#Corona: Fastenjahr 2020

Ein persönlicher Rückblick auf das Jahr 2020. Angefangen hat es vergleichsweise normal, aber lag bereits etwas in der Luft. Bei Twitter waren Gerüchte im Umlauf, welche auf einen Ausbruch einer neuen Krankheit in Wuhan hindeuteten.

Die Situation führte dann im März auch in Deutschland zu Maßnahmen. Da das Virus noch unbekannt war und man wenig wusste, war es um so schwerer Maßnahmen festzulegen. Einige schafften dies besser, andere (ich nennen jetzt keine Namen) deutlich schlechter.

Vieles ging nicht mehr, etliches wurde geschlossen und das Leben wurde runtergefahren. Aber es meldeten sich leise und laute Stimmen, welche eine Änderung des Lebensstils nicht wollten. Welche dagegen klagten, welche dagegen auf andere Weise vorgingen. Auch mit Pseudowissenschaftlern, die ich persönlich als Wirrologen einstufe. Auch hier lasse ich Namen weg, aber einer hatte mehrere Hashtags. Dies haben mit teilweise unwahren Behauptungen für Lockerungen gekämpft. Andere wollten eine neue Normalität, gingen sogar davon aus, dass es Jahre dauern würde bis ein Impfstoff käme. Deswegen wollte man im Sommer Urlaub ermöglichen. Aber möglicherweise war da auch das Wohlbefinden nicht das primäre Motiv, sondern die Wirtschaft. Jedenfalls gab es über den Sommer viele Kontakte, mit nur leichten Einschränkungen. Das Virus konnte sich so verbreiten.

Die zweite Welle im Herbst haben Historiker (Spanische Grippe) und Virologen klar vorhergesagt und es kam genauso, wie die Geschichte uns lehrte. Schlimmer noch hatte die zuständige Regierung zu wenig getan, um dies vorzubereiten. Man hatte wohl nur gehofft, aber nicht realistische Prognosen zur Grundlage des Handelns gemacht.

Das ein Impfstoff im Herbst des Jahres kommen würde, habe ich gehofft, aber auch vorhergesagt, dies ließ sich bereits aus öffentlich zugänglichen Informationen ableiten, dass die Impfungen so lange dauern werden, hatte ich nicht bedacht, aber ich denke Mitte 2021 werden wir zumindest diese Pandemie hinter uns lassen.

Im Gegensatz zu anderen, die dieses Jahr möglichst normal verbringen wollten, habe ich nachdem ich die Lage kannte auf möglichst viele Begegnungen verzichtet. Etliches vermisse ich, aber es musste sein, denn wenn man Angehörige hat, welche zur Risikogruppe gehören muss man abwägen, was einem wichtiger ist. Spaß oder Menschenleben. Wegen letzterem habe ich ich dieses Jahr gefastet und werde es wohl auch bis schätzungsweise März 2021, also dann ein volles Jahr. Ein Fastenjahr. Dies ist zwar nicht wie ich mich 2020 vorgestellt habe, aber dennoch habe ich lehren gezogen, was wichtig ist und auf was man verzichten kann. Das Leben geht weiter, hoffentlich aber man wächst daran, wie man eine Krise bewältigt und man erkennt den Charakter von Menschen.

Es ist schön, dass dieses Jahr ruhig enden soll. Mögen wir in den Jahren, die da kommen werden, innehalten und ans Fastenjahr 2020 zurückdenken.

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