Grob fehlerhafter Artikel „Wie klimaschädlich ist Fliegen“ – #NRZ #Greenwashing #Fakenews #Klimaschutz #Flugverkehr

In Artikel aus der NRZ vom 21.05.2021 ließ sich Autor Alexander Klay darüber aus, wie klimafreundlich fliegen angeblich wäre. Der Artikel „Wie klimaschädlich ist Fliegen“ hat mich nicht nur sehr enttäuscht, sondern extrem wütend gemacht. Die redaktionelle Sorgfaltspflicht wird aufs Tiefste verletzt und eine wahrheitsentstellende Halbwahrheit präsentiert. Entweder hat Herr Alexander Klay sehr schludrig gearbeitet oder im Auftrag der Fluglobby geschrieben, anders lässt sich das für mich nicht erklären. Man kann nicht einfach Behauptungen der Lobbyorganisation BDL ungeprüft übernehmen.

Schon seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit Flugverkehr und Klimaschutz, weshalb mir sofort die erheblichen Fehler in dem Artikel auffielen. Der Artikel verharmlost die erhebliche Klimawirkung von Fliegen. Fliegen kann weder mit Kerosin noch mit Wasserstoff jemals klimaneutral werden. Das ist naturwissenschaftlich völlig ausgeschlossen. Wer etwas anderes behauptet, lügt.

Bereits eine einfache Lektüre aus öffentlich zugänglichen und verlässlichen Quellen hätte gereicht, um den Artikel als Unsinn zu entlarven. Ob man die Zahlen des UBA nun 1:1 übernehmen lasse ich mal außen vor, aber dort stehen genau die Klimaauswirkungen des Flugverkehrs beschrieben und warum CO2-neutral im Flugverkehr nicht klimaneutral ist. Genau deshalb spielt die Luftfahrtlobby auch mit den Begriffen, weil diese genau weiß, dass sie damit einen ökologischeren Anschein erwecken können. Die Wahrheit ist aber in Flughöhe haben u.a. der Wasserdampf, der sowohl bei Kerosin, als auch bei Wasserstoff entsteht, eine erhebliche Auswirkung auf den Treibhauseffekt.

Dass es auch anderen Treibhausgase gibt, muss man wissen. Das Wasser das wichtigste natürliche Treibhausgas ist, sollte man in der Schule gelernt haben, findet man aber im Internet. Dass in Flughöhe wenig Wasser ist und jeglicher Wassereintrag sich auswirkt, kann man u. a. beim UBA finden. In der oberen Troposphäre/ unteren Stratosphäre regnet Wasser auch nicht so schnell aus.

Aus den vorgenannten Gründen macht sich die NRZ des Greenwashings schuldig, weil der Flugverkehr als ökologischer dargestellt wird, als dieser ist. Nur wenn man die Gesamtwirkung auf das Klima betrachtet wird klar, dass Flugverkehr absehbar nicht klimaneutral werden kann. Mehr noch, kann man die Klimawirkung in Flughöhe auch nicht durch Maßnahmen am Boden kompensieren. Denn während alle anderen Emittenten am Boden mit mehr oder weniger Aufwand klimaneutral werden können, ist dies für Flugverkehr mit der heutigen Antriebstechnik unmöglich.

Somit hat der Artikel zwar zu einem gewissen Grad die Wahrheit geschrieben, aber so wesentliche Aspekte außen vor gelassen, dass man ihn als Fakenews auf dem Niveau von Klimaerwärmungsrelativierenden bezeichnen muss. Die Bevölkerung wird hiermit getäuscht. Die mag zwar für die Flugindustrie angenehm sein, aber nicht für die Menschheit.

Von der NRZ erwarte ich deutlich mehr!

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