#Duisburg: Stellungnahme Regionalplanung Final – #Klimaschutz

Da nur noch wenige Tag Zeit ist, hier jetzt mein letzter Teil zur Regionalplanung. Darf gerne kopiert und für eigene Einwendungen genutzt werden.

Als Teil der Duisburger Bevölkerung bin ich an vielen Stellen von der geplanten Zustandsverschlechterung betroffen. Insbesondere der Ausweisung weiterer Flächen für Wohnbebauung trotz des Leerstandes in den Innenstädten. Auch leerstehende Ladenlokale lassen sich in Wohnraum umwandeln, als besteht kein Bedarf für eine Inanspruchnahme von Freiräumen. Bestandspflege geht vor Neubau, weil Neubau wenig nachhaltig ist.
Zudem hat Duisburg eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung. Es gibt also keinerlei Grund noch mehr Fläche zu vernichten.
Gerüchten zufolge soll es einen Vertrag mit Düsseldorf geben, aber es kann nicht Sinn der Sache sein, dass Duisburg die Landschaftsschutzgebiete opfert, damit Düsseldorf sein behalten kann.

Feststoffdeponie Sachtleben

Diese Deponie ist keine raumbedeutsame Deponie und zudem wird diese stillgelegt. Weitere Zustandverschlechterung durch zusätzliche Deponierungen oder Gefährdungen durch erneute Öffnungen werden durch die Bevölkerung nicht toleriert.

Eine Wiedereröffnung der Deponie ist rechtsverbindlich auszuschließen, da diese zur Freisetzung der Giftstoffe in Grundwasser und in die Luft führen würde. Zudem würde das bestehende Naturschutzgebiet in unmittelbarer Nachbarschaft gefährdet. Die Sickerwasser der Deponien von Sachtleben/Venator schädigen auch heute noch das Grundwasser. Eine Firma die sich so auf Kosten der Allgemeinheit bereichert indem sie den nachfolgenden Generationen die Altlasten aufbürdet ist es nicht wert gehalten zu werden. Kein Arbeitsplatz ist Menschenleben wert.

Auch die Expansionsabsichten von Venator rechtfertigen keine zusätzliche Grundwasserverseuchung.

Gewerbegebiet Essenberger Bruch

Das angedachte Gewerbegebiet Essenberger Bruch würde der Duisburger Innenstadt erheblichen Schaden durch vermehrt Hitzetote zufügen. Ein Abreißen der vorwiegenden Süd- bis West-Luftströmung zur Duisburger Innenstadt führt dazu, dass im Sommer insbesondere die nächtlichen Temperaturen steigen. Je mehr Fläche bebaut ist, desto wahrscheinlicher ist dieses Szenario. Zudem sorgt ein Luftstrom in der Nacht dafür, dass Schadstoffe aus dem Innenstadtbereich abtransportiert werden. Ein Abriss führt zu höheren Stickoxidwerten und damit auch Fahrverboten.

Bereits in Gutachten von 1980 wird diese Klimaökologischeausgleichsfunktion bestätigt, aber auch Gutachten aus dem vergangenen Jahr bestätigen die Wirkung erneut. Zwischen dem Essenberger Bruch und dem rechtsrheinischen Stadtgebiet von Duisburg existiert eine Lokalzirkulation in Form von Flurwinden. Zudem ist der Essenberger Bruch eine kaltluftproduzierende Fläche. Es ist fatal, dass diese Fläche nur für noch mehr Logistik geopfert werden soll. Die Logistikbranche hat ein miserables Arbeitsplatz pro Fläche Verhältnis und durch die Digitalisierung wird diese Quote sogar noch schlechter, weil immer mehr Automatisiert wird. Dafür Flächen zu opfern ist unerträglich. Auch Logport I war ursprünglich als Gewerbegebiet geplant. Heute quälen sich LKW durch viel zu eng geplante Straßen und zerstören Straßen und Brücken.

Für die Landwirtschaft stehen immer weniger Flächen zur Verfügung und da darf es nicht sein, dass wertvolle Ackerflächen für „Gewerbegebiete“ verschwendet werden, die doch nur wieder mit riesigen Logistikhallen bebaut werden.

Die Lebensqualität der bestehenden Bevölkerung geht vor der Ansiedlung von Logistik auf dem Acker.

