Was soll eigentlich die ständige einseitige Berichterstattung zum KFZ-Gejammer? Etwa im WDR ist schon die Überschrift:
„So viel könnten Pendler sparen“
von einseitiger Verbrennersicht verblendet.
Wird etwa jeden Tag darüber berichtet, wo es Ausfälle und Verspätungen bei der Bahn gibt, wo ständig falsch informiert wird?
Ich bin Pendler und spare bei Subventionen für Menschen die unbedingt meinen einen Verbrenner fahren zu müssen nichts und zahle nur drauf mit meinen Steuern. Es gibt keinen Grund den ohnehin verwöhnten Autofahrenden noch mehr Geld in den Schokosalon zu schieben. Und dann auch immer die Beispiel in Interviews. Gestern Abend eine Frau die von Bergisch Gladbach nach Krefeld pendelt, kein Frage dazu warum sie nicht umzieht oder warum sie nicht die Bahn nimmt, wenn es ihr zu teuer ist? Auch kein Interview mit Lokalpolitik warum die keinen besseren ÖPNV machen. Etwa wo man am Bahnhof eine Anschlussgarantie für den Bus hat, der nur einmal die Stunde fährt. Aber so wird natürlich nicht geplant, obwohl das durchaus möglich wäre und mit Technik kann man auch sehr gut informieren, tut man aber auch nicht.
Die einseitige Fokussierung auf die Tankstelle führt dann natürlich auch zu einseitigen Maßnahmen der Politik. Was uns der Autoverkehr und die ganzen Subventionen kosten wird nie vorgerechnet. Die Gratismentalität der Autofahrenden, die nur einen lächerlichen Teil der verursachten Kosten bezahlen, wird nie hinterfragt.
Menschen die schlecht zu Fuß sind, haben nichts am Steuer von KFZ zu suchen. Wer die Füße nicht richtig bewegen kann, trifft schnell mal das falsche Pedal oder kann nicht schnell genug reagieren. Tote und Verletzte sind die Folge.
Fakt ist, niemand ist aufs Auto angewiesen, es gibt Gegenden mit schlechten Anbindungen, aber die kann man verbessern. Ich war am Dienstag in Kalkar mit ÖPNV hin von Duisburg und zurück. Bei der Planung fiel mir auf, dass von Kleve zwei Busse nach Kalkar fahren, aber dort im Abstand von wenigen Minuten vorbeifahren. Dabei könnte man dort prima einen halbstündlichen Takt einführen. Aber jene die entscheiden und in den Räten sitzen, sitzen wohl zu oft am Steuer eines KFZ. Vielleicht sollte man überall Subventionen für KFZ in der Politik einstellen und nur noch ein Deutschlandticket für Ratsleute ausgeben. Und von Kalkar nach Goch gibt es einen sog. Rufbus, den man natürlich nicht nehmen kann, weil man eine Stunde vorher wissen muss, ob man diesen nutzen will. Ist ja logisch, dass nur die wenigstens so planen können und wissen, wann sie fertig sind. Das schreckt ab.
Fakt ist, mit Fahrrad und ÖPNV tut man nicht nur etwas für die Gesundheit, sondern auch für den Geldbeutel und wir hätten astreine Radwege und genialen ÖPNV, wenn auch nur ein 1/4 der Gelder für KFZ-Verkehr dorthin verschoben würde.
