Lobbykratie ist kein Kompromiss – #RWE #NRZ #Lützerath #Lützibleibt

Heute Morgen stand in einem Kommentar von Manfred Lachniet, dass man etwas, was politisch ausgehandelt wäre, akzeptieren müsse. Deshalb schrieb ich der Zeitung und mache das in diesem Fall auch öffentlich.

Sehr geehrter Herr Lachniet,

Haben Sie schon mal einen Kompromiss mit einem Hochwasser erlebt oder mit einem Vulkanausbruch? Wie wollen Sie einen Kompromiss mit der Klimaerwärmung schließen? Jedes zusätzliche CO2-Molekül steigert die Temperatur. Das ist Fakt, da sind Kompromisse nicht möglich. Man kann Klimaschutz machen oder einen Kompromiss, beides zusammen geht nicht und ich erkenne hier auch nicht, dass auch nur irgendetwas positives für den Klimaschutz bei herausgekommen wäre, da sich die Kohlemenge nicht reduziert hat.

Was die desaströsen Entscheidungen der Grünen in NRW angeht, so ist das kein demokratischer Kompromiss. Man behauptet, dass Lützerath jetzt weggebaggert werden müsste, obwohl genug Kohle für die nächsten beiden Jahre zur Verfügung steht. Eine klare Lüge also. Es geht hier ausschließlich um die Standfestigkeit der noch nicht einmal genehmigten Restseen. Lützerath solle keine Landzunge bleiben. Aber auch das macht heute keine Räumung nötig. Damit könnte man sich Zeit lassen. Es wäre hier auch Aufgabe zu hinterfragen, warum man es so eilig hat, obwohl es derzeit nicht notwendig ist.

Davon abgesehen muss man desaströse politische Entscheidungen nicht akzeptieren! Demokratie ist deutlich mehr als nur einmal alle paar Jahre ein Kreuz zu machen! Demokratie hat deutlich mehr Facetten, als such dir ne Partei! Demokratie ist demonstrieren! Demokratie ist vor Gericht ziehen! Demokratie ist auch Missstände nicht hinzunehmen und fragwürdige Entscheidungen klar und deutlich zu hinterfragen! Besonders dann wenn eine viel zu mächtiger Konzern erheblichen Einfluss auf Entscheidungen hat, was dann keine Demokratie mehr ist, sondern Lobbykratie.

Was irgendwelche Gutachten angeht, so steht dort das drin, was die Auftraggebenden drin stehen haben wollen. Man lässt hier ein paar Fakten weg, schönt dort etwas und rechnet eine sehr großzügige Menge aus und natürlich die nicht notwendige „Veredelung“ wird ebenfalls mit hinzugerechnet. Habe inzwischen genug Gutachten gelesen um zu wissen, dass alle stark meinungsgefärbt sind. Immer ausgerichtet auf das Ziel was man erreichen will.

Und die Allgemeinverfügung als Grundlage der Räumung zeigt deutlich, dass der Kreis Heinsberg nicht für Klimaschutz steht, denn auch dort wird die Auswirkung verharmlost.

Mit friedlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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