Der Regionalplan ist in sich widersprüchlich. In den eigenen Planungshinweisen steht drin, dass in dem Bereich nicht gebaut werden sollte, also warum wird dort trotzdem eine Fläche eingezeichnet?

Freiflächen müssen geschützt werden, da dies in vielfacher Hinsicht Städte gegen den Klimawandel stabilisieren. Neben Grundwasserregenerierung gehören dazu auch Kaltluft und Erholungsraum von Heißluftstädten.

Die Karten legen dar, dass nur noch sehr wenig Frischluft entstehen soll, was wiederum heißt, dass bestehende Freiflächen besonders intensiv geschützt werden müssen.

Lohmannsheide

Lohmannsheide ist eine Halde und keine Abfalldeponie!
Nahe der nichtzutreffend eingezeichneten Halde Lohmannsheide befindet sich ein Wasserschutzgebiet rheinabwärts. Allein aus diesem Grund ist eine Ausweisung als DKI Deponie unzulässig, zumal noch Altlasten im Boden schlummern könnten.
In Asdonkshof gibt es es bereits eine vorhandene Deponie für Inertstoffe.

Weitere allgemeine Punkte, sämtliche Orte im Umfeld betreffend:

Viele Gebiete stellen wichtige Frischluftschneisen dar, welche in Duisburg kaum noch vorhanden sind und aufgrund des weiteren Entzugs der Selbigen, es zu einer ohnehin schon nachgewiesenen immer weiter ansteigenden Erwärmung des Stadtgebietes kommen wird

Ich befürchte, durch ein ansteigendes Verkehrsaufkommen von LKW`s, dass es zu einer unzumutbar ansteigenden Frischluftbelastung durch Abgase, sowie zu einer vermehrten Staubildung- zu einem Gefährdungsanstieg im Wohngebiet und zu einer verstärkten Lärmbelastung kommen wird.

Tiere wie Mäusebusshard, Fuchs, Eulen, Specht, Möwen, Fledermäuse, Insekten wie Honigbienen, Schmetterlinge und weitere beobachtete Kleintiere wie Lurch, Molch, Frosch, Blindschleiche, Eidechse der Lebensraum entzogen wird. In einigen Bereichen trifft es sogar Dachse.

Bei der deutlichen Anzahl vorhandener Leerstände von Grundstücken und verfallender Immobilien sehe ich keine Notwendigkeit mich mit einem weiteren Freiraumentzug öffentlicher Flächen einverstanden zu erklären. Insbesondere hier in Rheinhausen verödet die City, weil ständig neue Flächen in Anspruch genommen werden. Zudem werden n Homberg sogar Hochhäuser mit hohen Kosten abgerissen. Da kann es nicht stimmen, dass ein Mehrbedarf an Wohnraum gibt.

Die Grundwasserregeneration wird durch Freiflächenvernichtung gefährdet und damit auch der Logistikverkehr auf dem Rhein, denn Niedrigwasser steht auch im Zusammenhang mit niedrigen Grundwasserspiegeln. Zudem sorgt weniger Regeneration dafür, dass sich ohnehin vorhandene Schadstoffe im Grundwasser aufkonzentrieren.

Ich befürchte, dass unser Eigentum mit Lage im nahen Umkreis durch die Planung an Wert verliert. Als junge Familie
lieben wir es fussnah eine abwechslungsreiche Natur in Kombination zu fussläufigen Einkaufsmöglichkeiten zu genießen.

Ich befürchte durch eine Bewegung des Bodens für bauliche Maßnahmen, dass Altlasten freigelegt und unkontrolliert in die Umwelt geraten.

Die Entfernung der Wohnbebauung zum Einzelhandel muss sich auf die Anzahl der Parkplätze auswirken. Im Stadtbereich gelegene fußläufig erreichbare Geschäfte brauchen keine bzw. nur wenige Parkplätze.

Wie ich hörte wurde der Regionalplan im Vorfeld nicht mit Umweltverbänden besprochen. Folglich fehlt der notwendige gesamtgesellschaftliche Konsens. Es handelt sich mehr um eine Auflistung um Wunschvorstellungen der Industrie.

Die Stadt Duisburg spricht nicht in meinem Namen insofern es um zusätzlichen Flächenbedarf geht.

Ich mache alle anderen Stellungnahmen zum Teil meiner.

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