Echte Gendergerechtigkeit vorantreiben – @DritteOption

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat die Diskussion Aufwind bekommen. Viele wollen jetzt wie üblich abwarten, was passiert. Dabei bedeutet Gendergerechtigkeit nicht nur eine echt Gleichbehandlung aller Geschlechter, sondern auch eine Vereinfachung von Texten.

Anstatt zwei Geschlechtsbegriffe zu verwenden reicht ein Geschlechtsneutraler. Dabei gilt, dass alles, was ein Geschlecht enthält, nicht geschlechtsneutral ist.

Beispiel: Männer*innen

Wobei in diesem Fall noch das Problem der Aussprache kommt.

Muss man jetzt warten, bis sich etwas seitens der Politik tut? Selbstverständlich ist dies nicht der Fall.

Mit jedem neuen Bundestag kann man auch bereit eingereichte Petitionen erneut stellen. Auch an die Länderregierungen und sogar die Kommunen kann man Petitionen richten.

Die Eintragung im Ausweis kann nur durch ein Gesetz geändert werden, allerdings kann man bereits jetzt für eine geschlechtergerechte Sprache sorge und zudem Druck machen.

In NRW wird die Kommunalpetition zum Beispiel durch Gemeindeordnung § 24 geregelt und wirklich jede Person kann hier eine Petition einreichen. Diese sollte selbstverständlich entsprechend eindeutig sein.

Etwa:
„Die Stadt XXX wird gebeten, dass im Rahmen der Möglichkeit das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (10. Oktober 2017 – 1 BvR 2019/16 -) umzusetzen. Etwa durch Verwendung von geschlechtsneutrale Sprache (Sprache ohne jeglichen Geschlechtsbezug).“

Auch die Gleichstellungspersonen können angesprochen werden.

Es klappt vielleicht nicht überall, aber auch kleine Erfolge an verschiedenen Stellen können den langsamen Wandel beschleunigen und vielleicht gibt es ja auch Städte, welche gerne ein liberales Bild nach außen zeigen.

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2 Antworten zu Echte Gendergerechtigkeit vorantreiben – @DritteOption

  1. Gender-Angst schreibt:

    Ich sehe beim Beispiel „Männer*innen“ noch ein anderes, viel größeres Problem: Hier wird wieder vom Mann als Standardgeschlecht ausgegangen und die „anderen“ nur dran gehängt. Die Männer sind explizit sichtbar, die Frauen und LGBT nur so halb. Der Schritt in Richtung Geschlechterneutralität ist aber absolut richtig.

    • ulrics schreibt:

      Okay, dann kam das Wort Männer*innen nicht so an, wie intendiert. Das war Sarkastisch bis humorvoll gemeint.
      Nicht als Beispiel wie man es richtig macht, sondern vielmehr das komplette Gegenteil.

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