Zur Sparliste des Sören Link

Das ist keine Sparliste, sondern eine Liste der Dämlichkeit, wie sie kaum noch zu überbieten ist. Die fängt schon mit dem Alternativlos an, was nur dann gebraucht wird, wenn Politiker keine sachlichen Argumente haben.

Mit dem Sparkommissar wird schon länger gedroht. Wenn mich nicht alles täuscht kommt dieser vom Innenministerium, wo der Duisburger Ralf Jäger sitzt. Dieser scheint auch einen starken Einfluss auf Sören Link zu haben, womit dieser ohnehin schon unser Sparkommissar ist.
Mit dem streichen der Sprachförderung wird die Grundvoraussetzung der Integration gefährdet was noch mehr schlechte Abschlüsse zur Folge haben dürfte, womit auch weitere Mehrkosten für Sozialversorgung auf die Stadt zu kommen.

Vieles dieser Liste ist reine Milchmädchenrechnung und zeigt mangelhafte Kenntnisse der Wirtschaft. Höhere Gebühren und Eintrittgelder führen nicht automatisch zu Mehreinnahmen, sondern können sogar zu geringen führen, weil eben nicht jeder bereit ist alles zu bezahlen und man zudem jeden Euro nur einmal ausgeben kann. In einem Jahr wird sich das selbe Defizit erneut auftun, weil die Streichliste einfach nicht durchdacht ist. Ich kann dann zwar sagen, „Ich hab’s doch gesagt“, aber nützen tut dies Duisburg wenig.

Wichtige Einrichtungen wie die Verbraucherzentrale, welche den Menschen bei der Durchsetzung ihrer Rechte hilft sollen geschlossen werden nur damit höchstdefizitäre Einrichtungen wie das Symphonieorchester und die Opernehe bewahrt werden können? Keine Firma wird als erstes schauen, ob eine Stadt eine Oper hat. Kein Neubürger wird dies als Hauptkriterium haben. Der Rahmen muss stimmen und mit jedem „Sparschritt“ verschlimmert Duisburg seinen Zustand. Würde ich nicht länger hier wohnen, ich würde bestimmt nicht hier hinziehen. Ein Zweiwohnsitzsteuer ist ein gutes Argument doch endlich mal umzuziehen.

Und wenn die Stadt nicht genug Geld vom Bund bekommt, dass ist Jammern einfach nur peinlich. Der einzige richtige Weg ist vor Gericht zu ziehen und für eine ausreichende Zuteilung zu sorgen.

Ein guter Weg wäre natürlich auch endlich mal den Wasserkopf in den städtischen Betrieben zu verringern, auch damit wäre Ruckzuck alles erledigt aber an die Versorgungspöstchen für Greulich und Co geht man natürlich nicht dran, obwohl hier sehr schnell sehr viel eingespart werden könnte und auch die undurchsichtige Struktur der städtischen Betriebe vereinfacht würde. Mal ganz abgesehen von den Synergieeffekten bei der Vereinigung von Stadtwerken, Wirtschaftsbetrieben und so weiter. Schade das der Stadtspitze die Bürger egal sind, aber dies erklärt wohl mehr als deutlich die schwindende Wahlbeteiligung.

Dabei sollte eine Demokratie auch die Schwächeren beschützen.

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