Antwort auf offenen Brief

Ich hatte ja vor einiger Zeit mal wieder einen offenen Brief geschrieben, allerdings scheinen die Altpolitiker mal wieder eine Antwort zu scheuen oder wenn dann nicht wirklich zu antworten.

Sehr geehrter Herr Scharfenort,
schon wieder suchen Sie verzweifelt nach Gemauschel, Hinterzimmer-Kungel und einem Skandal, den es nicht gibt.

Ich habe lediglich als interessierter Bürger einige Fragen gestellt. Auf die sie leider kaum Antworten geliefert haben. Naja zumindest mehr als SPD, CDU, Grüne oder Linke.

Ich hatte Ihnen bereits im Landtagswahlkampf erklärt, dass Ihre Fragen, Argumente und Aussagen immer davon zeugen, dass Sie bisher offenbar kaum etwas von der kommunalen Politik mitbekommen haben, jetzt aber mit skurrilen Unterstellungen und Vermutungen Politik machen möchten. Ich empfehle Ihnen nochmals, sich zuerst genau zu erkundigen, bevor Sie sich äußern.

Erklärt haben sie bei ihrem Brief gar nichts. Von Immer kann schon gar nicht die Rede sein, denn einmal ist niemals immer. Ich habe auch nichts unterstellt, sondern wie bereits gesagt Fragen gestellt eben um Lücken zu schließen.

Erkundigen heißt übrigens nicht, im Internet nach einem Thema zu suchen, dort steht – wirklich – nicht alles, es gibt auch noch ein reales Leben, vor allem in der Politik.

Na wo steht es dann für die Öffentlichkeit zu Einsicht bereit?

Ein möglicher Verkauf der Rheinhausenhalle war u.a. ein Thema der letzten Bezirksvertretung am vergangenen Donnerstag(!) – wo waren Sie? – da gab es die entsprechenden Antworten auf einen langen Fragenkatalog der Bezirksvertreter. Das die Medien darüber nicht so detailliert berichten, wie Sie es gerne hätten, sollten Sie denen anlasten und nicht der Politik.

Was hat das mit den Medien zu tun, dass Sitzungen nicht lückenlos protokolliert und ins Ratsinformationssystem eingestellt werden?
Und wo ich war ist relativ einfach zu beantworten. Auf der Arbeit.

Grundsätzlich: Verkäufe städtischer Grundstücke und Gebäude werden „seit 1000-Jahren“ nicht-öffentlich durchgeführt, dass hat was mit Datenschutz zu tun (ich dachte das wäre Ihr Thema…) und es schützt gegen Spekulationsgeschäfte.

Sind sind schlecht informiert. Transparente Politik und Privatsphäre für Bürger und nicht anders herum. (Diese Information steht übrigens im Internet.)

Bei der Rheinhausen-Halle gibt es aber keinen Verkauf und es gibt auch keine Verkaufsabsichten oder Pläne. Wenn Ihre Fragen aber öffentlich diskutiert würden, dann könnte jemand auf diese Idee kommen und sich für den Kauf des ganzen Gebietes interessieren – wollen Sie das?

Wenn es keine Verkaufsabsichten gibt warum soll diese dann geschlossen werden. Das ist unlogisch, wenn ein städtisches Gebäude geschlossen werden soll, dann doch nicht etwa nur damit es leer steht?

Ich will das die Rheinhausenhalle offen bleibt aber das liegt ja leider nur am Rande in der Hand der Bürger.

Den Kungel und den Skandal, den Sie hier vermuten gibt es also (mal wieder) nicht. Vielleicht sollten Sie Ihre grundsätzliche These, dass die etablierten Parteien „alles im Hinterzimmer auskungeln“, einfach mal überdenken…. es wird ja nicht wahrer, nur weil es jemand (der keine Ahnung hat) es immer wieder behauptet.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Wolters

Ich bin bisher nicht von Kungeleien oder Skandal ausgegangen, sondern wollte einfach nur ausführlichere Informationen.

Sind sie allwissend? Ich jedenfalls nicht.

Der gleich Text ging auch per Email an den Betreffenden.

Dieser Beitrag wurde unter Duisburg, Duisburger Westen, Finanzlage, Lokales, Lokalpolitik, Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Antwort auf offenen Brief

  1. Pingback: Duisburger Schmu | ulrics

  2. Tenrix schreibt:

    Schließung der Rheinhausen Halle: Politik und Stadtverwaltung nehmen die Bürger in Mangelhaft.
    Wegen andauernder Weicheihaft gibt es deutliche Tendenzen zum Ausbruch aus der Burg – einfach wegduisen.

  3. Pingback: Anfrage von Thomas Wolters bzgl. PFT im Trinkwasser | ulrics

  4. Pingback: Anfrage von Thomas Wolters bzgl. PFT im Trinkwasser » xtranews - das Newsportal aus Duisburg » PFT, Stadtwerke Duisburg AG, Thomas Wolters, Trinkwasserversorgung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s