#Klimaschutz: Wie #Klimaschänder Flughafen Düsseldorf trotzdem zu erweitern versucht – #ClimschäDlicheUnion #SPD #Corona

Für den Flughafen Düsseldorf hat die Firma Intraplan Consult im März 2021 ein bizarres Gutachten erstellt, dass ganz deutlich zeigt, wie wenig man auf Fakten gibt. Der Flughafen Düsseldorf will scheinbar um jeden Preis die klimaschädliche Kapazitätserweiterung eines ziemlich klimaschädlichen und hochsubventionierten Flughafens durchziehen. (Gutachten zum Download hier)

Das man wegen Corona als Korrekturfaktor für die Bilanzfälschung eines Wachstums in der Luftverkehrsbranche ein neues Gutachten erstellen musste stand außer Frage, dass man die wesentlich größere Klimakrise auch hier nicht richtig berücksichtigt, trotz Klatsche des Bundesverfassungsgericht für ClimschäDlicheUnion und SPD ist fraglos eine klare Absage an den Klimaschutz.

Wenn man natürlich derartig verzerrende Gutachten als Entscheidungsgrundlage nimmt, ist klar, dass dabei keine fundierte rechtskonforme Entscheidung möglich ist.

Direkt mir der ersten Grafik greifen die „Gutachtenden“ ziemlich die tief in den Mist. Anzunehmen, dass es nach Corona und der parallelen Klimakrise nachher weitergeht wie vorher nur mit leichtem zeitlichen Versatz ist völlig realitätsfremd. Innerdeutsche Flüge werden abnehmen. Zudem sind Reisen in viele Länder derzeit nur eingeschränkt möglich. Dies könnte gerade in den Billigurlaubsländern auch längerfristig so bleiben, weil dort der Impffortschritt bestenfalls stagniert.

Weiterhin haben viele nun Camping und Heimaturlaub für sich entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Trend sich auf den Flugverkehr auswirkt. Ebenso werden sich Videokonferenzen auf Geschäftsflüge auswirken und die Nachfrage verringern.

Nicht eingerechnet sind die noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen nach Corona, da bei vielen das Geld knapper sein wird. Folgich werden Flugreisen weniger Relevanz haben.

Das ganze Dokument liest sich nicht wie ein Gutachten, sondern eher wie eine nette fiktive Geschichte, vielleicht sollten die Autoren sich eher mit dem Schreiben von Romane befassen.

Sehr oft wird einfach etwas behauptet ohne es zu belegen.

„Das heißt, der Antrag auf Kapazitätserweiterung ist nach wie vor, trotz Corona-Krise und aller sonst eingetretenen Veränderungen seit der Beantragung, eindeutig begründet.“
Womit man indirekt behauptet, dass auch der Klimaschutz keine Rolle spielen würde.

Da der Flughafen Düsseldorf das Gutachten bezahlt hat, ist natürlich klar, dass es nur ein Ergebnis geben kann. Ansonsten hätte man die Firma ja nicht beauftragt. Das Gutachten selber sucht nur die passende Gründe zum gewünschten Ergebnis. Und seien sie noch so an den Haaren herbeigezogen.

Die Rolle des Flugverkehrs als Pandemietreiber wird nicht thematisiert, obwohl sich die Virusvarianten nur durch den Flugverkehr überhaupt so schnell verbreiten konnten.

