#Dieselbetrug: ARD informiert Bevölkerung falsch! – #Stickoxid #Stuttgart

Der ARD Bericht Das Diesel-Desaster genügt nicht im Mindesten journalistischen Grundsätzen.

Wesentliche Informationen werden falsch dargestellt und ebenfalls werden Informationen weggelassen, man gewinnt den Eindruck bewusst. Verantwortlich zeichnen sich hier nach den Angaben des Films Thomas Berbner und Torben Börge.

Die Auflistung mit Faktencheck ist nur auszugsweise:
1. Lüge: Das Ziel von Jürgen Resch wären bundesweite Fahrverbote für ältere Diesel.
=> Fakt: Fahrverbote ergeben sich als Konsequenz aus dem Betrug der Autoindustrie im Zusammenhang mit der Einhaltung von Grenzwerten. Das Ziel der DUH ist saubere Luft. Dies wäre z.B. auch durch Abschaltung von Kohlekraftwerken erreichbar. Wenn die zuständigen Stellen keine Vorschläge machen, entscheiden halt die Gerichte das naheliegendste.
2. Urteil im Sinne der Umwelthilfe.
=> Das Urteil ist im Sinne der Bevölkerung, die ein Anrecht auf saubere Luft hat. Siehe Artikel 2 Grundgesetz.
3. Meinungswiedergabe von Herrn Hetzel, als Lungenfachmann, die allerdings bewusst die chronische Wirkung weg lässt, welche bei den statistischen Todeszahlen betrachtet wurde. Natürlich gibt keinen unmittelbaren Todesfall durch NO2, aber durchaus eine Verringerung der Lebenserwartung. Und wenn einem Arzt etwas nicht plausibel ist, heißt dies erst einmal nur, dass vielleicht von statistischen Methoden nicht so viel Ahnung. Aber natürlich wurde bewusst ein Arzt gewählt, weil diese besonders vertrauenswürdig und allwissend erscheinen, obwohl sie das nicht sind.
4. Hinweis, dass selbst das Bundesumweltamt keinen Beweis hätte.
Fakt: Es gibt viele Erkrankungen, die bestimmten Ursachen zugeordnet werden und wurden. Meistens hat es vorher viele tausend Menschenleben gekostet. Man denke nur an Asbest oder Rauchen.
5. Dem Umweltbundesamt wird durch Frage unterstellt, es würde die Bevölkerung unnötig verunsichern.
Fakt: Wenn Gesetze beschlossen werden wurde die Grenzwerte vorher sehr genau geprüft. Zudem gilt ab 2020 ein noch geringerer Grenzwert für Deutschland.
6. Dieter Köhler stellt Studie in Frage, weil andere Faktoren auch die Ursachen sein könnten.
Fakt: Bei epidemiologischen Studien werden solche Faktoren ebenfalls berücksichtigt und herausgerechnet. Dieter Köhler scheint übrigens auch nicht zu verstehen, warum der 8-Stunden-Grenzwert aus dem Arbeitsschutz scheinbar so viel höher ist, als der Jahresmittelwert. Ganz einfach, weil es unterschiedliche Zeitskalen sind. Genau wie der Ein-Stunden-Grenzwert der EU mit 200 µg/m³.
7. Dieter Köhler behauptet Rauchende würden auf 500 000 bis 1 000 000 µg/m³ kommen und dies würde widerlegen, dass es Tote geben würde.
Fakt: Ob er das pro Zigarette meint oder insgesamt über die gesamte Lebenszeit fehlt als Angabe. Aus einer Zigarette kommen gerade einmal 100–600 µg gemäß Wikipedia. Und er gesteht sogar ein, dass Rauchende früher sterben, scheint aber keinen Zusammenhang erkennen zu wollen. Aber vielleicht hat man die Äußerung auch weggelassen.
8. Bei der Betrachtung des Messstelle wird der Container, als eingekeilt beschrieben, obwohl die relevanten Punkte die Stellen sind, wo das Gas eingesaugt wird und nicht, wo die Messtechnik sitzt.
9. Es wird behauptet ein erheblicher Teil des Feinstaubs wäre auf andere Faktoren zurückzuführen als den Motor.
Fakt: Trotz Nachforschungen zu dieser Behauptungen und Gesprächen mit Menschen die dies behaupten konnte bisher niemand dies fundiert belegen. Es scheint hier keine Fachartikel zu geben, sondern nur populistische Behauptungen.
10. Messspitzen werden auf anfahrende Autos zurückgeführt.
Fakt: Die 40 µg/m³ sind ein Jahresmittelwert und in Städten gibt es viele Ampeln, wo die Wohngebäude belastet werden. Auch in Stuttgart gibt es sogar sehr viele Stellen, wo der Verkehr direkt vor Wohnhäusern an Ampeln steht.
