#Duisburg: LKW-Fahrverbote Hochfeld – #Duisport #Logport

Außer Behauptungen von der Duisburger Verwaltung, dass etwas nicht ginge, kommt selten etwas anderes, wenn es um Fahrverbote für LKW geht. Es ist höchste zweifelhaft, was dort behauptet wird, aber dennoch habe ich den nächsten GO § 24 Antrag eingereicht. Ich bin nicht länger bereit abzuwarten, bis sich von selbst etwas bewegt.

Der Antrag für Hochfeld:
Nach GO § 24 wird hiermit beantragt die Rheinhauser Straße bzw. Karl-Jarres-Straße für Logistikverkehre zu sperren.

Hintergrund/Begründung

LKW von den Autobahnen kürzen regelmäßig ihren Weg durch Hochfeld ab mit Ziel Logport I in Rheinhausen. Die Gründe hierfür bisher nicht analysiert, dennoch ist klar, dass es um eine Abkürzung von und zur A3 und A59 unter Vermeidung von Mautstrecken, Verkehrsschwerpunkten und Brückenwaagen geht. Für andere Verkehrsteilnehmende ergeben sich daraus Gefährdungen. Da andere Routen für Schwerlastverkehr vorhanden sind, ist es verhältnismäßig die Strecke Schwerlastverkehr zu sperren.

In dem Bereich Karl-Jarres-Straße an der Kreuzung mit Wahnheimer Straße endet der Radweg einseitig. Danach folgt eine Straßenstück mit nur einer Spur. Theoretisch könnte auf dem Gehweg gefahren werden, praktisch ist das allerdings nicht möglich, weil oft am Pinar Imbiss (Karl-Jarres-Straße 6) PKW auf dem Gehweg stehen. Im Zusammenhang mit LKW-Verkehr entsteht hier eine erhebliche Gefährdung. Auch abbiegende LKW an der Kreuzung Heerstraße gefährden Radverkehr.

Neben einer gründlichen Analyse der realen örtlichen Gegebenheiten (anders als in DS 21-0297) und einer Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmenden wird auch eine Analyse der Verkehrsverstöße (z. B. Geschwindigkeit, Parken usw.) für notwendig erachtet.

Auf der anderen Straßenseite, gegenüber dem oben erwähnten Imbiss, befinden sich auf dem Gehweg Parkplätze, die unmittelbar rechts vom Radweg liegen. Es handelt sich hier um sogenannte Dooring Parkplätze, also Parkplätze, bei denen eine sich öffnende Fahrertür dazu führt, dass Radfahrende schwere Verletzungen bis hin zum Tod erleiden können. Durch die Gefährdung sind Radfahrende in diesem Bereich nicht an eine Nutzungspflicht des Radweges gebunden, allerdings entstehen auf einer Straße mit Schwerlastverkehr neue Gefahren. Sinnvoller wäre es hier die Spur zur Mitte hin dicht zu machen und diese zum Parken zu nutzen, die Doppelspur ist ohne LKW-Verkehr nicht notwendig.

Sicherlich gibt es hier noch weitere Gefahren, die es gründlich zu analysieren gilt.

Im Arbeitsschutz wird eine umfassende Gefährdungsanalyse durchgeführt, bei denen nicht nur wirklich eingetretene Unfälle untersucht werden, sondern auch sogenannte Beinaheunfälle, wenn es also keinen Unfall gab, aber einer möglich gewesen wäre. Es reicht also keineswegs nur die bereits eingetretenen Personenschäden zu berücksichtigen, sondern auch die realistisch möglichen Unfälle müssen betrachtet werden. Zudem sind auch frühere Unfälle über einen längeren Zeitraum zu berücksichtigen, insbesondere wenn keine Änderung eingetreten ist, welche diese Unfälle heute verhindern würde. Änderungen sind in Hinblick auf Unfälle zu analysieren, wie durch diese der Unfall heute verhindert würde. Würde der Unfall nicht oder nicht sicher verhindert, besteht die Gefährdung fort und muss beseitigt werden.

Eine gründliche Risikobewertung setzt zudem voraus, dass man nicht einen mittleren Tagesverkehr ansetzt, sondern die reale Belastung zumindest in Stundenwerten ALLER Verkehrsteilnehmenden über einen längeren Zeitraum erfasst.

Die vage angekündigten Verbesserung lösen die bestehenden Probleme nicht und führen zu Problemen an anderen Stellen.

Dieser Beitrag wurde unter Duisburg, Duisburger Westen, Körperliche Unversehrtheit, Klimaschutz, Umweltschutz abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu #Duisburg: LKW-Fahrverbote Hochfeld – #Duisport #Logport

  1. Jens schreibt:

    Bin selbst als Anwohner betroffen und hätte die Situation nicht besser beschreiben können, danke dafür. Es darf nicht weiter abgewartet werden, bis der Schwerlastverkehr und die gefährliche Straße zu Toten führt. Hier ist eine Sperrung für LKWs und Umplanung dringend erforderlich!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s