Während Virologen keine Langzeitprognose wagen, weil es jederzeit wieder eine extrem gefährliche Mutation geben könnte, ist sich Intraplan seltsamerweise sicher, dass man sowohl das Pandemiegeschehen, wie auch die weiteren Folgen vorhersehen könnte. Kein seriöser Naturwissenschaftler würde eine derartige Äußerung tätigen. Man kann zwar Annahmen treffen, aber Prognosen sind immer nur mehr oder weniger gut unterfütterte Vermutungen. Gleichzeitig ist man der Meinung, dass im Frühherbst noch nicht absehbar gewesen wäre, dass noch in 2020 ein Impfstoff zur Verfügung stehen würde. Doch das war damals bereits vorhersehbar, weil mit Hochdruck dran gearbeitet wurde, allerdings sieht man auch wie langsam sich der Impfstoff weltweit verteilt. Das heißt es wird noch lange dauern, bis überall ausreichend geimpft ist. Auf die Thematik Mutationen wird allerdings gar nicht erst richtig eingegangen, könnte ja die schöne Argumentationskette zerstören. Und auch die Krankheiten in den vergangenen Jahren sind nicht mit der aktuellen Pandemie vergleichbar. Diese haben sich nur begrenzt verbreitet. Da vergleicht man lokale Geschehnisse mit Globalen. Wenn man die Wirtschaftslage bewerten wollte, müsste man die spanische Grippe mit der aktuellen Pandemie vergleichen. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiemaßnahmen werden sich auch auf das Reiseverhalten auswirken. Ist doch logisch, dass mit weniger Geld öfters Urlaub Zuhause gemacht wird.

Dann ist plötzlich die Rede von Wirtschaft“wissenschaften“ und BIP, der fiktiven Zahl, welche die Wachstumsideologie repräsentiert. Unberücksichtigt bleibt allerdings natürlich, dass Corona nur eine Bilanzkorrektur ist, weil Globalisierungskosten eingepreist werden. Wachstum ist nur eine Form von Bilanzfälschung, der Kosten teilweise externalisiert werden.

Das auch Klimaschutz ein Kostenfaktor ist, klammert man natürlich aus, denn Klimaschänder Flugverkehr ist sehr versiert in der Ausblendung von Fakten und Greenwashing. Dass Flugzeuge, die flogen teilweise deutlich weniger ausgelastet wurden und etliche Flüge gestrichen wurden erwähnt man nicht und schiebt alles auf Coronamaßnahmen. Die Luftverkehrsbranche wird sich unter Berücksichtigung von Klimaschutz anders entwickeln. Denn Klimaschutz wird die Preise erhöhen und damit die Flugbereitschaft senken. Eine Kerosinsteuer kommt immer stärker in die Diskussion und wird die Preise deutlich erhöhen. Zumal CO2 alleine im Flugverkehr nur ein kleiner Anteil an der Klimaschädigung ist. Der Rest muss auch angegangen werden. Den erwähnt man aber gar nicht erst, denn der kann weder durch Umstellung auf andere Treibstoffe kompensiert werden, noch sonst irgendwie klimaneutrale gemacht werden.

Mit der Gesamtmobilität, wie auch immer man das misst, zu argumentieren ist auch seltsam. Glaubwürdig erscheinen mir die Werte nicht, wenn man bedenkt wie viel leerer es überall ist und wahr. Aber natürlich könnt dies auch daran liegen, dass viele Mobilität auch auf Einkaufen und ähnliche Aktivitäten entfällt.

Die Wünsche der Menschen sind egoistisch daraus jetzt einen Bedarf für mehr Starts und Landungen abzuleiten ist selbstverständlich genauso egoistisch.

Außerdem, wenn es wirklich so sein würde, wie Intraplan behauptet, dann müsste man derzeit den Antrag ablehnen, weil sich der Bedarf um viele Jahre verzögert. So würde man dann auch Gewissheit bekommen, ob die Fantasien von Intraplan realistisch waren. Ab jetzt Mitten in der Pandemie mit sehr viel Vermutungen eine Prognose herzuleiten ist extrem unrealistisch. Aus einer leicht gesteigerten Nachfrage kann man nicht ableiten, dass es wieder wie früher wird, die Kombination aus Heimaturlaub und Klimaschutz wird hier Auswirkungen auf das Verhalten von Touristen haben. Was Aktiengesellschaften, wie die TUI von sich geben dient oft auch nur der Beruhigung von Aktionären.

Flugverkehr wird auch mittelfristig nicht klimaneutral, dieser Umstand wird die Kosten erheblich steigern und damit zu einem Einbruch der Nachfrage führen.

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