Anfang 2018 habe ich eine Petition zum Thema Kerosinsteuer eingereicht. Nach „nur“ bekam ich die Ablehnung aus der aktuellen Bundesregierung bzw. aus dem Bundestag, der ja denen dominiert wird.
Da man hier scheinbar mehrere Petitionen zusammengelegt hat, ist der Inhalt nicht sonderlich schlüssig. Gleichzeitig wird in der Antwort so getan als würde die Antwort meiner Petition gelten. Scheinbar ging es in den anderen Petitionen auch um einen einheitlichen Steuersatz für Benzin und Diesel.
Als Ausrede wird hier angeführt:
„Der niedrige Steuersatz für Dieselkraftstoff ist also historisch begründet, weil Dieselmotoren überwiegend gewerblich genutzt wurden (LKW und Arbeitsmaschinen) und der Steuersatz insofern auch ein gewerblicher Steuersatz war. Zum anderen sollte dadurch auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) dadurch gegenüber dem Individualverkehr begünstigt werden. Und nicht zuletzt wurde damit auch Anreize für die Entwicklung moderner Dieselmotoren im PKW-Bereich gesetzt.“
Diese Ansammlung von Ausreden für Billigdiesel ist natürlich nicht mehr aktuell, aber scheinbar will man das nicht anpassen. Und wenn man Dieselmotoren für MIV fördern wollte, stellt sich die Frage warum überhaupt. ÖPNV könnte man auch anders besser fördern, zumal ÖPNV heutzutage mehr und mehr weggeht von Diesel und auch einfach dadurch möglich gewesen wäre die Steuer für ÖPNV gar nicht zu erheben. In Anbetracht das LKW-Verkehr Brücken kaputt macht ist eine Bevorzugung in Hinblick auf Diesel nicht logisch.
Weiterhin behauptet man in dem Schreiben die höheren KFZ-Steuern würden den Preisvorteil beim Diesel ausgleichen, dabei wird die KFZ-Steuer unabhängig von der Fahrleistung erhoben. Diese Behauptung ist also völliger Unsinn.
Und zu Kerosin kommen nur wieder die übliche Ausrede in Hinblick auf internationale Verträge (die man kündigen könnte). Dann wird noch die Luftverkehrssteuer angeführt, die laut dem Schreiben für:
– Kurzstrecke 15,53 Euro/PAX
– Mittelstrecke 39,34 Euro/PAX
– Langstrecke 70,83 Euro/PAX
betragen soll.
Nach dieser Seite soll der Kerosinverbrauch auf der Landstrecke nach New York (6000 km) bei bis zu 3,7 L auf 100 km pro PAX liegen. Das heißt es werden insgesamt 233 L Kerosin bei einer vollen Maschine pro PAX verbraten. Das heißt etwa eine Steuer von gerade einmal 30 Cent pro Passagier, allerdings ohne weitere Besteuerung, die an der Tanke noch dazu kommt. Auf kurze Strecke liegt das Verbrauch höher und damit ist der Steuervorteil (die Subvention) größer.
Es ist ganz offensichtlich, dass die Bundesregierung klimaschädliches Verhalten weiterhin fördern will.
Die Sekundärkosten aus dem Flugverkehr, welche nicht konsequent erhoben werden, habe ich hier nicht eingerechnet.



































