Ausbeutung

Rohstoffe werden in NRW schon lange ausgebeutet. Sei es die Braunkohle, welche immer wieder für Ärger durch Vertreibung sorgt oder die Auskiesung. Die Auskiesung kann nicht nur gefährlich für die Bevölkerung werden, sondern stellt auch einen Raubbau an der Natur und Landschaft da, welche nach dem NABU zudem auch noch den Niederlanden zugute kommt, welche auf ihrem Land den Abbau stark eingeschränkt haben, um einen Raubbau an der Natur und nicht zuletzt auch an Nahrungsproduktionsmöglichkeiten zu verhindern. Wie ich gerade gelesen auf der NABU-Seite bedroht Auskiesung auch das Grundwasser, da die Schicht aus Erde und Sand als natürlicher Filter dient führt die Entfernung dieser Schutzschicht dazu, dass Verunreinigungen direkt ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser gelangen. Die Folge davon können sein, dass Trinkwasserbrunnen geschlossen werden oder das Trinkwasser aufwändiger aufbereitet werden muss. Alles in allem wird Trinkwasser dadurch teurer.

Ob, dies durch die von der schon seit geraumer Zeit, von Grünen geforderten Kiesabgabe kompensiert wird bezweifle ich. Denn ein Euro pro Tonne ist nicht viel. Wenn ich mir hier die Preise ansehen, welche so zwischen 10 und 15 Euro pro Tonne liegen, dann ist der Kieseuro nicht viel.
Ist ein Euro pro Tonne Kies nicht zu wenig, um einen signifikanten Umschwung zu erreichen? Was kostet denn zum Vergleich das Recycling? Und warum wird nicht auf den Export von Kies ein vielfaches geschlagen?
Jedenfalls ist die Kiesabgabe nun auch im Koalitionsvertrag gelandet und auf die Umsetzung bin ich dann mal gespannt.

Da dieser Euro bei der Verwendung in Deutschland natürlich an den Endverbraucher bzw. bei öffentlichen Bauten an den Steuerzahler weitergegeben wird ist klar. Ebenso, wie klar ist, dass dann noch die Umsatzsteuer draufgeschlagen wird.

Ein ganz anderer Raubbau am Steuerzahler ist die Atomenergie. Seit Jahrzehnten wird eine unrentable Energieform mit Steuergeldern subventioniert. Und dies wird auch weiterhin geschehen. Allein die Kosten für eine Endlagersuche und für die Polizeieinsätze bei Atommülltransporten laufen ständig weiter.
Nun kommt dazu noch die Milliarden-Klage der Energiekonzerne E.on, Vattenfall und RWE. Das haben wir der Atompolitik von CDU/CSU/FDP zu verdanken, die mit ihrer Laufzeitverlängerung und dem plötzlichen Ausstieg.
Wer also über steigende Strompreise jammert sollte mal überlegen was die 80 bis 200 Milliarden Euro Subventionen gekostet haben. Das sind ungefähr zwischen 100 000 und 200 000 Euro pro Einwohner Deutschlands auf die Steuerzahler runtergebrochen sind es sogar noch mehr. Da kann jeder sich ja mal überlegen, wieviel mensch schon für Atomstrom ausgegeben hat. Wobei ich nicht sicher bin, ob wirklich alle Kosten mit drin sind. Bei einem GAU würden die Betreiber nur wenig in der Haftung sein. Letztendlich zeigt sich hier mal wie teuer Atomkraft wirklich ist.

In Duisburg haben wir ja sogar unser eigenes Atomproblem in Form der Firma Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS). Welche Subventionen da stattfanden ist natürlich nicht klar. Ein Problem ist die Anlage aber weiterhin, nicht nur für die unmittelbaren Anwohner. Da wundert es mich nicht, dass die Anlage sich um die Akzeptanz in der Bevölkerung sorgt. Allerdings hat die GNS wohl immer noch nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Ich denke bisher gibt es die Anlage nur deswegen noch, weil die Mehrheit der Bevölkerung gar nicht davon weiß, was dort gemacht wird. Schön wäre es natürlich wenn an den Zäunen, Mauern und Toren das Radioaktivitätssymbol angebracht werden würde.
Interessanterweise scheint Deutschland aber doch ein Endlager zu haben denn nach dem Westen ist das Endlager der Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen. Und für die Vorbereitung hat die GNS jetzt die Erlaubnis bekommen. „Die Gesellschaft für Nuklear-Service in Duisburg-Wanheim darf eine Anlage zur „endlagerfähigen Konditionierung radioaktiver Abfälle“ in Betrieb nehmen“.

Wer den Umgang mit Radioaktivität nicht weiter dulden möchte und das auch zeigen will, hat am 30.06.2012 die Möglichkeit dazu. Um 5 vor 12 findet eine Demo dazu statt.

Wir rufen ALLE auf, am Samstag, dem 30.06.2012 um 5 vor 12 auf dem Parkplatz der Landmarke „Tiger and Turtle“ gegenüber der GNS in Duisburg – Wanheim, Ehinger Straße, einzutreffen.

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