Wenn ich aktuell Politik und Medien ansehe, frage ich mich oft, warum niemand die offensichtlichen Zusammenhänge, bei jeder Jammerei über niedrigen Rheinpegel, erwähnt.
Natürlich trägt die menschengemachte Klimaerwärmung und die daraus resultierende Dürre ihren Teil zum Niedrigwasser bei, aber das ist nicht der einzige Grund. Ein wesentlichen Anteil hat die Wirtschaft durch Fluss- und Grundwasser. Aber auch das ist nicht vollständig.
Was man dabei nicht betrachtet ist die versiegelte Fläche, die sich ebenfalls aufs Grundwasser auswirkt. Je mehr Fläche versiegelt ist, desto mehr Wasser wird über Gräben, Kanäle usw. abgeleitet in Flüsse, von wo aus ins Meer geht. Das Wasser wird folglich überwiegend kein Grundwasser. Nur ein kleiner Teil versickert. Die begradigten Flüsse tun ihr übriges. Würde das Wasser im Boden versickern, würde das Grundwasser aufgefüllt, sodass bei Dürre weniger aus Flüssen im Boden versickert, Sondern eventuell sogar noch etwas nachfließt.
Weiterhin haben Bewaldungsprojekte in Afrika gezeigt, dass bei einer Wiederbewaldung auch Quellen wieder sprudeln. Dies heißt das der niedrige Rheinpegel, wie oft behauptet alleine an der Dürre liegt. Die Industrie trägt wesentlich dazu bei, aber auch die Besiedlung.
Aber offensichtlich wollen uns Politik und Medien für Dumm verkaufen oder kapieren selbst nicht die Zusammenhänge. Vielleicht sind auch die Konsequenzen, welche sich aus den Ursachen ergeben ein Problem. Schließlich müsste man die ganze Versiegelung für Parkplätze rückgängig machen oder drastisch verteuern und da die meisten sich nicht unbeliebt machen wollen, wird das nichts. Da darf man dann aber auch nicht jammern über selbstverschuldetes Leid.
