Möglicher fehlender Hochwasserschutz in Duisburg / für den Niederrhein – #Logport #Duisport

Da der Hochwasserschutz in Rheinhausen völlig unklar ist, habe ich mich nun ans Umweltministerium gewandt. Einerseits, um vielleicht Abhilfe zu schaffen und andererseits, sodass hinterher zumindest keiner sagen kann, dass man nichts gewusst habe. Und da es auch die Niederlande betrifft, habe ich einfach mal das dortige Konsulat in Kopie beteiligt.

Guten Tag,

zwischen der Eisenbahnbrücke in Rheinhausen und der A40 befinden sich Aufschüttungen, welche von den zuständigen Behörden wahlweise als Hochufer oder Deich bezeichnet werden. Einen fundierten Beleg für die Dichtigkeit gibt es nicht (Bezug 1). Es kann pures Glück sein, dass durch die Erdanschüttung zum Rhein hin, bisher Austritte verhindert wurden.

Auf einem Teilstück führt eine Straße über diesen Bereich, die primär von LKW genutzt wird und dadurch mit erheblichen Erschütterungen in das Gefüge eingreift. Eine Untersuchung hierzu gab es nicht (Bezug 2). Dabei könnten die LKW-Erschütterungen die bisherige Barriere an der Rheinseite der Aufschüttung dazu führen, dass es zu Brüchen kommt. Dass bisher nichts bemerkt wurde ist kein Beleg dafür das es so bleibt. Gerade mit Hochwasser ist nicht zu Spaßen. Nicht ohne Grund heißt es in Hinweisen zum Hochwasserschutz, dass möglichst keine Fahrzeuge auf von Hochwasser belasteten Deichen verkehren sollen.

Die Argumentation von Stadt Duisburg und Bezirksregierung Düsseldorf ist nicht plausibel. Ein Rohr lässt Wasser unabhängig davon durch, ob es nun 5 m oder 30 m oder 100 m lang ist. Was zählt ist der Rohrquerschnitt. Und das die Aufschüttung wasserdurchlässig ist, ist bereits belegt (Bezug 3) durch einen Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf:
„Die seitlichen Aufschüttungen neben der Rheingasse stamme aus den 50-er Jahren. Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass diese nur aus groben Material bestehen und sehr durchlässig sind. Aufgrund dieser Gegebenheiten hätte bei Hochwasser an den Seiten Wasser durchsickern können (sog. Umläufigkeit)“
Bodenuntersuchungen für den restlichen Bereich scheint es nicht zu geben, jedenfalls wurde nicht darauf verwiesen, sondern einfach behauptet, das eine eventuell lose Aufschüttung aufgrund der Breite dicht wäre. Man formuliert hier zwar juristisch bedächtig, dass man es annähme, aber dafür gibt es, wie dargelegt, keinerlei Beweise. D. h. hier wird grob fahrlässig, wenn nicht sogar bedingt Leben, Gesundheit und Besitz von tausenden Menschen gefährdet. Durch dieses Schreiben wird deshalb auch sichergestellt, dass man hinterher nicht die Ausrede hat: ‚Man hätte nichts davon geahnt‘.

Natürlich verstehe ich, dass man das Thema nicht anfassen will, aber daran führt kein Weg vorbei. Denn was nützt es anderswo die Deiche zu verbessern, wenn man gleichzeitig eine eventuelle Schwachstelle völlig außer acht lässt. Das Minimum, was ich von einer Behörde erwartet sind hier sorgfältige Untersuchungen und ein entsprechendes Gutachten, was sowohl die Auswirkungen des Schwerlastverkehrs, wie auch den Zustand der Aufschüttung genau untersuchen. Bedingt durch Klimaerwärmung ist mit höheren Hochwassern durch extremere Wetterlagen zu rechnen. Das heißt hier besteht akuter Handlungsbedarf.

Noch gar nicht angefangen habe ich von den Müllaufschüttungen, die ebenfalls einen Teil ausmachen. Auch dort ist unklar wie dicht der Bereich ist.

Und wenn Rheinhausen voll läuft, gibt es noch viel Platz, bis hin in die Niederlande.

Es mag ja auch sein, dass sich herausstellt, dass es kein Problem gibt, aber lieber mal genau hinschauen, als hinterher abzusaufen.

Bleiben Sie Gesund

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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