Im Kreis Mettmann gibt es Widerstand gegen den Ausbau der A3. Natürlich auch von Umweltschützenden, wie sich von selbst versteht, aber nicht nur. Laut Beitrag im WDR:
„Unterstützt wird die Initiative von den anliegenden Städten, dem Kreis Mettmann und der Bergischen Industrie und Handelskammer.“
Das heißt auch die Wirtschaft ist gegen einen Ausbau und für ein günstige, schnelle, pragmatische und unbürokratische Lösung. Denn auch die Wirtschaft weiß, dass die üblichen langen Bauzeiten zu viel Stau führen werden.
Die Autobahn GmbH dagegen behauptet, dass die Lösung mit einer Freigabe des Standstreifens nicht einfach und günstiger wäre, weil man angeblich Haltebuchten bauen müsste. Dabei stimmt das nicht. Man muss nur die Freigabe elektronisch regeln. Sobald es einen „Unfall“ gibt, sperrt man den Standstreifen für den Verkehr und fertig.
Wenn man sich anschaut, wie viele kaputte Straßen und Brücken es gibt, stellt sich die Frage, warum man unbedingt ausbauen will. Hat das persönliche Motive, weil ein Mitarbeiter der Autobahn GmbH in der Nähe wohnt? Ist natürlich angenehmer, wenn man nicht so weit muss. Oder hat das ganze Verkehrschaos einen völlig anderen Grund. Man könnte natürlich jetzt auch einfach an Baufirmen denken, die verdienen wollen, wobei das ginge ja auch anderswo und marode Brücken gibt es ja genug. Da muss man keine Kapazitäten für ein Projekt verschwenden, dass so keinen Sinn macht.
Man könnte hier fast zu dem Schluss kommen, dass die marode Infrastruktur eine Verschwörung ist, um den Menschen mehr Geld aus den Taschen zu ziehen durch die Fossilmafia. Denn wozu führt Stauverkehr? Höheren Kraftstoffverbrauch. Wozu führen gesperrte Brücken? Ebenfalls höheren Kraftstoffverbrauch. Und wenn man dann völlig unnötig eine Autobahn ausbauen will, müssten eigentlich alle Betroffenen dagegen klagen, weil es für Stau sorgt und man dadurch nichts gewinnt. Außer wie gesagt die Fossilmafia, die kräftig daran verdient. Auch wenn es natürlich andere Erklärungen für die dumme Entscheidung der Autobahn GmbH gibt, klingt diese am plausibelsten. Leider.
Beispiel für marode Brücke:

Danke für den Denkanstoß, aber warum ist es verwerflich wenn ein Mitarbeiter der in der Nähe seiner Baustelle wohnt? Er benötigt dann auch weniger Sprit um zur Arbeit zu kommen. Ist das nicht auch eine Form von Klimaschutz für diese Person. Besser als immer bin Duisburg nach Hannover oder so zu pendeln. VG ein interessierter Leser
Also Millionen von Fahrten unnötigen verlängern, damit eine Person einen kürzeren Weg zur Arbeit hat? Natürlich ist das verwerflich, weil egoistisch und die minimale Einsparung einer Person nicht den Gesamtschaden aufwiegt.