Weiße Riesen Sachstand

Auf dem Duisburg West Stammtisch am Dienstag wurde beschlossen sich intensiver mit der Kuhnbau-Problematik – besser bekannt als Weiße Riesen – zu befassen.
Kurzfristig wurde jemand mit der notwendigen Expertise und dem notwendigen Einblick eingeladen.

Folgendes erfuhren wir:
Das Dilemma hätte bereits 2010 gelöst sein können, als Herr Fromberger anbot das Gelände für einen Euro zu kaufen und anschließend das Gebäude Ottostr. 24-30 auf eigene Kosten abreißen (mit eventueller Landesförderung) zu lassen.
Natürlich hätte die Stadt Duisburg auf ca. 1 500 000 Euro verzichten müssen. Die Schulden entstanden aus Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllabfuhr und ähnlichem. Diese Schulden wurden und werden durch den anscheinend verschollen Eigentümer nicht beglichen. Wie wir daran merken, dass die Gebäude immer noch stehen, kam das Geschäft nicht zustande, obwohl kaum damit zu rechnen ist, dass der Eigentümer noch einmal auftaucht und die Schulden begleicht, die seit 2010 sicherlich noch gestiegen sein dürften.
Anstatt einen sauberen Schlussstrich zu ziehen und weitere Verluste durch Einnahmen zu ersetzen, sowie die Lebensqualität der Anwohner zu steigern wurde das Projekt gestoppt.
Natürlich sind die Eigentumsverhältnisse schwierig aber ich denke unter den gegebenen Umständen hätten die Stadtjuristen einen Weg gefunden. Allein schon im Bundesbaugesetz finden sich ab § 85 ff. diverse Ansätze.

Statt der asbestverseuchten Ruine hätten wir Duisburg ein Schmuckstück der alternativen Energiegewinnung bekommen können. Der Zustand wird jedenfalls nicht besser. Die Keller sind inzwischen mit Regenwasser voll gelaufen, weil es von Oben durch die Fenster reinregnet. Da die Keller mit einer der Tiefgaragen verbunden sind, wird diese ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und wer weiß schon genau, wie lange die Fundamente noch halten. Insbesondere, wo Tauben im Gebäude sind und der Kot sicherlich nicht gut für Mauern ist.

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3 Antworten zu Weiße Riesen Sachstand

  1. Tenrix schreibt:

    DER SPIEGEL 51/1972 – Miese an den Hacken
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42762638.html
    11. Dez. 1972 … Der rheinische Baulöwe Josef Kun, durch den Vorwurf der Korruption im Düsseldorfer Landtag bundesweit bekannt geworden, wird jetzt von …

    Kun wird ohne H geschrieben.

    Eine Homberger Volkspartei hat in dieser Zeit sog. „Tombolagelder“ erhalten, wie der Spiegel außerdem berichtet.

  2. Pingback: Jakobswege: Niederrhein & Ruhrgebiet

  3. Tenrix schreibt:

    Als Fromberger-Hochhaus wird der Weiße Riese an der Friedrich- Ebert-Straße in Hochheide verstanden.

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