An der Beethovenstr. 21 steht die alte Sparkasse, scheinbar soll die BV Rheinhausen am 13.10.2026 dieses Gebäude unter Denkmalschutz stellen. Die Vermutung liegt nahe, dass es dabei um die Verhinderung eines Supermarktes geht. Wenn ich mich recht entsinne war von einem LIDL die Rede, den man unbedingt verhindern will. Deshalb hat man dort bereits eine entsprechende Gebietsfestlegung gemacht, die das verhindern soll.
Das man den hässlichen Kasten nun unter Denkmalschutz stellen will passt da voll ins Bild.
Die mehrseitige Begründung für den Denkmalschutz ist nicht wirklich schlüssig. Mein Eindruck ist, dass einfach zu viel unter Denkmalschutz gestellt wird, was nicht denkmalwürdig ist.
Vielmehr ist die Ecke schrecklich mit einem viel zu schmalen Gehweg an der Friedrich-Ebert-Straße und einem zu schmalen Radweg. Keine Ahnung, ob dies auch durch den Denkmalschutz betroffen wäre.
Was mich bei der Sache wundert ist, warum das erstens als „nicht öffentlich“ eingestuft wird, denn daran ist nichts, was der Öffentlichkeit vorenthalten werden müsste und zweitens warum das bei einer Einstufung als „nicht öffentlich“ öffentlich im Netz stand.
Weiterhin finde ich an der Drucksache bemerkenswert, dass behauptet wird, dass der Denkmalschutz keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt hätte. Was natürlich Unwahr ist. Wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht muss dieses erhalten werden. Das heißt andere Nutzungen des Geländes oder Umbauten sind ausgeschlossen. Somit auch Wertsteigerungen, welche zu mehr Grundsteuer führen würden. So wäre es denkbar die Seitenstraße neben der Friedrich-Ebert-Str. einzuziehen und einen vernünftigen Rad- und Gehweg zu schaffen und zugleich den öffentlichen Raum zu verkleinern. Damit würde automatisch mehr private grundsteuerpflichtige Fläche geschaffen. Zudem dürfte der Wert des Gebäudes sinken, was sich auch in zukünftiger Grunderwerbsteuer niederschlägt. Dies Aspekte nicht zu betrachten wirkt auf mich so als würde die Denkmalschutzbehörde es nicht so genau mit den Fakten nehmen.
Die Politik würde Rheinhausen jedenfalls viele Möglichkeiten verbauen mit Denkmalschutz an der Stelle. Da wäre das zerstörte Hallenbad denkmalwürdig gewesen. Aber da musste man ja unbedingt einen Supermarkt bauen, der zu absehbaren Leerstande nebenan geführt hat. Hoffe das Vorhaben wird abgelehnt.