#Duisburg: DVG macht 39 Mio € Miese – #RWExit

Wie man im Amtsblatt 33 der Stadt Duisburg nachlesen kann, hat die DVG kein so gutes Ergebnis erzielt. Wundert natürlich nicht, wenn man bedenkt, wie schlecht der ÖPNV in Duisburg aufgestellt ist. Fahrscheinfrei mit Pauschalbetrag für alle wäre vielleicht sogar günstiger, als ein abschreckendes kompliziertes System und schlechte Verbindungen.

Verwunderlich finde ich allerdings, dass der die DVV für die Verluste aufkommt. Besser wäre es DVG und Stadtwerke zu verschmelzen. Da RWE ja mit 20 % an den Stadtwerken beteiligt ist, würde RWE nur noch die Garantiedividende bekommen und somit die Kosten für die Bevölkerung gedrückt. Schließlich ist es unverständlich, warum die Stadtwerke Gelder an RWE abführen müssen.

Seltsam finde ich auch, dass überall PKF FASSELT SCHLAGE als Wirtschaftsprüfer genutzt wurde. Ob es da Mengenrabatt gibt, wenn die sämtliche Bereiche der Stadt Duisburg prüfen? Oder gibt es hier politische Verbandelung?

Man wundert sich, ob der „Aufsichtsrat“ genauso voll ist, wie bei den Stadtwerken, wo sage und Schreibe 21 Aufsichtsratsmitglieder vorhanden sind. Viel Aufsicht verdirbt wohl das Ergebnis? Oder kommt dann einfach nur nichts brauchbares dabei heraus?

Die Stadtkonzerne brauchen endlich weniger Häuptlinge und weniger Unterteilung. Das kostet nur unnötig Geld.

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2 Antworten zu #Duisburg: DVG macht 39 Mio € Miese – #RWExit

  1. Ingo Blazejewski schreibt:

    Sehr geehrter Herr Scharfenort,

    ich bin eher zufällig auf Ihren Beitrag gestoßen, freue mich über Ihr Interesse an dem Thema und über die Möglichkeit der Kommentar-Funktion auf Ihrem Blog, die eine umgehende Rückmeldung ermöglicht. Vielleicht kann ich einige Unklarheiten, die Sie aufführen, direkt beseitigen.
    Um etwas über das Geschäftsjahr der DVG zu erfahren, müssen Sie nicht das Amtsblatt studieren. Wir haben die zentralen Ereignisse und Ergebnisse wieder in unserem digitalen Geschäftsbericht verständlich und übersichtlich dargestellt: bericht.dvg-duisburg.de.

    Wie Sie vermutlich wissen, ist ein leistungsfähiger Öffentlicher Personennahverkehr in jeder Großstadt defizitär und lässt sich nicht durch die Einnahmen aus moderaten Ticketpreisen finanzieren. Daher kann man anders als Sie durchaus zu der Wertung kommen, dass die DVG durch ihr wirtschaftliches Handeln und angesichts der Investitionen erneut ein gutes Ergebnis erzielt hat.

    Der Fehlbetrag aus dem Bereich des ÖPNV wird innerhalb der DVV mit den Gewinnen aus dem Bereich der Energieversorgung verrechnet. Dieser sogenannte steuerliche Querverbund entlastet nachhaltig den Haushalt der Stadt Duisburg. Die DVV hat in den vergangenen beiden Jahren ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Details sind in dem aktuellen Geschäftsbericht der DVV zu finden: bericht.dvv.de.

    An der Stadtwerke Duisburg AG ist nicht RWE, sondern das Unternehmen innogy mit 20 Prozent beteiligt, das entsprechend eine Ergebnisbeteiligung erhält und im Zuge des RWE/E.ON-Deals nach den veröffentlichten Informationen an E.ON übergehen soll.

    Der Wirtschaftsprüfer wird jährlich vom Aufsichtsrat bestellt, die Größe der Aufsichtsräte einer Aktiengesellschaft richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

    Ich hoffe, dass ich einige Ihrer oben beschriebenen Fragen klären konnte.
    Mit freundlichen Grüßen,

    Ingo Blazejewski
    Leiter Konzernkommunikation
    Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

    • ulrics schreibt:

      Sehr geehrter Herr Blazejewski,

      das Amtsblatt studiere ich regelmäßig, um Offenlagen und Ähnliches mitzubekommen, aber es ist gut zu wissen, dass man auch Online einige Informationen findet.

      Dass der ÖPNV defizitär ist versteht sich leider von selbst. Könnte man ändern, ist aber für viele Verkehrsgesellschaften zu innovativ und solange es im Ruhrgebiet zu viel Kirchturmdenken gibt, wird sich da bedauerlicherweise auch nichts ändern.

      Wie ich schrieb fände ich eine direkte Verrechnung besser, da so die Gewinne von RWE geschmälert würden.

      Innogy ist derzeit noch eine Tochtergesellschaft von RWE. Der Deal mit Eon ist noch nicht abgeschlossen, da viele Aktionäre, dass Übernahmeangebot als deutlich zu niedrig werten.

      Wenn der Aufsichtsrat den Wirtschaftsprüfer bestellt, dann stellt sich die Frage, warum alle die gleichen Wirtschaftsprüfer nehmen. Kann ja kein Zufall sein, zumal der Aufsichtsrat vermutlich nur Empfehlungen abnickt.

      Was die Größe ist, so stellt 21 Personen das oberste Maximum dar (§ 95 AktG). Vorgeschrieben sind nur 3 und dich würde bei einem kleinen Unternehmen, wie den Stadtwerken auch völlig ausreichen. Ich war schon bei etlichen Hauptversammlungen von Unternehmen, nur bei den Stadtwerken habe ich einen so großen Aufsichtsrat gesehen.

      Gerade die letzte Bemerkungen wirft bei mir die Frage auf, ob dies mangelnde Kenntnis war. Aber vielleicht können Sie mir ja erklären, warum Trinkwasserzwangskunden keine Kundenkarte der Stadtwerke bekommen…

      Viele Grüße

      Ulrich Scharfenort
      Blogger, Künstler, Autor, Wissenschaftler uvm.

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