#Rheinhausen: Verschlechterung für Radverkehr an Schwarzenberger Straße – #Duisburg #LKWeh #Duisport

An der Schwarzenberger Straße hat man den Radweg, der baulich weit entfernt war durch einen Radfahrstreifen, der sehr dicht an der Fahrbahn liegt ersetzt. Genau, wie ich hier schon vermutet habe. Grund waren diesmal zumindest nicht Parkplätze, sondern der Umbau zu einer barrierefreien Haltestelle.

Die Seitenstraßen mit farbiger Markierung des Radwegs, sind zwar schön, aber wichtiger wäre dies natürlich in Kreuzungen.

Wenn man sich allerdings die Fahrbahn anschaut, wenn dort Fahrzeuge sind, dann können PKW problemlos den Mindestabstand von 1,5 m einhalten.

Da mir das ganze etwas schmal aussah, fragte ich bei der Stadt Duisburg nach und bekam nachfolgende Antwort:
„der Radfahrstreifen hat eine Breite von 1,85m und die Fahrbahn an der schmalsten Stelle 3,50m und an der breitesten Stelle zur Friedrich-Ebert-Straße 4,50m.“

Bei 40-Tonnern muss man mit mind. 3,05 m rechnen wegen der Spiegel, könnte aber auch mehr sein. Radfahrende werden mit 1 m angenommen. Bleiben je nach Fahrposition höchsten 0,85 m vom Radweg und 0,45 m von der Fahrbahn. In Summe wären das 1,30 m. Aber natürlich nur bei optimaler Fahrweise, von welcher man nicht ausgehen kann und darf. LKW können in dem Bereich den Mindestabstand also nicht einhalten, damit wäre folgerichtig ein Überholverbot für LKW bei Radfahrenden auszuschildern, denn von sich aus werden LKW ganz sicher nicht warten, bis diese mit sicherem Abstand überholen können.

Die Sicherheit für Radfahrende wird vermindert, wenn man halbwegs getrennte Infrastruktur durch Farbe ersetzt und dabei die Radspur dichter an den KFZ-Verkehr heranrückt. Also typisch fahrradfeindliche Verkehrsplanung. Es ist davon auszugehen, dass es auf der anderen Seite genauso verläuft, denn auch dort wurde mir gegenüber bereits ein barrierfreier Umbau angekündigt. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass man die Verkehrssicherheit für Radfahrende vermindert bzw. verschlechtert.

Einziger wirklicher Lichtblick ist, dass die Grünfläche größer wurde und von der Gehwegfläche an der Kreuzung ein Abfluss in die Grünanlage angelegt wurde. Das heißt hier tut man etwas gegen Starkregen.

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