Radloff verlegte im Jahr 2017 Alexander Schiebels Buch „Das Wunder von Mals“, wegen dem Schiebel im Januar 2021 vor Gericht gestellt wird. Der Vorwurf gegen Radloff lautet „Mittäterschaft beim Verbrechen der üblen Nachrede“.

Die Staatsanwaltschaft Bozen hatte zunächst nach zwei Jahren Ermittlungen gegen Jacob Radloff die Einstellung der Anzeige beantragt. Landesrat Schuler legte jedoch Widerspruch ein, weshalb nun am 22. Oktober im Gericht in Bozen darüber verhandelt wird, ob Anklage erhoben wird oder nicht und ob ggf. weitere Ermittlungen gegen Radloff stattfinden.

Radloff: „Es darf nicht sein, dass sich haltlose Klagen gegen Publizist*innen als Mittel etablieren, um unliebsame Kritik zum Schweigen zu bringen. Weder Autor*innen noch unabhängige Verlage wie wir haben die finanziellen Ressourcen für Anwalts- und Prozesskosten, um sich in aufwändigen Verfahren gegen derartige Anschuldigungen zu wehren. Natürlich besteht die Gefahr, dass – allein aus dem ökonomischen Zwang heraus – schon vorher die Schere im Kopf ansetzt und unbequeme Aussagen vermieden werden. Das hätte einen massiven Einschnitt für freiheitliche Demokratien zur Folge“. Für die Beklagten und ihren vertretenden Rechtsanwalt Nicola Canestrini handelt es sich bei den Klagen und Strafanzeigen um einen klaren Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Neben der Frage, ob Jacob Radloff angeklagt wird, steht am Donnerstag auch zur Verhandlung, ob gegen weitere Mitglieder des Umweltinstituts in München Anklage erhoben wird. Der Verein führte in 2017 eine öffentlichkeitswirksame Kampagne zum Pestizideinsatz in Südtirol, die Anzeigen gegen Agrarreferenten Karl Bär und aktive wie ehemalige Vorstandsmitglieder zur Folge hatten.

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Klimaversicherung für Landwirtschaft? – #Klimaschutz #Subventionsplanwirtschaft

Dreist, dreister, Bauernverband.

Dieser fordert doch allen ernstes eine Klimaversicherung für die Landwirtschaft, wegen Dürren und so weiter, bezahlt von der Allgemeinheit. Das wäre so als würde die Kohleindustrie eine Versicherung gegen CO2-Ausstoß fordern.

Die Landwirtschaft ist Quelle zahlreicher Klimabelastungen, die bisher nicht einmal zu Zahlungen verpflichten (Subventionen auf Kosten der Umwelt). Dazu kommen noch die diversen anderen Umweltbelastungen, wie Gülle im Grundwasser, Eutrophierung von Gewässern, Artenschwund, Bienenvergiftung. Jetzt fordert man oben drauf noch einen Bonus?

Das ist durch nichts gerechtfertigt. Die Klimaerwärmung bzw. Dürren werden von der Landwirtschaft mit verursacht, dann können die auch für die Kosten aufkommen. Und falls dann umweltschädliche Fleischproduktion teurer wird, dann ist vielleicht mal Schluss mit Billigfleisch.

Diese Planwirtschaft durch klimaschädliche Subventionen (Subventionsplanwirtschaft) in Deutschland verstößt gegen die Verfassung.

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#Duisburg: Baumüll-Deponie Lohmannsheide ab 26.10. Offenlage – #Klimaschutz #Baerl #Moers

Mit Amtsblatt 43 bekanntgegeben:
Offenlage im Planfeststellungsverfahren für eine Baumülldeponie Lohmannsheide in Duisburg-Baerl

Die DAH1 GmbH (ein Unternehmen der AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH und der RAG Montan Immobilien GmbH) beantragte am 29.04.2020 die Durchführung eines abfallrechtlichen Planfeststellungsverfahrens

Die Steinkohlebergehalde Lohmannsheide (Gutenbergstraße, 47199 Duisburg) nicht bis zum geplanten Endausbau verfüllt, deshalb will die DAH 1 dort eine Deponie der Deponieklasse I betreiben.

Offenlage: 26.10.2020 – 25.11.2020
Einwendung: 26.10.2020 – 28.12.2020
Orte:
1. Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement, Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 (Eingang Moselstraße), 47051 Duisburg, Raum 24
2. Bezirksrathaus Homberg, Bismarckplatz 1, 47198 Duisburg, Raum 10
3. Internet

Form der Einwendung schriftlich mit Unterschrift. Zu Details siehe Amtsblatt

Ich werde auf jeden Fall eine Einwendung verfassen und je nach Zeit, als Entwurf oder vollständig veröffentlichen.

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#Lügport: Angebliche Arbeitsplätze – #Duisport #Logport #jobwashing

Gerne behauptet Duisport, dass durch deren flächenfressenden Hallen neue Arbeitsplätze entstünden. Etwa im Zusammenhang mit der Landmarke Tiger & Turtle. Wo eine Halle den Blick aus einer Richtung verhindert. Natürlich kann man das Kunstwerk von weiter weg noch sehen, aber der Hügel, der als Umgebung Teil des Kunstwerks ist, ist nicht mehr sichtbar. Dabei ist es ja gerade der Kontrast zwischen der geschwungenen Metallkonstruktion und dem begrünten Hügel, welche zusammen die Gesamtwirkung entfaltet.

Hier hat die Stadt bzw. die Politik mal wieder versagt, aber auch Duisport kann sich nicht rausreden, dass es Arbeitsplätze bringen würde. Es sind nur wenige Arbeitsplätze pro sehr viele Quadratmeter, deutlich weniger als Büroarbeitsplätze. Noch dazu sind viel nicht besonders gut bezahlt.

Die reine Anzahl sacht nichts darüber wie viele Arbeitsplätze im Vergleich hätten entstehen können. Etwa, wenn man einen Parkplatz mit Touristenangebot errichtet hätte. Souvenierstand, Verpflegung, Übernachtung, Erhöhung der Touristenattraktivität also auch Arbeitsplätze in Hotels. Es gibt halt kein Arbeitsplatz“wachstum“ ohne das woanders Arbeitsplätze verlorengehen. Zudem wächst Duisport zu sehr in die Breite und zu wenig in die Höhe.

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