#Duisburg: Sichtbarkeit soll Sicherheit schaffen? Pseudoprävention durch Polizei – #Verkehrswende #Fahrradalltag

In der Zeitung und bei Facebook war zu Lesen, dass die Polizei Duisburg mal wieder über Sichtbarkeit im Straßenverkehr aufgeklärt hat. Ich finde es sehr bedenklich, wenn die Polizei derartige Pseudoprävention an Schulen verbreiten darf, wie hier am Franz-Haniel-Gymnasium unter dem Motto „Sichtbarkeit schafft Sicherheit“. Nicht die Sichtbarkeit schafft Sicherheit, sondern die Einhaltung der Verkehrsregeln.

Wer in den § 3 der StVO schaut wird schnell feststellen, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit, wie der Name schon sagt, das Maximum unter optimalen Bedingungen ist. Bei Dunkelheit müssen Autofahrende so langsam fahren, dass diese rechtzeitig anhalten können. Dies wird aber gar nicht kontrolliert, sondern lediglich die Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen. Dabei müsste morgens an Schulen eigentlich von sich aus Schrittgeschwindigkeit gelten, egal was Schilder als Maximum vorgeben. Besonders wenn da Elterntaxis unterwegs sind und alles extrem unübersichtlich ist.

Es gibt keine Vorschrift, die „Glitzerkleidung“ vorschreibt und es ist falsch, diesen Eindruck zu vermitteln. Fakt ist, die Unfälle passieren wegen überhöhter Geschwindigkeit, fehlender Kontrollen der Verkehrsregeln und Ablenkungen bzw. Unaufmerksamkeit.
Nicht einmal fand ich Sichtbarkeit als Unfallursache:
https://www.fuehrerscheine.de/auto/10-haeufigsten-unfallursachen/
https://www.bussgeldkatalog.org/unfallursachen/

Prävention heißt Unfälle an der Quelle zu bekämpfen, also dem Fehlverhalten der Personen hinter dem Steuer. „Glitzerkleidung“ verringert vielleicht die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls. Wenn man sehr viel Glück hat. Also warum an der völlig falschen Stelle ansetzen? In der Zeit hätte man auch Fehlverhalten sanktionieren können.

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4 Antworten zu #Duisburg: Sichtbarkeit soll Sicherheit schaffen? Pseudoprävention durch Polizei – #Verkehrswende #Fahrradalltag

  1. Tino Haske schreibt:

    Es trägt eigentlich beides zur Sicherheit bei. Angepasste Geschwindigkeit und gute Sichtbarkeit. Ich find es von der Polizei nicht schlimm wenn die es sagen das man gut sichtbar im Straßenverkehr teilnehmen sollte.
    Auf Firmen Gelände soll man ja auch Warnwesten tragen um schneller erkennbar zu sein.
    Sonst Brauch ich sie dort auch nicht.

    • ulrics schreibt:

      Wenn die Hauptunfallursache überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung sind, bringt Sichtbarkeit nicht so viel.

      Problem ist allerdings, dass die Sichtbarkeit stark betont wird, während die Hauptprobleme entweder im Nebensatz stehen oder nicht mal das. Prävention wäre eine konsequente Durchsetzung der Verkehrsregeln.

      Was den Arbeitsschutz angeht, so ist auch da PSA eigentlich die falsche Lösung. Die Wege müssen getrennt sein und Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

      • Tino Haske schreibt:

        Es kommt zum Unfall wenn mehrere Faktoren auf einander treffen.
        Wird man übersehen weil es das Wetter so ist oder Dunkelheit.
        Bei Regen zum Beispiel wenn Fenster und Spiegel schnell verdrecken ist es besser man hat helle Kleidung an.
        Wenn ich zum Beispiel Roller fahre hab ich es getestet ob ohne Warnweste oder mit.
        Und muß sagen mit wurde ich schneller erkannt.
        Ich denke eher lieber ein Faktor weniger oder probieren weg zu nehmen . Schwarze Schafe gibt es überall!!!

        • ulrics schreibt:

          Nein, es kommt zum Unfall, wenn jemand zu schnell ist oder nicht aufpasst oder beides. Immer.

          Wenn das Fahrzeug nicht in fahrtüchtigen Zustand ist, darf nicht gefahren werden.
          Übersehen ist ein anderes Wort für zu schnelle und unaufmerksame Fahrende.

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