Die CDU hat sich nun in einem Artikel der Rheinischen Post zur Grundsteuer geäußert. Die CDU bekennt sich in dem Artikel klar dazu, wohnen für die Bevölkerung in Duisburg teurer zu machen. Das ist zumindest mal eine klare Haltung, wenngleich die Begründung der gleiche Unsinn ist, wie der Inhalt der Drucksache der Stadt Duisburg.
Die CDU beruft sich hier auf ein Urteil, was nicht einmal rechtskräftig ist und argumentiert mit einem finanziellen Risiko, was in der Drucksache nicht fundiert beziffert wird. Und wenn ab wann diese Risiko überhaupt bestünde, denn einfach so gegen einen rechtskräftigen Grundsteuerbescheid klagen geht nicht.
Im Artikel wird so getan, als würde die Erhöhung des Hebesatzes für Wohnen nur für viele eine Erhöhung bedeuten, dabei tut es dies für alle, die Wohnen und nicht nur wenn es um Eigentum geht, sondern auch bei Mieten. Und dann auf das Bundesverfassungsgericht zu verweisen, weil diese angeblich eine aufkommensneutrale neue Grundsteuer verlangt hat. Ich kenne das Urteil jetzt zwar nicht, aber bin mir ziemlich sicher, dass ich das nichts zum Thema aufkommensneutral finden werde. Es ging bei dem Urteil nur darum, dass Gebäude gerecht besteuert werden und nicht mit uralten Bewertungen, welche Neubauten deutlich teurer machen, als gleichwertige Altbauten. Wobei selbst wenn sich dort etwas zu „aufkommensneutral“ finden würde, steht es den Kommunen frei die Grundsteuer zu senken und andere Einnahmequellen zu erschließen, die man beharrlich ignoriert.
Statt die Rechtsprechung abzuwarten, will man lieber erst einmal hohe Wohnkosten verursachen zu Gunsten der Wirtschaft. Die CDU behauptet noch dazu, dass deren Vorgehen verantwortungsvoll wäre. Wenn man sich wie die CDU nicht einmal fundiert informiert, kann man auch keine verantwortungsvollen Entscheidungen treffen.
Und dann behauptet die CDU, dass dies natürlich nur vorläufig wäre. Bei dem ganze popolistischen Mist, der aus dieser Partei kommt, kann man denen nicht trauen. Insbesondere bei solchen Aussagen. Man sieht dies ja sehr schön bei den ganzen Wahllügen von Merz.
Wenn nur SPD und CDU für den Vorschlag stimmen würden, käme dieser nicht durch. Wenn alle anderen Parteien vollzählig anwesend sind und dagegen stimmen würden, käme der Antrag definitiv nicht durch. Vielleicht versucht man es hier über eine geheime Abstimmung. Aber das könnte natürlich auch für SPD und CDU nach hinten losgehen. Denn wirklich überzeugende Argumente für die Grundsteuererhöhung gibt es derzeit nicht.
Wie bereits gesagt würde ich dies dann zum Anlass einer rechtlichen Prüfung nehmen, da eine derartige einseitige Belastung, während andere gar nichts zahlen und die Stadt Duisburg dabei sogar schädigen, aus meiner Sicht nicht tragbar ist. Deshalb würde ich mich auch wehren gegen eine Grundsteuererhöhung. Das Kostenrisiko ist zumindest in der ersten Instanz moderat und dann muss man mal sehen.


































