#Duisburg: Baustellenplan belegt Verwaltung hat keine Ahnung – #Baustellengrauen #Rheinhausen #Fahrrad

Ständig gibt es in Duisburg Probleme mit Baustellen, insbesondere für Rad- und Fußverkehr. Vor einigen Wochen habe ich über die Sperrung der Bergheimer Straße hier und hier berichtet. Ich war damals erst einmal davon ausgegangen, dass es hier einen Fehler gab, da im Verkehrsportal der Stadt behauptet wurde, dass es keine wesentlichen Beeinträchtigungen für Rad- und Fußverkehr gäbe. Nachdem mir nun der Baustellenplan vorliegt, stellte sich mir die Frage, was die Stadt als wesentliche Beeinträchtigung sieht. Denn ein Fahrverbot für Fahrradverkehr, obwohl zumindest ein Radweg weiterhin voll benutzbar wäre, ist eine vollständige Unterbindung dieser Fortbewegungsart und damit eine Sperrung. Und das soll keine wesentliche Beeinträchtigung sein? Zumal sowohl das Abbiegen, wie auch die Durchfahrt verboten wurde.

Liegt es an massiver Überlastung, dass einfach gar nicht geprüft wird, sondern nur ein Stempel drauf kommt? Das wäre dann Verwaltungsversagen, denn eine Genehmigung ohne Prüfung, wäre ein Versagen. Das würde dann sehr viele mangelhafte Baustellen erklären. Oder ist die Verwaltung so inkompetent und kennt die Bedeutung der Verkehrszeichen nicht? Auch das wäre eine Erklärung. Gibt es gar eine Verwaltungsanweisung den Radverkehr bei Baustellen nicht zu berücksichtigen? Zutrauen würde ich das SPD- und CDU-Leitung des Rathauses.

Das dort ein Radweg verläuft hat man offensichtlich nicht erkannt, sondern nur Beschilderung für Fußverkehr auf der einen Seite geplant. Das Sackgassenschild mit angeblich frei für Rad- und Fußverkehr ist unlogisch, wenn man Verkehrszeichen 250 verwendet und damit Radverkehr verbietet. Auch wird nicht geregelt, wie der Radverkehr in einer Richtung stattfinden soll. Die Rampe, welche im Plan steht, wurde nie realisiert, wie mein Bericht belegt.

Der Gehweg im Plan wird dargestellt, als wäre dieser durchgehend nutzbar. Vieles deutet darauf hin, dass die Behörde sich die Sache weder vorher vor Ort angesehen hat, noch in Googlemaps. Man hat auch definitiv nicht großartig nachgedacht. Auch die Beschilderung an der Moerser Straße, die das Abbiegen in die Bergheimer Straße mit der Baustelle verbietet sind ohne Schilder Fahrrad Frei, formal darf Radverkehr da nicht lang. Und sich dann beschweren, dass Radverkehr sich nicht an die Verkehrsregeln hält, wenn die Amateure bei der Behörde nicht einmal merken, dass die Beschilderung falsch ist.

Mein Schluss daraus ist, dass man sich in Duisburg nicht an Beschilderungen halten muss, weil die Behörde eh keine Ahnung hat, was sie da macht. Dass es hier um Verwaltungsakte geht, ist der Behörde offensichtlich nicht bewusst. Eigentlich müsste man bei jeder Baustelle klagen, bis die Behörde endlich die Verkehrsregeln kennt und beachtet. Das zeigt aus meiner Sicht aber deutlich, dass bei den angeblich nicht möglichen Fahrverboten für LKW höchstwahrscheinlich gelogen wird.

Deutlich erkennbar, keine Rampe.

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