#Osttangente und Hochfeld – #Duisburg #Duisport #Rheinhausen

In den ergänzenden Unterlagen zur „Machbarkeitsstudie“ Osttangente finden sich recht interessante Dinge, die auch erklären könnten, warum es so lange dauerte und immer wieder Verzögerungen gab.
In der Datei 4_AIII-Teilbereich-Umwelt.pdf fand sich als Aufgabenstellung folgende Passage:
„Zur Entlastung des Stadtteils Duisburg-Rheinhausen vom LKW-Verkehr zur A40 soll eine innerstädtische Umgehungsstraße gebaut werden. Hierzu soll die Osttangente parallel zum Rheinufer verlängert werden, um eine direkte Verbindung zwischen der Moerser Straße und der Emmericher Straße unter Umgehung dicht bebauter Siedlungsbereiche zu schaffen.“
das Dokument stammt aus dem Dezember 2020

Die Verkehrliche Machbarkeitsstudie (3_AII-Verkehrliche-Machbarkeitsstudie.pdf) aus Juli 2021 sagt dagegen:
„Im Hinblick auf die Zumutbarkeit für Mensch und Umwelt wird nach Lösungen gesucht, die Entlastung und optimierte Verkehrsführung aufzeigen. Mit einer direkten Anbindung von logport I an die A 40 soll Rheinhausen und das rechtsrheinische Hochfeld vom zunehmenden Lkw-Verkehr entlastet werden. Hierzu ist geplant eine Fortführung der Osttangente von der Brücke der Solidarität bis zur L 473 zu führen.“

Hochfeld wird also erst in späteren Dokumenten erwähnt. Vermutlich ist das in der ohnehin eher schludrig gemachten „Machbarkeitsstudie“ niemanden aufgefallen, dass es eine verräterische Begründung gibt.

Es fanden nur zwei Zählungen statt. Am 27.8.2020 Verkehrszählungen in Rheinhausen und Hochfeld, sowie am 23.03.2021 eine Verfolgungszählung des Schwerverkehrs. Zu den Details dieser Zählung findet sich nicht genug in den Unterlagen, um zu beurteilen, wie brauchbar die waren.

Aus den vorgenannten Umständen lässt sich schließen, dass man Hochfeld erst später in die Aufgabenstellung aufnahm, nachdem man feststellte, dass es für Rheinhausen kaum etwas brachte. Man hat also wirklich krampfhaft nach einer Begründung gesucht, um eine ungewollte, umstrittene Straße weiter planen zu können, obwohl klar ist, dass das vor Gericht landen wird, und sämtliche dürftigen Unterlagen sehr gründlich analysiert werden würden.

Nun versucht man als Rheinhausen gegen Hochfeld auszuspielen, dabei ist offensichtlich und klar, was in Hochfeld gemacht wird. Das kann ich Stadt auch kostenlose sagen. Sperrung Karl-Jarres und Rheinhauser Straße für Logportverkehre und Fertigstellung Marientor.

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