#Klimaschutz: Möglichkeit zum Verhindern der CO2-Pipeline – #CCS #Duisburg

Unter dem harmlos klingenden Titel „Delta Rhine Corridor“ wird eine klimaschädliche CO2-Pipeline geplant, die sehr viele Städte in NRW betrifft. Eine Liste aus dem Amtsblatt ist unten angehängt.

Im Amtsblatt 37 der Bezirksregierung Münster steht:
„Bekanntmachung der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln sowie des Regionalverbands Ruhr zur Veröffentlichung der Verfahrensunterlagen im Rahmen der gemeinsamen Raumverträglichkeitsprüfung für die Transportleitung „Delta Rhine Corridor – DRC“ für Kohlendioxid (CO2) von Gelsenkirchen und Köln/Wesseling über Duisburg nach Venlo“

Die erste Lüge findet sich dann auch schon im ersten Absatz:
„Es geht dabei um CO2 aus dem produzierenden Gewerbe, das sich, selbst mit modernster Technik, kaum oder gar nicht vermeiden lässt – zum Beispiel aus den Bereichen Chemie, Zement, Kalk und der Abfallverwertung.“

In der Chemie fallen mir jetzt keine Beispiele ein, wo unbedingt CO2 freigesetzt werden muss. Auch Zement und Kalk ließe sich drastisch reduzieren durch Bauschuttrecycling und die „Abfallverwertung“ korrekt Müllverbrennung, ließe sich durch Müllreduzierung und vollständiges Recycling vermeiden. Somit ist der Grund schon mal unwahr.

Weiter gelogen wird:
„Durch die geplante CO2-Pipeline soll das abgeschiedene CO2 zunächst bis an die Grenze zu den Niederlanden und von dort weiter Richtung Speicherstätten in
der Nordsee transportiert werden.“

Es gibt keine sicheren ausreichend großen „Speicherstätten“ in der Nordsee, aber natürlich will man in klassischer Salamitaktik nur die Pipeline behandeln und nicht die „Speicherstätten“, obwohl ohne diese auch eine Pipeline keinen Sinn macht. Halt ein großes Greenwashing Projekt.

Die konkreten Daten findet man erst ab Morgen im Netz
„Die Verfahrensunterlagen können in der Zeit vom 25. September 2026 bis einschließlich zum 26. Oktober 2026 online über das zentrale Beteiligungsportal des Landes NRW (Beteiligung NRW) unter der Adresse https://beteiligung.nrw.de/k/1031007 unter dem Titel Raumverträglichkeitsprüfung für die Transportleitung „Delta Rhine Corridor – DRC“ für Kohlendioxid (CO2)“ abgerufen werden.“
oder bei den Bezirksregierungen.

Stellungnahmen abgeben kann man wie folgt:
„Die Öffentlichkeit und die in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen können während der oben genannten Veröffentlichungsfrist Stellungnahmen zu den Verfahrensunterlagen abgeben. Deren Übermittlung soll gemäß § 15 Absatz 3 Satz 6 ROG elektronisch unter dem nachfolgenden Link https://beteiligung.nrw.de/k/1031007 erfolgen.“
oder postalisch bzw. persönlich bei den Bezirksregierungen.

Aus Sicht von Klima- und Umweltschutz ist das ein Horrorprojekt ohne Sinn und Verstand.

Weitere Informationen kann man dem jeweiligen Amtsblatt entnehmen.

Zwei Artikel, die man kennen sollte:
Correctiv: CO2-Lager: Gefahr durch geplante Pipeline im Rheinland
WDR: CCS: Neue Pipelines quer durch NRW

Im Amtsblatt aufgeführte Städte, Dörfer und Kreise:
Bergheim
Bergisch Gladbach
Bornheim
Bottrop
Brüggen
Brühl
Burscheid
Dinslaken
Dormagen
Dorsten
Düsseldorf
Duisburg
Erftstadt
Erkrath
Essen
Euskirchen
Frechen
Gladbeck
Grefrath
Haan
Heiligenhaus
Hilden
Hünxe
Hürth
Kempen
Kerpen
Kerken
Kleve
Köln
Krefeld
Langenfeld
Leichlingen
Leverkusen
Meerbusch
Mettmann
Moers
Monheim am Rhein
Mülheim an der Ruhr
Nettetal
Neukirchen-Vluyn
Neuss
Niederkassel
Oberhausen
Odenthal
Pulheim
Ratingen
Recklinghausen
Rhein-Erft-Kreis
Rhein-Sieg-Kreis
Rheinisch Bergischer Kreis
Rheurdt
Rommerskirchen
Schermbeck
Solingen
Straelen
Tönisvorst
Velbert
Viersen
Wachtendonk
Weilerswist
Wesseling
Willich
Wülfrath
Wuppertal

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