Schwurbellogik bei Osttangente vs. Verkehrssicherheit für Radfahrende – #Duisport #Logport #Duisburg #Rheinhausen #Verkehrswende #CDU #SPD

Die Stadt Duisburg behauptet, sie könnte angeblich LKW von Duisport/Logport nicht aus Wohnbereichen verbannen, weil es keine Gefährdung gäbe. Seltsamerweise ist die Tochter von Duisport und der Stadt Duisburg in der „Machbarkeitsstudie“ für die Osttangente der Meinung, dass diese Straße für Radfahrende gesperrt sein müsste, weil diese zu gefährlich wäre:

Auf Grund der hohen Verkehrsbelastung (DTV 6.400 Kfz) sowie des hohen Schwerlastanteils (rd. 20%) und der Kategorisierung des bestehenden Geh-/Radweges im Radverkehrsnetz NRW mit überwiegend touristischem Radverkehr ist die Führung des Radverkehrs aus Verkehrssicherheitsgründen auf der Fahrbahn nicht möglich. Es ist eine separate Führung erforderlich.

Da fragt man sich natürlich sofort welche Gefährdung das sein soll. Auf einer geraden Straße ohne Radweg, wo einen LKW oder PKW auf dem Radwege beim Abbiegen „übersehen“, gibt es keine Gefährdung.Also wird es auch keine auf der geplanten Straße geben. Zumal da auch keine gefährlichen Einmündungen sind. Natürlich wäre es für KFZ angenehmer, wenn keine Radfahrenden unterwegs wären, allerdings ist das kein Grund für eine Sperrung für Radfahrende, während man seitens der Stadt Duisburg an anderer Stelle behauptet eine Sperrung für einige LKW am Tag wäre laut StVO nicht zulässig. Das ist ganz klar Schwurbellogik.

Radfahrende sind gleichwertige Verkehrsteilnehmende, wie alle anderen, wenn man keinen eigenen dauerhaft nutzbaren Radweg bauen will, dann muss die Straße für Radverkehr benutzbar sein. Dass es für KFZ dadurch unbequemer wird, ist irrelevant. Wenn man in Richtung Asterlager Straße, Essenberger Straße bzw. Emmericher Straße guckt, ist da eine Landstraße mit Tempo 70, viel Verkehr und teilweise ohne Radweg. Ich wüsste nicht, was die Stadt Duisburg da unternommen hat, um eine mögliche Gefährdung zu beseitigen. In Hochfeld rollen LKW direkt links neben dem Radweg auf der Karl-Jarres-Straße, auf der anderen Seite parken direkt daneben KFZ. Eine hochgefährliche Situation. Aber auch da sind angeblich Fahrverbote für LKW aus geschwurbelten Gründen nicht möglich. Auf der Jäger Straße bzw. dem Flutweg in Rheinhausen hat man enge Straßen teilweise ohne Radweg. Am Flutweg sind zwei Schulen mit Radfahrenden Kinder. Die Jägerstraße ist sehr unübersichtlich, teilweise ohne Radweg und teilweise fahren die LKW dort sogar über den zu schmalen Radweg, weil sie sonst auf den Gegenverkehr warten müssten. Eine extrem gefährliche Mischung. Aber Fahrverbote für LKW sollen angeblich nicht möglich sein? Bezeichnend ist, dass bei der Untersuchung nur PKW und LKW gezählt wurden. Radfahrende hat man nicht gezählt und die Mindestabstände, die jetzt endlich auch in der StVO stehen, hat man ebenfalls weggelassen. Definitiv Verkehrsschwurbellei, um bloß nichts gegen die „heiligen“ LKW von Duisport tun zu müssen?

Diese unterschiedliche Bewertung von LKW und Radverkehr, zeigt für mich sehr deutlich, dass man keine Fahrverbote für LKW will. Nicht weil es nicht möglich wäre, sondern ganz einfach, dass man die LKW um jeden Preise rollen lassen will. Egal was es Mensch und Umwelt kostet.

Wie gefährlich LKW sein können, sieht man in Berlin. Aber auch in Rheinhausen. Insbesondere an engen Stellen, halten sich LKW teilweise nicht an die Verkehrsregeln und nutzen den angeblichen toten Winkel als Ausrede Radfahrende nicht zu beachten beim Abbiegen. Gerade beim Abbiegen sind LKW extrem gefährlich und müssten allein schon deshalb aus Bereichen mit Wohnbebauung verbannt werden. Das wollen SPD und CDU aber aus unerklärlichen Gründen nicht. Und auch in engen Straßen, wo der Gegenverkehr keinen ausreichenden Abstand einhalten kann. Bei der Osttangente bestünde dagegen keinerlei Gefährdung. Die LKW und PKW müssten halt bloß langsamer fahren. Wenn sich alle an Verkehrsregeln halten gibt es da keinerlei Gefährdung.

Eine Hauptverkehrsstraße mit zwei Spuren ist für Radfahrende deutlich sicherer, als eine Seitenstraße mit links parkenden Fahrzeugen und Gegenverkehr, wie die Deichstraße, welchem an als Ausweichstrecke vorsieht. Bin mal gespannt, wie sauber man da gearbeitet hat.

Osttangente, Duisburg, SPD, CDU, Verbotspartei

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