Sümpfung Hambach angeblich keine Auswirkungen in Belgien und Niederlande – #allegegenRWE #RWE #hambibleibt #endcoal

Nachfolgend die Antwort des Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

ich bedanke mich für Ihr Schreiben vom 4. August 2019 an Frau Ministe-
rin Heinen-Esser, in dem Sie das derzeit laufende Genehmigungsver-
fahren zur wasserrechtlichen Erlaubnis für die Sümpfung des Tagebaus
Hambach ansprechen. Frau Ministerin bat mich, Ihnen zu antworten.

Sie äußern in Ihrem Schreiben die Befürchtung, dass es durch die
Sümpfungsmaßnahmen im Tagebau Hambach grenzüberschreitend zu
Auswirkungen in den Niederlanden und möglicherweise Belgien käme
und daher die beiden Staaten im Verfahren zu beteiligen seien.

Dies ist jedoch nicht der Fall, so dass auch keine Beteiligung der Nach-
barländer am Genehmigungsverfahren erforderlich war oder ist.

Die Abgrenzung des Untersuchungsraumes für die wasserrechtliche
Erlaubnis des Tagebaus Hambach erfolgt auf Basis der vorliegenden
hydrogeologischen Untersuchungen und Gegebenheiten und umfasst
die sog. Erft-Scholle und die Kölner Scholle. Das sind geologische Ein-
heiten, die durch tektonische Verwerfungen voneinander getrennt sind.

Aufgrund dieser tektonischen Verwerfungen gibt es kaum Auswirkungen
der Sümpfung über Schollengrenzen hinweg. Grundwasser-
Pegelstände in der Rur-Scholle (in Grenznähe zu Belgien) und in der
Venloer Scholle (grenzüberschreitend zu den Niederlanden) werden
daher nicht von den Sümpfungsmaßnahmen im Tagebau Hambach be-
einflusst.

Meine Antwort dazu:


der Argumentation kann ich nicht folgen.
Niemand kann in den Untergrund sehen. Niemand weiß genau woher welches Wasser kommt.
So gab es vor einigen Jahren einen erheblichen Einbruch von Wasser ins Hambachloch, der bis heute nicht geklärt ist.

Auch Verwerfungen schließen Verbindungen von Wasserschichten nicht aus. Oder gibt es einen wasserdichten Beleg dafür, dass nichts nach fließt? Bisher ist das lediglich der Rahmen, den man willkürlich für Simulationen annimmt.

Ferner gibt es noch den Rhein, aus dem später der Restsee befüllt werden soll. Was sich allerdings auf den Pegel auswirken kann, wie auch die zuständige Stelle für Wasser- und Schifffahrt in Köln in Hinblick auf die Transportleitung Frimmersdorf explizit bestätigt hat.

Folglich können Auswirkungen eben gerade nicht ausgeschlossen werden.

Für mich also insgesamt nur Ausreden, um die Niederländer und Belgier nicht beteiligen zu müssen. Hat aber den Vorteil, dass sich das vor Gericht rächen könnte.

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