#Dieselbetrug: „Professor“ Dieter Köhler – #AlternativeFakten #Fakenews #Dieselpopulismus #Dieselproblemleugner

Wieder mal scheint Stickoxid-„Experte“ Dieter Köhler, dass Interesse der Medien auf sich zu ziehen. Ich frage mich, wie er zu seinen Schlüssen kommt. Bekommt er hier Geld von der Autoindustrie? Steht er einfach gerne im Rampenlicht? Hat er schlecht recherchiert?

Auf jeden Fall ist es ein weiteres Strohfeuer, was von dem Betrug der Autoindustrie und der Unfähigkeit der Bundesregierung ablenkt. Hier hätte die SPD sich wirklich hart positionieren können im Interesse der Bevölkerung. Hat sie aber nicht. Stattdessen wird versucht abzulenken und Alternative Fakten von „Professoren“ verbreitet. Professor heißt bekanntlich Lehrender und da sollte man sich eigentlich intensiv mit einer Thematik befasst haben. Bei Dieter Köhler habe ich den Eindruck, dass er es nicht so genau mit Fakten nimmt. Man könnte es sogar als Dieselpopulismus bezeichnen.

Fachlich eingehend hat er sich jedenfalls nicht der Thematik auseinandergesetzt, wie ich auch hier und hier bereits darlegte. Ähnlich Klimawandelleugnern agiert er mit Halbwahrheiten und Übertreibungen. Weshalb man inzwischen auch von Dieselproblemleugnern spricht. Ist natürlich auch einfacher, als sich mit den unangenehmen Fakten auseinanderzusetzen.

Dieter Köhler äußerte er sich selber mal, dass er den Arbeitsplatzgrenzwert von 950 µg/m³ nicht verstehen würde, was bei der notwendigen fachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, aber eigentlich offensichtlich sein sollte, denn der Grenzwert gilt erstens nur für Industriearbeitsplätze, zweitens müssen trotzdem Maßnahmen zur weiteren Senkung getroffen werden und drittens ist dieser Wert auf 8 Stunden bezogen und die Anzahl der Arbeitstage pro Jahr. Zudem gibt es den Stundengrenzwert für den öffentlichen Raum von 200 µg/m³, der auf 8 Stunden bezogen sogar noch höher wäre, während die 40 µg/m³ ein Jahresmittelwert sind. Für Zigaretten gab er Werte an, die so nicht stimmen können bzw. wo er die Fakten weg lässt auf welche Anzahl dies bezogen ist. Oder vielleicht hat er die Einheiten auch nicht verstanden.

Man darf nicht vergessen, die meisten Ärzte kennen Anatomie und Körperfunktionen zwar sehr gut, aber naturwissenschaftliche Zusammenhänge oder gar Chemie gehören nicht unbedingt zu den Kenntnissen. Man sollte ansonsten eigentlich annehmen, dass ein Lungenfacharzt wüsste, dass es für die Lunge ganz, ganz schlecht ist eine starke Säure einzuatmen und das auch kleinste Konzentrationen das Gewebe schädigen. Stickoxide (NO2) reagiert mit Feuchtigkeit in der Lunge zu stark ätzender Salpetersäure. Und da NO2 gasförmig ist, gelangt es wie Sauerstoff bis tief in die Lunge.

Eine beständig andauernde Verätzung ist der Gesundheit nicht zuträglich. Zudem entstehen bei der Verätzung Nitrate, die in den Körper gelangen und dort zu krebserregenden Nitrosaminen abgebaut werden. Sprich mit wenigen chemischen Grundkenntnissen, über die Dieter Köhler scheinbar nicht verfügt, sind die gesundheitlichen Zusammenhänge offensichtlich. Um Krebs auszulösen reicht bereits ein Molekül, allerdings ist es natürlich unmöglich hinterher konkret zu sagen, welches Molekül es wann genau war und woher dies kam. Die Gewebeschädigung öffneten zudem auch die Pforte für andere Schadstoffe, wie etwa Feinstaub.

Verharmlosen und relativieren sind häufige Instrumente von Populisten. Egal, ob bei Feinstaub, Stickoxiden oder gar Klimawandel.

Fakt ist allerdings, ungeachtet der konkreten Zahlen, dass Stickoxide und Feinstaub die Lebenserwartung senken. Für den gefährlicheren Feinstaub ist der Grenzwert übrigens zu hoch. Dies scheint Dieter Köhler irgendwie aber nicht zu interessieren. Aber möglicherweise passt es nicht zu seinen Motiven diese Information zu verbreiten.

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