Quecksilber von Venator – #Duisburg #Braunkohle #AlleGegenRWE #hambibleibt

Bekanntlich hat das Braunkohlekraftwerk Venator in Duisburg Homberg neben vielen anderen kleinen Braunkohlekraftwerken mit dazu beigetragen, dass der Hambacher Wald fast völlig vernichtet wurde. Nur noch ein kleiner Rest davon steht. Diesen gilt es zu bewahren. Bekanntlich stammt das „Veredelungsprodukt“ Braunkohlestaub ausschließlich aus dem Hambachloch. Verringert man die Veredelung, reduziert sich das Risiko für den Wald.

Braunkohlekraftwerke stoßen neben anderen Schadstoffe das Nervengift Quecksilber in großen Mengen aus. Seitens der EU gibt es den DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2017/1442, der allerdings m.W. in Deutschland noch immer nicht umgesetzt ist. Wäre dies der Fall, würde das zusammen mit einer Förderabgabe zu einem sofortigen Ausstieg führen.

Aber zurück zu Venator. Da das Kraftwerk Braunkohle verbrennt wird zweifelsfrei auch Quecksilber emittiert. Wie viel? Das ist die Frage, welche es zu klären gilt. Auf eine Nachfrage von mir, erfuhr ich, dass Venator Quecksilber nicht messen muss. Jedenfalls nicht im Abgas, was wirklich an die Umwelt abgegeben wird. Gemessen wird das Quecksilber in der Braunkohle, vor der Verbrennung. Dies macht Mengenangaben natürlich sehr schwierig.

Man kann die Menge ungefähr berechnen. Für Berichtsjahr 2017 finde ich einen Ausstoß von 431.000.000 kg Kohlendioxid für das Braunkohlekraftwerk Venator. Dies bedeutet etwa die gleiche Menge an Braunkohle. 431 000 t Braunkohle bedeutet bei 0,069 mg/kg (= g/t) Quecksilber ca. 30 000 g Quecksilber oder 30 kg im Jahr. Klingt erst einmal nicht so viel, ist aber bedenklich. Selbst wenn noch ein Teil gefiltert werden sollte ist es immer noch viel. Über die Auswirkungen von Quecksilber kann man sich hier und hier informieren.

Zitat aus der Wikipedia:
„Würden die gleichen Grenzwerte für Quecksilber-Emissionen wie in den
USA gelten (im Monatsmittel umgerechnet etwa 1,5 µg/m³ für
Steinkohlekraftwerke und 4,4 µg/m³ für Braunkohlekraftwerke), könnte von
den 53 meldepflichtigen Kohlekraftwerken in Deutschland lediglich das
inzwischen stillgelegte Kraftwerk Datteln (Block 1–3) am Netz bleiben.“

Für Deutschland gilt derzeit ein Langzeitrichtwert von 0,035 µg/m³. Die ausgestoßene Menge liegt also deutlich darüber, was heißt, dass das Braunkohlekraftwerk abgeschaltet wird, wenn EU-Recht endlich in Deutsches Recht umgesetzt wird. Bis dahin scheinen der Bundesregierung Arbeitsplätze wichtiger als Menschenleben zu sein. Ein klarer Verstoß gegen Artikel 2 (körperliche Unversehrtheit).

Zudem müsste dann auch endlich der Ausstoß gemessen werden. Und die Kraftwerke auf den Stand der Technik upgedatet werden.

Als Emissionswerte sieht die < 1-10 µg/Nm³ vor, wobei das untere Ende dieses Wertebereichs mit spezifischen Techniken zur Quecksilberminderung erreicht werden kann.

Die Verbrennung von Braunkohle ist also nicht nur klimaschädlich, sondern gefährdet auch noch die Gesundheit für Arbeitsplätze die ein krebsverdächtiges Produkt herstellen.

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