#Datenschutz: Hat das BfDI keine Ahnung?

Wenn es um Datenschutz geht sollte man eigentlich annehmen, dass sich der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vernünftig um Dinge kümmert. Stattdessen bekommt man einen Bescheid, welcher das genaue Gegenteil belegt.

Man merkt dem Bescheid deutlich an, dass dieser mit mangelhafter Sorgfalt angefertigt wurde. Angefangen beim fehlerhaften Bezug, über erhebliche inhaltliche und rechtliche Schwächen.

Folgende inhaltliche Schwächen fielen besonders auf:

  1. Trotz meines Hinweises, dass nur eine Teilauskunft erteilt wurde, ging die Bearbeiterin darüber hinweg. Auch behauptete Sie weiterhin fälschlich, dass ich mich an eine Tochter gewandt hätte, dies war eine belegbare Datenweitergabe, zwar innerhalb eines Konzerns an einer Tochtergesellschaft, aber nichtsdestotrotz eine Datenweitergabe.
  2. Dann wurde im Bescheid noch behauptet, die Firma hätte mich schriftlich informiert, scheinbar ist der Bearbeiterin nicht der Unterschied zwischen Schriftform und Textform bekannt. Wenn eine postalische Auskunft gefordert und die Auskunft per Email erfolgt, genügt das nicht der Schriftform.
  3. Das die Bearbeiterin ein Geburtsdatum zur Identifikation für erforderlich hält ist bizarr. Bei seltenen Namen wäre nicht einmal die genau Anschrift notwendig, um sagen zu können, dass man niemanden mit diesem Namen und der Stadt in der Datenbank hat.
  4. Die Behauptung, dass die Firma keine Daten habe wurde vom Unternehmen nicht getätigt, sondern lediglich die Aussage, dass zwei Teilbereiche des Unternehmens keine Daten haben würden. Der Unternehmensteil, welcher die Daten hat, hat gar keine Auskunft erteilt. Dies geht auch klar aus den übermittelten Daten hervor, dazu hätte man allerdings sorgfältig arbeiten müssen und nicht einfach eine Arbeit nur möglichst schnell abschließen wollen.
  5. Dass die Firma mehrfach meine Anschrift per offener Mail an mich verschickte wurde gar nicht behandelt, obwohl das gegen den Datenschutz verstößt, nicht ohne Grund hatte ich explizit postalische Auskunft gefordert und das vom Gesamtkonzern und nicht einem Teilbereich.

Mich wundert nicht, dass vielen Stellen Datenschutz egal ist, wenn eine Behörde derartig stümperhaft arbeitet. Keine Ahnung, ob es Inkompetenz, Überlastung oder andere Gründe sind, welche zu einer derartigen Bearbeitung führen. Ich jedenfalls bin extrem enttäuscht und bringe dies hiermit auch deutlich zum Ausdruck.

Natürlich könnte ich jetzt klagen, aber brächte dies ein besseres Ergebnis?

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