11. Es wird behauptet die Messstationen müssten ein ganzes Stück von Kreuzungen entfernt stehen.
Fakt: Man lässt den Wert weg, obwohl der an dieser Stelle eingehalten wird. Ich meine das waren ca. 25 m.
12. Das Stickoxidwerte weiter nach oben niedriger sind, wird als etwas besonderes dargestellt, obwohl dies auch für Straßenschluchten bereits in den entsprechenden Rechenmodellen berücksichtigt wurde.
13. Es wird bei Regen gemessen, wo gar nicht die gesamte Konzentration am Messgerät ankommt und auch nur eine Momentaufnahme, denn auch die Witterung hat einen Einfluss auf den Ausstoß.
14. Eine Gastherme wird als angebliche Ursache für Stickoxide präsentiert.
Fakt: Wenn die Werte für Stickoxide durch die Gastherme erhöht würden, hätte man dies durch Messungen des Kohlenmonoxid überprüfen können. Wenn die Therme richtig funktioniert können keine Stickoxide in die Wohnung eindringen. Falls es eine moderne Anlage sein sollte, wäre diese sogar raumluftunabhängig. Aber hier wird einfach dreist behauptet, dass es daran läge und nicht eine Anreicherung vom Verkehr, was die wirkliche Ursache sein dürfte.
15. Das ein Gasherd hohe Temperaturen und damit Stickoxide erzeugt ist offensichtlich. Sollte man auch nicht ohne Abzug machen. Der Gasherd und die Kerzen sollten offensichtlich zeigen, dass es noch andere Quellen gibt. Dass es dafür scheinbar keine Regelungen gibt macht es nicht besser, sondern eher schlimmer, da sich zum Straßenverkehr weitere Belastungen summieren.
Den Jahresmittelwert mit einem Minutenwert zu vergleichen ist zudem wissenschaftlich suspekt.
16. Oldenburgs Bürgermeister scheint nicht zu wissen, dass die Atemfrequenz und damit die Exposition von Radfahrenden höher ist und selbst der vorher sogar mal erwähnte Umstand, dass an Belastungsschwerpunkten zu messen ist, scheint den Machern entfallen zu sein.
17. Es wird erwähnt, dass beim Marathon die Wert hoch gewesen wären, ohne zu erwähnen, dass es lange trocken war und auch nicht wie die Belastungen an den Tagen davor und danach waren. Andere Quellen als der Verkehr, wie etwa Kohlekraftwerke werden gar nicht thematisiert.
18. Eine Messung mit Passivsammlern, müsste über ein gesamtes Jahr erfolgen um aussagekräftig zu sein. Hier scheint mal willkürlich ein Monat gemessen worden zu sein.
19. Beim Vergleich mit den USA scheint entfallen zu sein, dass dort deutlich geringere Werte für Feinstaub gelten und in den USA der Dieselskandal begann, weil dort deutlich strengere Normen für den Ausstoß der Fahrzeuge gelten und VW dort auch für Verstöße bestraft wurde.
Man überprüft vielleicht nicht die Werte vor Ort, aber schon das, was hinten heraus kommt. Auch dies macht einen direkten Vergleich unzulässig, da die System unterschiedlich sind.

Martin Hetzel fasst eigentlich gut zusammen, wie man diese Sendung bezeichnen muss: unseriöser Populismus. Eine ehrliche Diskussion der Thematik vermisse ich in der Meinungsmache. Die Wortwahl ist häufig sehr einseitig, um nicht zu sagen tendenziös. Meinungsmanipulation und Propaganda fallen mir beim Betrachten immer wieder ein. Bekam oder Bekommt die ARD Sponsorengelder oder ähnliche Leistungen der Autoindustrie oder warum wird so etwas ausgestrahlt? Oder gab es hier „Unterstützung“ für die Macher?

Das ganze erinnert noch stark an die alternativen Fakten, welche Klimawandelleugner häufig präsentieren. Hier etwas in Zweifel ziehen, dort auf etwas hinweisen und natürlich wichtige Informationen weglassen.

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2 Antworten zu #Dieselbetrug: ARD informiert Bevölkerung falsch! – #Stickoxid #Stuttgart

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