#Duisburg: Verödete Innenstädte liegen Fehlplanung und nicht am Internethandel – #Sündenbock

Immer wieder gibt es Meldungen, zu verödeten Innenstädten und dem „bösen“ Internethandel.

Mich verwundern verödete Innenstädte kaum. Das Planlosdezernat in Duisburg ermöglicht jeglichen Neubau von Geschäftsfläche, da allerdings Geschäftsfläche nur einmal genutzt wird ist jeglicher Zubau automatisch neuer Leerstand. Der Neubau wird gefüllt an anderer Stelle wird es leerer. Dazu kommen natürlich noch Verlagerungseffekte. Braucht es also weniger Verkaufsfläche. Dies würde auch zugleich viele andere Probleme lösen.

Die alte Stadtbibliothek soll ja auch durch Geschäfte ersetzt werden. So etwas darf nicht erlaubt werden. Dafür muss man heute die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, um die Umgestaltung für Leerstände und Neubau zu regeln.

Und was die „Ursache“ Internet angeht, so sind viele lokale Geschäftsleute auch im Internet vertreten bzw. bieten sogar bessere Konditionen. Etwa Buchhandel, wo das Buch bereits am nächsten Tag da ist, im Gegensatz zu Internetversand.

Der Vorteil von Internet ist allerdings, dass man da schnell das passende findet. Hatte ich der Stadt auch mal vorgeschlagen mit einer App, die einem schnell zum gewünschten Produkt leitet, allerdings scheint man nicht zu verstehen, dass nicht nur Bequemlichkeit bei der Suche eine Rolle spielt, sondern auch die Schnelligkeit und der Preis. Und da kann der lokale Handel durchaus mithalten, wenn man nicht erst durch 20 Geschäfte muss, um etwas zu finden.

Außerdem ist wichtig, Leerstand zurückzubauen. Auch hierfür müssen sich die Städte aktiv einsetzen. Duisburg tut da zu wenig.

Also bitte nicht Sündenbock Internet die schuld geben, sondern mal hinsetzen und wirklich überlegen, was man verbessern kann und wie einkaufen heute funktioniert. Vielleicht auch Shopping mit Internet kombinieren. Braucht dafür allerdings Schnittstellen zwischen Laden und Internet, sodass man nicht lange suchen muss, sondern sofort weiß, welcher Laden etwas hat. Dann klappt es auch mit dem lokalen Handel.

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5 Antworten zu #Duisburg: Verödete Innenstädte liegen Fehlplanung und nicht am Internethandel – #Sündenbock

  1. Joachim Dudek schreibt:

    Das Problem in Duisburg ist nicht der Neubau von Geschäftsflächen. Das Problem, aus meiner Sicht, ist eine verdreckte und emotionslose Innenstadt. Bei Stadtfesten und Veranstaltungen auf der Königstraße sind die Menschen da. Bedarf ist also vorhanden.
    Nur unter versifften und bekackten Laubengängen mag niemand in Billigläden shoppen. Ewig lange Baustellen z. B. für die Terrorpoller oder den Austausch der verdreckten Platten auf der Königstraße sind Abschreckung jeder Art von Schau- und Kauflustigen, von fehlenden oder zu teure Parkplätze kaum zu reden. Gastronomie wird, da wo sie unter freiem Himmel angeboten wird, gerne angenommen. Davon gibt es zum Verweilen aber zu wenig und atmosphärisch bietet Duisburg da nicht an. Zum Beispiel könnten unter den Baumreihen auf der Königstraße Pavillons mit Gastronomie gebaut werden, um die riesige, leere Fläche zu nutzen. Es ließe sich noch fast unendlich viel zur Innenstadt sagen aber das führt an dieser Stelle zu weit. Für’s erste soll’s das gewesen sein.

    • ulrics schreibt:

      Billigläden gehen dahin wo die Mieten günstig sind und das ist da der Fall, wo mehr Fläche vorhanden ist, als Bedarf besteht.

      Ich finde die Überdachungen toll, denn man wird nicht nass, wenn es regnet.

      Es gibt in Duisburg keine teuren Parkplätze! Man kann in der Innenstadt sogar gratis parken.

  2. Joachim Dudek schreibt:

    Ich denke, dass wir da wohl eine diametral differierende Vorstellung von Innenstadt und besonders Einzelhandel haben. Denn wertiger Einzelhandel geht dahin, wo Kaufkraft zu erwarten ist. Das hat aber auch mit dem Umfeld zu tun. Parkgebühren, für das was Duisburg bietet, von 2 €/Std sind da nicht angemessen. Lassen Sie mich bitte wissen, wo man in der Innenstadt umsonst parken kann.

    • ulrics schreibt:

      Wem die Autoparkgebühren zu teuer sind, der hat eine seltsame Wertvorstellung.
      Wem die Autoparkplätze zu teuer sind, kann sich auch hochwertiges Zeugs gar nicht leisten, hat also keine Kaufkraft.
      Wobei es ausreichend andere Option für den Weg in die Innenstadt gibt.

      Vorm Amtsgericht an der Königsstraße, an der Tonhallenstraße und vielen anderen Stellen gibt es kostenlose Fahrradparkplätze.

  3. Pingback: #Duisburg Innenstadt hat etliche kostenlose Parkplätze! – #Verkehrsdiskriminierung #fahrradfeindlich | ulrics, kritische Stimme für Duisburg

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