Uranhexfluorid: Die lange Leitung der Behörden

Am 21.09.2013 stellte ich die nachfolgende Anfrage:

Guten Tag,

zum Thema Uranhexafluorid hätte ich drei kleine Fragen:

– Wie viele Transporte mit Uranhexafluorid werden pro Jahr mit der Eisenbahn durchgeführt?

– Wie viel Transporte davon gingen durch Duisburger Stadtgebiet?

– In welchem Altersbereich liegen die Waggons dabei?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort

Nach mehreren Erinnerungen. Die letzte erfolgte am 26.03.2014 bekam ich dann am 27.03.2014 auch endlich mal Antwort:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 27. März 2014.

Das Eisenbahnbundesamt (EBA) ist nach der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung – StrlSchV) die zuständige Genehmigungsbehörde für die Beförderung von sonstigen radioaktiven Stoffen im Schienenverkehr. Die Anzahl dieser Beförderungen ist den Jahresberichten des EBA zu entnehmen, die unter www.eba.bund.de heruntergeladen werden können. Demnach wurden im Jahr 2012 im Bundesgebiet 201 Wagenladungen mit Uran der natürlichen Isotopenzusammensetzung bzw. abgereichertes Uran in Form von Uranhexafluorid auf der Schiene transportiert.
Eine Genehmigung zur Beförderung sonstiger radioaktiver Stoffe kann mehrere mögliche Transportrouten enthalten. Eine Auswertung durchgeführter Transporte nach tatsächlich betroffenen Stadtgebieten erfolgt hier nicht.
Das konkrete Alter der für diese Transporte eingesetzten Wagen wird weder im BMUB noch im EBA festgehalten. Relevant für einen sicheren Transport ist vielmehr, dass die Wagen nach den gesetzlichen Vorgaben regelmäßig Revisionszyklen unterliegen und Mängel – unabhängig vom Alter der Wagen – dadurch rechtzeitig erkannt werden können.

Bezeichnen finden ich erst einmal, dass nicht das Datum der ursprünglichen Anfrage genutzt wurde, sondern ein falsches, dass noch nicht einmal mit dem Datum meiner Erinnerung übereinstimmt. Dann schmeckt mir die Zusammenfassung und allgemeinen Aussagen wenig.

Werde wohl jetzt erst einmal in die Berichte reinschauen und anschließend beim Eisenbahnbundesamt anfragen.

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Eine Antwort zu Uranhexfluorid: Die lange Leitung der Behörden

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