#Düsseldorf: Weitere Einwendung wegen Malaria – #Flughafen

Nachdem ich dachte meine Einwendung wäre soweit fertig musste ich wegen der Malariafälle in Frankfurt meine Einwendung ergänzen.

Mit Stand vom 18.09.2026 um 15:17 Uhr berichtet der WDR zu „Todesfälle durch Malaria in Frankfurt„. Es geht in dem Beitrag um mehrere Todesfälle durch Malaria, die offensichtlich durch den Flughafen Frankfurt nach Deutschland eingeschleppt wurden.

In dem Beitrag heißt es seitens (Prof. Thorsten Feldt, Tropenmediziner Uniklinik Düsseldorf):
„Theoretisch gibt es das Risiko hier in Düsseldorf und im Umland auch. Der Frankfurter Flughafen hat allerdings die Besonderheit, dass dort besonders viele Direktflüge aus Malaria-Gebieten ankommen. Das sind eben überwiegend Regionen in Afrika. Das haben wir in NRW in einem deutlich geringeren Umfang.“
Wobei die deutlich geringen Direktflüge nicht viel bedeuten, weil es ja nur eine Momentaufnahme ist. Es kann durchaus sein, dass zukünftig mehr Direktflüge möglich sind, weil die Kapazität erweitert werden soll oder weil sich Verbindungen ändern. Ferner gibt es auch in Europa Krankheitsgebiete aus denen eine Übertragung von Krankheiten möglich ist. Zum Beispiel das Westnilfieber, was u. a. in Mallorca vorkommt. Hier wäre ja durchaus eine Übersicht der Ziele des Flughafens von Vorteil, die allerdings auch bei dieser erneuten Offenlage fehlt. Ebenso wäre für eine Beurteilung notwendig zu wissen, wie viele Flugzeuge wie oft wohin geflogen werden. Aber wahrscheinlich lässt man diesen Punkt bewusst weg.

Es gilt je mehr Flugverkehr, desto höher die Wahrscheinlichkeit für das Einschleppen von gefährlichen Tieren und Krankheiten.

Da beruhigt die Aussage des DUS wenig:
„Auch am Flughafen Düsseldorf sieht man aktuell kein Gesundheitsrisiko. Für den Umgang mit Infektionsfällen oder biologischen Gefahren gebe es dort entsprechende Abläufe. Der Flughafen steht nach eigenen Angaben regelmäßig mit dem Düsseldorfer Gesundheitsamt und anderen Fachbehörden in Kontakt. Dabei behielte man auch die Entwicklungen in Frankfurt im Blick.“
Beobachten ist keine Prävention, das ist abwarten, bis es Tote und Verletzte gibt. Es ist die Verantwortung des Flughafens das Risiko zu bewerten, welches sich ergibt und entsprechend Maßnahmen zu Prävention zu entwickeln. Insbesondere das keine eingeschleppten Tiere ins Umfeld entweichen können. Aber auch eine Vorsorge in Hinblick auf Krankheiten ist notwendig. Schon in Corona hat sich gezeigt, dass Flugverkehr diese Pandemie, weltweit verbreitet hat.

In den Unterlagen habe ich nichts gefunden zu den biologischen Gefahren und den Maßnahmen der Flughafens die Bevölkerung in NRW zu schützen. Und da ich beim Pendeln zur Arbeit immer am Flughafen vorbeikomme und manchmal sogar am Flughafen Bahnhof umsteige, wäre ich von freigesetzten Organismen auf jeden Fall betroffen.

Die Asiatische Hornisse wurde zwar scheinbar mit einem Schiff eingeschleppt4 aber es ist auch nicht ausgeschlossen, das invasive Arten per Flugzeug nach Europa verbreitet werden. Darunter gibt es auch Arten, die unmittelbar für den Menschen gefährlich sind. Wobei auch eine Gefährdung für die Natur genau betrachtet werden muss. Das müsste in den Unterlagen stehen in welche Länder der Flughafen verbindet und welche Bedrohungen von dort eingeschleppt werden können. Zudem welche Maßnahmen getroffen werden. Das Schlagwort invasiv kam nicht einmal in der Umweltverträglichkeitsstudie vor, auch der Begriff Krankheit kam nicht vor. Es ist somit unwahrscheinlich, dass diese Problematik überhaupt vom Flughafen adressiert worden ist. Sollte der Flughafen hier auf die Fluglinien verweisen, so wäre das Unsinn, da der Flughafen die Vorgaben macht, welche für ankommende und entladene Flugzeuge gilt.

Flugzeug beim Landeanflug am Flughafen Düsseldorf, von unten. Die Bäume sind winterlich kahl und der Himmel darüber grau.

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