#Plastikvermüllung durch #Haribo – #Mikroplastik

Gegenüber verschiedenen Stellen hatte ich bereits mehrfach geäußert, dass nicht Plastik im allgemeinen das Problem ist, sondern die Neigung einiger Firmen alles in immer winzigere Verpackungen zu verpacken.

Ein schlechtes Beispiel ist hier Haribo. Bei ALDI Süd gibt es derzeit Goldbären in zwei Varianten. Einmal die reguläre Verpackung mit derzeit 400 g (2,73 €/kg) und an der Kasse gibt es noch eine weitere mit 45 g (8,70 €/kg). Für die kleine Verpackung wird im Verhältnis zur Großen natürlich deutlich mehr Kunststoff verwendet. Schließlich bräuchte man etwa neun Beutel, um auf das gleiche Gewicht zu kommen.

Die Unternehmen können natürlich mit dem gleichem Produkt eine höhere Rendite erzielen. Ich wollte natürlich nachfragen, warum Haribo zu Winzverpackungen greift, wenngleich mir schon klar war, dass es hier allein um Gier geht.

Folgende Antwort bekam ich:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

vielen Dank für Ihre E-Mail an HARIBO und die darin enthaltenen offenen Worte.

Wir können Ihnen versichern, dass wir bestrebt sind, die Umweltbelastung durch unsere Produkte bzw. Verpackungen so gering wie möglich zu halten.

Angesichts der gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf Produktsicherheit/Produktschutz und Hygiene sowie unserer eigenen hohen Qualitätsansprüche gibt es aktuell noch keine sinnvoll umsetzbare Alternative zu unseren Produktverpackungen.

Wir arbeiten allerdings kontinuierlich und zukunftsgerichtet an Verbesserungspotentialen für unsere Produkte und Dienstleistungen.

Ein eher ungeschickter Versuch meiner Frage auszuweichen. Die Hygiene ist sicherlich kein Grund, für kleinere Verpackungen und eine Bemühung seitens Haribo erkenne ich ebenfalls nicht weniger Verpackungsmüll zu erzeugen.

Es ging in meiner Mail auch nicht um einen kompletten Ersatz von Verpackungen, sondern ausschließlich um die kleinen Verpackungen.

Aus der Antwort kann man aber entnehmen, dass vermutlich die gleiche Foliendicke auch für die kleinen Beutel verwendet wird. Das angebliche Bestreben nehme ich Haribo nicht ab, da die Realität bereits jetzt das Gegenteil zeigt. Fakt ist und bleibt, dass größere Verpackungseinheit weniger Müll produzieren. Völlig unabhängig von anderen Vorschriften.

Wäre ich jetzt Böse und würde den Plastikmüll auf die Vermüllung der Meere beziehen könnte man fast dichten: „Haribo macht Fische tot und die Meere ebenso“, was aber natürlich übertrieben wäre. Gleichwohl leistet Haribo durch Kleinverpackungen einen Beitrag zur Vermüllung der Meere und die Produktionsbelastung ist auch nicht zu verachten. Schließlich wird deutlich mehr Energie und Rohstoffe pro Gramm Produkt verwendet.

Ich werde wohl von Käufen bei Haribo ganz absehen.

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