#Duisburg: Kohleausstieg mit Antje Grothus – #endcoal #hambibleibt #RWEvil

Am vergangenen Dienstag war Antje Grothus, bekannt von der Kohleausstiegskommission, in Duisburg.

Natürlich lag es weniger daran, dass in Duisburg noch immer eine Braunkohlekraftwerk läuft (Venator), sondern mehr an einer familiären Bindung nach Duisburg.

– Warnung –
Dieses Video kann starke Emotionen gegen RWE hervorrufen.
Der Saal war nach dem Zeigen dieses Videos sehr bedrückt, zeigt es doch, was für eine böse Fratze RWE wirklich hat.

Inhaltlich erfuhr man, dass es keine weiteren Kohlekraftwerke geben soll. Das heißt weder Bau, noch Inbetriebnahme. Stellt natürlich die Frage, was dies für das Kohlekraftwerk in Kalkar-Appeldorn bedeutet, wo Pfeifer & Langen zur Zuckergewinnung weiter das Klima schädigen will. Mal abgesehen von den ganzen Braunkohlekraftwerken, welche diese Firma betreibt. Die Auswirkungen habe ich mal bei Bezirksregierung erfragt. Bin schon gespannt, was die antworten.

Dass die Polizeieinsätze am Ende von Vorteil waren, habe ich mir schon gedacht und wurde auch bestätigt. Ob das Herbert Reul klar ist, dass ein Teil des Protestes auf seine erhebliche Unterstützung zurückgeht?

Dass gerade einmal 5% der Sozialversicherungspflichtigen im Bereich des rheinischen Reviers auf die Klimaschädigung durch RWE zurückgehen verwundert doch erheblich, wo RWE einen völlig anderen Eindruck verbreitet.

Das endlich Schluss mit Heimatvertreibung sein muss war so ziemlich Konsens im Publikum, welches nicht nur aus Duisburg kam. Überraschen war aber der Terror, mit dem Menschen ihrer Heimat beraubt werden. Dabei geht es nicht nur um die eindeutigen Maßnahmen, wie Zwangsenteignung zugunsten von Aktionären.Es geht vielmehr um den Raub von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Denn an den Ort der Kindheit wird man nicht mehr zurückkehren können, weil alles im Höllenschlund versunken ist. Die Gegenwart ist voller Angst und Ungewissheit und etliche wissen auch nicht, welche Zukunft es gibt, weil die Gier keine Grenzen zu kennen scheint.

Aus den Schilderungen ist für mich klar, dass hier eine Folterkammer der Heimatvertreibung liegt. Etwas, was mit den Menschen- und Grundrechten nicht vereinbar ist. Was unmenschliche Gnadenlosigkeit ist. Folter und Vertreibung, wenngleich nicht physisch, so da psychisch. So müssen die Heimatvertriebenen teilweise ihre Beschäftigung aufgeben. Als Beispiele wurden Reitlehrende und Bauern genannt. Seltsam, wo sich gewisse Parteien, doch sonst so für die Landwirtschaft einsetzen.

Interessant fand ich auch, dass nicht RWE für Verlegung der A4 bezahlt hat, sondern wir Steuerzahlenden. Ein Frechheit, wie sich hier jemand auf Kosten der Allgemeinheit bereichert. Sollte man gegenrechnen bei Entschädigungen.

Fraglich ist derzeit noch die ernsthafte Umsetzung des Kompromisses. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die NRW(E)-Landesregierung nicht an die ernsthafte Umsetzung gehen will und sich Lieber um Kinder und Jugendliche kümmert, die etwas dagegen haben, dass ihre Zukunft verspielt wird.

Natürlich wurde auch betont, wie absurd der Wachstumsgedanke ist. Wachstum ist schließlich nur eine Illusion.

Am Niederrhein bedrohen ganz andere Tagebauten die Landschaft und wertvolle Böden. Ebenfalls für Profit und ebenfalls gefördert durch eine Landespolitik, welche sich permanent gegen die Zukunft versündigt. Es zeichnet sich ab, dass es auch einen Kiesausstieg und eine Bauwende braucht.

Das nachfolgende Bild versteigere ich übrigens zugunsten des Kampfes gegen Kohle:

(Klimawandel macht es heiß, wie die Hölle. Heimatliche Gefilde für RWE.)

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