Tangente wird nicht kommen – #Rheinhausen #Naturschutz

Wieder einmal kommen Politiker auf die dumme Idee von der Verlängerung der Tangente von Logport zur A40 in Homberg. Natürlich wegen der vielen LKW, welche durch Rheinhausen fahren.

Ich finde, statt die Verwaltung unnötig mit irgendwelcher Erfassung von LKW-Zahlen zu befassen oder noch schlimmer der Planung von Luftnummern, wäre es sinnvoller endlich die Planungen für die Verlängerung der Rudolf-Schock-Straße zum Marientor zu planen und fertigzustellen. Denn ich bin sicher eine Ursache für Ausweichverkehre ist der Umstand, dass der Verkehrsabfluss im Rotlichtviertel zu schleppend ist. Andere Ausweichverkehre folgen eher einem Autonavi. Mitunter will man aber auch zum Autobahnzubringer in Rheinhausen und dann in die Niederlande ohne den Umweg über die andere Tangente zu fahren. Und natürlich spielen auch die völlig unzulänglichen Ampelschaltungen eine Rolle.

Absurd wird es, wenn man die Probleme im Friemersheim mit der Tangente im Zusammenhang zu bringen versucht. Dabei nehmen LKW hier bereits die direkte Verbindung zwischen den Logportinseln I und III. Daran würde auch die Vernichtung von noch mehr Grün, Bäumen und Pflanzen, sowie Lebensraum für Tiere etwas ändern. Gerade in der einer großen Stadt brauchen die Menschen Bereiche zum Erholen. Je weniger Bereiche es davon gibt, desto größer werden die Probleme.

Und wenn die bestehenden Regelungen nicht eingehalten werden, ändern noch eine Straße mehr gar nichts, außer mehr Fläche zu versiegeln, mehr Keller zu überfluten durch Rückstau und mehr Hitze zu speichern, welche Duisburg die Sommerhitze noch unerträglicher macht. Landschaft unter Straße zu begraben bringt nicht und Stück für Stück vernichten wir so unsere Lebensgrundlage.

Ich werde mich jedenfalls mit aller Macht dagegen wenden. Der Essenberger Bruch muss erhalten bleiben. Jedenfalls der Rest den es davon noch gibt. Nicht nur für die Erholung, sondern auch als Frischluftschneise für die Innenstadt, wo es bereits jetzt Hitzetote gibt, was sich durch Klimawandel und Flächenfraß immer weiter verschärfen wird. Sicherlich wäre dann hier auch die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung von Logport I zu diskutieren.

Aber eine Straße bauen scheint wohl für manche die einfachere Lösung zu sein, als die Probleme wirklich anzugehen.

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