GNS Teil 24. – Atommüll von den Stadtwerken Duisburg?

Im August dieses Jahres fragte ich wegen einer etwas seltsamen Angabe in einer Drucksache bei dem zuständigen Ministerium an:

Guten Tag,

gemäß Drucksache 17/14278 des Bundestages entfällt ein Volumen von 5950 m³ des geplanten Atommülls (inkl. Behälter) für Schacht Konrad auf sonstige Energieversorgungsunternehmen. Ich frage mich, wie dies möglich
sein kann, wo doch alle Atomkraftwerke in der Hand von E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall sind.

Wie kommt es also, dass weitere EVU Atommüll produzieren?

Ist auch Atommüll aus dem Ausland dabei?

Welche Quellen sind für diesen Atommüll auszumachen?

Um welche Abfallarten handelt es sich?

Aus welchen Bundesländern stammt dieses Müllvolumen?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort

Nach Erinnerung kam nun endlich eine Antwort

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

ich bin gebeten worden, Ihre Fragen an das BMU zu beantworten.
Ihre Fragen, die Bezug zu der Antwort der Bundesregierung auf die Frage
Nr. 1 in der Bundestagsdrucksache Nr. 17/14278 haben, sind nachstehend
aufgeführt und wie folgt beantwortet:

Wie kommt es also, dass weitere EVU Atommüll produzieren?

Die Erfassung der radioaktiven Abfälle durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
erfolgt auf Basis der Einrichtungen, die radioaktive Abfälle erzeugen. Bei der Auflistung
nach EVUs wurden die Beteiligungsverhältnisse (z. B. von Stadtwerken) an den
Kernkraftwerken berücksichtigt. Dies führte zur Kategorie „Sonstige EVUs“.

Ist auch Atommüll aus dem Ausland dabei?“

Nein. In den enthaltenen Mengen sind keine radioaktiven Abfälle aus dem Ausland enthalten.

Welche Quellen sind für diesen Atommüll auszumachen?

Es handelt sich um radioaktive Abfälle der Kernkraftwerke aus Bayern und
Nordrhein-Westfalen, die in der jährlichen Berichterstattung des BfS aufgeführt sind.“

Um welche Abfallarten handelt es sich?

Eine Unterteilung in verschiedene Abfallarten ist nicht Inhalt der durch das BfS durchgeführten
Erhebungen.

„Aus welchen Bundesländern stammt dieses Müllvolumen?“

Aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Da frage ich mich natürlich, in wieweit die Stadtwerke Duisburg an Atomkraftwerken beteiligt sind. Über RWE indirekt auf jeden Fall und auch die Stadt Duisburg verdient kräftig mit.

Ältere Teile:
GNS Teil 1. – Was ist die GNS und was macht sie
GNS Teil 2. – Historische Entwicklung
GNS Teil 3. – Gefahren
GNS Teil 4. – Offene Fragen
GNS Teil 5. – Ausblick
GNS Teil 6. – DS 3578/7 (1987)
GNS Teil 7. – Transporte in Deutschland
GNS Teil 8. – Transporte von und nach Duisburg
GNS Teil 9. – Siempelkamp Nukleartechnik GmbH
GNS Teil 10. – Deponien und andere Entsorgung
GNS Teil 11. – UN-Nummern der Transportcontainer
GNS Teil 12. – Container Company Krefeld
GNS Teil. 13 – VGB PowerTech
GNS Teil 14. – Lagerzeiten bei der GNS
GNS Teil 15. – Fragen an die Landesregierung
GNS Teil 16. – Anfrage ans Bundesumweltministerium zu Schacht Konrad
GNS Teil 17. – Schneelast auf den GNS Hallen
GNS Teil 18. – Der Landesregierung auf den Zahn gefühlt
GNS Teil 19. – Uranhexafluoridtransporte
GNS Teil 20. – Erweiterungen der Atommüllmenge bei der GNS
GNS Teil 21. – Kernkraftwerk Jaitapur
GNS Teil 22. – Pachtverhältnis des Geländes
GNS Teil 23. – GNS bis 2025 weg?

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