Trinken im Unterricht

Am 03.09.2012 hatte ich per Abgeordnetenwatch bei Ministerin Löhrmann angefragt, wegen Trinken im Unterricht. Auf wirklich seltsamen Wegen kam jetzt eine Antwort.

Anstatt Transparent über Abgeordnetenwatch zu antworten kam jetzt ein Brief im Auftrage der Ministerin. Dieser ging allerdings nicht etwa an meine Adresse, sondern an die Piratenpartei Kreisverband Duisburg. Warum, dass Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen auf diesen Weg verfallen ist, verstehe ich nicht. Zumal, ich mich frage, wie sie überhaupt sicher sein konnten, dass es sich bei dem über Abgeordnetenwatch fragenden Ulrich Scharfenort, um den selben, wie dem Mitglied der Piratenpartei Duisburg handelt. Zumal ich als Privatperson angefragt habe.

Damit die Antwort trotzdem öffentlich ist, hier mal der Text:


Frau Ministerin hat Ihr Schreiben erhalten und mich um die Beantwortung gebeten. Sie sprechen in ihrer Mail einen wissenschaftlich belegten Sachverhalt an: Trinken ist wichtig.

Es ist auch für unser Ministerium unbestritten, dass eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit Grundvoraussetzung für den reibungslosen Ablauf vieler Körperfunktionen ist. Auch und vor allem für das Lernen in der Schule ist eine ausgeglichene Flüssigkeitsbilanz von großer Bedeutung. Die Flüssigkeitsaufnahme sollte auch im Unterricht, ggf. organisatorisch der Altersstufe der Schülerinnen und Schüler angemessen, ermöglicht werden und ist erlaubt. Während des Schulsports müssen die Behältnisse bruchsicher sein.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Der Biologie-, Chemie- und Physikunterricht findet häufig in naturwissenschaftlichen Fachräumen statt. In diesen Räumen eines Schulgebäudes gilt die Allgemeine Betriebsanweisung für Schülerinnen und Schüler zum Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht (Hrsg. Unfallkasse NRW). In diesen Räumen sind die Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr daher untersagt.

Für die konkrete Realisierung sowie die Ritualisierung und organisatorische Durchführung des Trinkens ist jede Schule im Kontext der standortbezogenen Rahmenbedingungen selbst verantwortlich.

Ich habe extra noch einmal mein Postfach geprüft und festgestellt, dass ich keine separate Email geschickt habe, sondern nur die Anfrage über Abgeordnetenwatch.
Deswegen frage ich natürlich noch einmal nach.


ich muss sagen, dass ich ein wenig überrascht bin, auf diesem Weg eine Antwort zu bekommen. Eine Antwort die glücklicherweise bei mir angekommen ist.

Allerdings frage ich mich, wie Sie von einer Anfrage über Abgeordnetenwatch darauf kommen, dass ich über den Kreisverband der Piratenpartei Duisburg zu erreichen bin. Das finde ich durchaus etwas seltsam.

In meiner Anfrage stand weder etwas über eine Parteizugehörigkeit noch etwas über meinen akademischen Grad.

Davon auszugehen, dass eine Namensgleichheit auch die gleich Person trifft könnte dazu führen, dass die fragende Person nicht erreicht wird.

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