Duisburg stirbt

Es war irgendwie absehbar, dass der „Leuchtturm“ am Innenhafen nicht klappen würde. Eurogate kommt nicht. Nachdem der Projektentwickler Kölbl & Kruse nicht die notwendige Vorvermietungsquote für das von Normanfoster entworfene Gebäude erreicht trat er vom Kaufvertrag zurück. Die Stadt Duisburg (in Person von Ralf Oehmke und Planungsdezernent Carsten Tum) will trotzdem weiter an diesem Leuchtturm festhalten. Und das, obwohl die Stadt durchs kaputt sparen und die Erhöhung der Hebesätze immer unattraktiver gemacht wird. Investoren werden natürlich auch vor eine Ansiedlung bzw. Investition auf die Rahmenbedingungen achten und da spielen die Finanzen auch eine Rolle.

Hier finde ich Weise Worte von Werner von Siemens passend: „Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“

Das der Projektentwickler von Eurogate zurück tritt zeigt, dass hier eine halbwegs seriöse Planung stattgefunden haben dürfte. Anders bei der Bahnhofsplatte. Angeblich hat sich die städtische Tochter Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft mbH (IDE) verrechnet. Allerdings habe ich da irgendwie Zweifel dran. Ich frage mich, ob hier vor dem Projekt nicht etwas schön gerechnet wurde, wie es vielerorts üblich zu sein scheint. Damit meine ich jene Projekt, die ganz „unerwartet“ teurer werden als fehlkalkuliert. Auch hier ist übrigens Ralf Oehmke der IDE-Geschäftsführer beteiligt.
Mensch Leute denkt doch einfach nach und macht erst einmal einen Parkplatz draus. Mir wäre eine schöne Bepflanzung zwar lieber aber bevor die Platte komplett ungenutzt verkommt ist doch so eine Zwischenlösung viel sinnvoller.

Die Einnahmen aus den Parkgebühren kann Duisburg gut gebrauchen. Schließlich droht Duisburg schon die nächste Belastung. Eine Belastung in Form von Lebensunterhaltskosten für Asylsuchende. Diese wurde seit Jahren nicht angepasst und jetzt könnte es deswegen zu Nachzahlungen kommen. Das Bundes- oder Landesebene die Kosten übernehmen ist unwahrscheinlich. Wieder einmal müssen die Kommunen für Lasten aufkommen, die von Oben aufgedrückt werden aber ungleich auf die Schultern verteilt werden.
Es bedarf endlich der Konnexität.

Aber nicht nur den Kommunen wurden Lasten aufgebürdet. Die von mir NICHT gewählte Rot-Grüne Regierung hält an der schwachsinnigen Dichtheitsprüfung für private Abwasserkanäle fest.
Was ja ganz logisch ist, da ja die meisten Altlasten von Privathaushalten verursacht werden und diese dem Kanal entstammten (ACHTUNG SARKASMUS!)

Unerwähnt lässt die NRZ/WAZ (Tobias Blasisu, Theo Schumacher) natürlich, dass Rot Grün die von Rot-Grün geplante Quellen TKÜ:

Die gesetzliche Verankerung einer Quellen-Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) steht den grundgesetzlich garantierten Freiheitsrechten entgegen, die auch im Internet gelten.
„Es handelt sich hierbei um einen inakzeptablen Angriff auf die grundgesetzlich garantierte Unverletzlichkeit des Post- und Fernmeldegeheimnisses“, sagt Michele Marsching MdL.

Ob da Ralf Jäger auf den Titel Überwachungsminister scharf ist? Schon wieder spielt eine Regierung mit Grundrechten bzw. plant dieses.

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