Berliner Zeitung, DPA uvm. verbreiten Fakenews zu Klimaprotest in Berlin – #Klimaschutz #Autokorrektur #Autopolizei

Morgens bei Twitter beginnt der Tag schon schlecht, wenn man dort einen schlecht recherchierten oder sogar absichtlich so geschriebenen Artikel der Berliner Zeitung findet, welcher den Klimaprotestierenden die Schuld gibt, dafür das ein Rettungsfahrzeug im Stau stand. Scheinbar wurde diese Fakenews auch über die DPA verbreitet, denn in der NRZ von Heute war ein ähnlicher Artikel und auch an vielen anderen Stellen finden sich ähnliche Artikel. Natürlich kann man den Medien einen Vorwurf machen, dass die blind Unsinn der DPA übernehmen, aber primär ist der Berliner Zeitung, dem Autor und der DPA ein Vorwurf zu machen.
Die Berichterstattung ist wohlformulierte Hetze gegen die Klimaproteste, welche nicht auf dem Boden der Rechtstaatlichkeit basiert, sondern wesentliche Fakten weg lässt und dadurch von sehr geringer Güte ist. Diese extrem einseitige faktenverzerrende Berichterstattung nennt sich Meinungsmache und widerspricht den ethischen Grundsätzen von Journalismus.

Wenn ein Rettungsfahrzeug im Stau feststeckt ist der Stau der Problem und nicht die Stauursache. Denn es gibt in StVO § 11 klare Vorgaben für Staus:
„(2) Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“
Das heißt bereits beim Entstehen des Staus hätten die Fahrzeuge eine Rettungsgasse bilden müssen. Folglich stand das Rettungsfahrzeug im Stau wegen dem Fehlverhalten der Personen am Steuer, denn die Rechtslage hier ist eindeutig.

Die Rechtslage ist wie dargelegt eindeutig, völlig unabhängig davon ab man das Verhalten von Letzte Generation nun gut oder schlecht findet. Aber scheinbar saugt man sich, wenn man etwas gegen Klimaschutz bzw. die Proteste hat, einfach etwas aus den Fingern und verdreht die Fakten bzw. lässt wesentliche Fakten weg. An keiner Stelle steht, das die Protestierenden unmittelbar das Rettungsfahrzeug behindert hätten, dies dürfte also nicht der Fall gewesen sein, denn sonst hätte man dies publiziert und vermutlich auch Bilder gehabt.

Im Artikel meldet sich die Gewerkschaft der offensichtlich AUTOphilen-Polizei zu Wort und behauptet:
„Wer Verkehrswege blockiert, riskiert und behindert die Handlungsfähigkeit der Inneren Sicherheit“
Dies zeigt, wie ausgeführt, erstens mangelhafte Kenntnis der StVO und zweitens wie autolastig deren Sichtweise ist. Denn Ständig werden Rad- und Gehwege von KFZ blockiert und auch Rettungsfahrzeuge werden immer wieder von Falschparkenden blockiert. Ein hartes Durchgreifen durch die Polizei sieht man selten bis gar nicht. Gerade von einer Organisation, welche den Anspruch hat die Polizei zu vertreten sollte man Rechtsstaatlichkeit erwarten. Stattdessen zeigt man eine einseitige Haltung um nicht zu sagen heuchlicherische einseitige Bewertung von Verkehrshindernissen.

Nachtrag:
Beschwerden über die fehlerhaften Presseartikel sind unter https://www.presserat.de/beschwerde.html beim Pressrat möglich.

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Grundrechte, Körperliche Unversehrtheit, Klimaschutz, Umweltschutz, Verkehrswende abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s