Warum fahren LKW nicht gerne durch #Logport I? – #Duisport

Beobachtung:

LKW fahren von Logport I, statt den kurzen Weg zur Brücke der Solidarität über die Osloerstraße zu nehmen, Umwege durch Rheinhausen. Dabei nehmen sie auch illegale Routen billigend in Kauf.

Bewertung:

Wahrscheinlichste Ursache ist die Vermeidung der Engstellen bei parkenden LKW von Logport I.

Tiefenanalyse:

Die Straßen von Logport I sind 6,5 m breit, direkt daneben sind Parkbuchten von 2,5 m. Die Parkbuchten haben ein Gefälle von 3 % und die Straße hat von der Mitte ausgehend ein Gefälle von 2,5 %. Das Gefälle ist jeweils zum Randstein hin.

LKW dürfen maximal 2,55 m breit (Ausnahme Kühlaufbauten 2,60 m) und 4 m hoch sein. Spiegel und einige weitere Vorsprünge werden laut StVZO nicht berücksichtigt.

Die seitlichen Spiegel selber sind ca. 0,2 m breit, die Breite variiert etwas. Dazu kommt allerdings noch die Aufnahmestange bzw. Spiegelarm. Die Spiegel müssen ein Vorbeisehen am Auflieger ermöglichen, also breiter als 2,55 sein. Geht man von geringen Abmessungen aus wären das zusätzliche 0,25 m auf beiden Seiten. Das Fahrzeug mit Spiegeln wäre also 3,05 m breit.

Ohne Parkende LKW am Rand

Wenn zwei LKW sich mit der vorgenannten Konfiguration begegnen, bleiben auf der Straße weniger als 0,4 m. Da die Straße allerdings geneigt ist und die Parkplätze auch, wird es noch enger. Der Einfachheit wird mit einer Spiegelhöhe von 3 m gerechnet. Bei einem Gefälle von 2,5 % wären das 0,075 m Neigung zum Rinnstein. Dies lässt in der Mitte zwar etwas Platz, aber die LKW müssen dann entweder bremsen oder es besteht die Gefahr eine Spiegelkollision. Ein beschädigter Spiegel kostet allerdings viel Zeit und Geld.

Mit parkenden LKW am Rand

Der Spielraum bei einer nur 6,5 m breiten Straße ist für zwei LKW mit 50 km/h schon eng. Stehen nun am Rand noch LKW. Reduziert sich der Platz weiter. Bei Kühlcontainern, bliebe ein Gesamtspielraum von gerade einmal 0,20 m, bei 2,55 m noch 0,30m. Also ein sehr stressige Situation und auch riskant. Ums Abbremsen kommt man nicht herum. Die 0,20/0,30 m würden aber nur dann gelten, wenn alles Eben wäre. Durch das Gefälle reduziert sich der Platz noch. Für die LKW auf der Straße ohne parkende Hindernisse, würde dies den Spielraum sogar ein bisschen erhöhen, weil so zusätzliche 0,15 m im Mittelbereich gewonnen würden. Allerdings würden die parkenden Fahrzeuge aufgrund der Neigung von 3 % in 3 m Höhe zu einer Verengung von 0,18 m beitragen. Durch die Neigung der Parkplätze wird also zusätzlicher Platz beansprucht. Und da sich die Fahrzeuge leicht nach außen neigen, sind auch die Spiegel dichter dran. Die Neigung kostet als 0,32 m. Das heißt rechnerisch können LKW einander nicht passieren.

Es ist davon auszugehen, dass es schon häufiger Spiegelkollisionen beim Logport I gab. Aus diesem Grund dürften Fahrer die Engstellen eher meiden und dafür auch Umwege durch Wohnbereiche in Kauf nehmen.

Schlussfolgerung:

Das Parken von LKW an den Schmalstraßen von Logport ist dauerhaft zu unterbinden. Dadurch werden die Wohnbereich kurzfristig von fahrenden LKW entlastet. Zudem ist parken in diesen Bereichen nicht zulässig, denn die Straße wird eingeengt. Die Fahrzeuge sind größer als die Parkbuchten.

Um das Parken zu verhindern sind andere Verkehrungen zu treffen, die kein Teil dieser Analyse sind.

Visualisierung

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzfahrzeug/Ma%C3%9Fe_und_Gewichte

https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/index.html

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