#Spam von Vitalox Informationssysteme GmbH und die Zarenga GmbH – #Datenschutz #Abmahnung

Die „Vitalox Informationssysteme GmbH“ hat sich laut Impressum der Spammail bei mir um Ärger beworben. Diesen liefere ich gerne frei Haus. Dachte nicht, dass es noch Spammende gibt die mir etwas schicken.

In der Mail wird für ein Wunschdarlehen geworben, was ich definitiv nicht notwendig habe. Ferner wird behauptet:
„Sie erhalten diese Nachricht an [Datenschutz], da Sie an einem Dienst eines unserer Kooperationspartner teilgenommen haben.“
Dies ist natürlich unwahr, da ich meine Adresse nicht für Mailservice oder so einen Schrott eintrage. Bin mal gespannt, was die mir mitteilen auf meine Anfrage nach BDSG bzw. DSGVO. Laut Gesetz haben die einen Monat Zeit für die Beantwortung, gibt es keine Antwort, geht das ans LDI NRW, die für Datenschutz zuständig sind.

Weiterhin kann man natürlich die Firma, falls sie denn wirklich noch existiert, auch verklagen. Also die klassische Unterlassungsklage mit Abmahnung. Das heißt zukünftig wird es teuer für die zu spammen.

Wichtig ist es jedenfalls sich zu wehren gegen jene Spammer und Phisher, wo dies möglich ist. Je mehr das machen, desto höher die Hürden für solche Belästigung. Man ist keinesfalls hilflos irgendwelchen Datenhändlern ausgeliefert.

Da das Schreiben keine richtige Anrede drin hatte, dient es wohl dazu weitere Daten zu bekommen. Darauf deutet auch ein Link hin, welcher wohl dazu dienen soll an weitere Daten zu gelangen.

Verwunderlich finde ich auch nachfolgendes:

Im Impressum der Mail steht folgendes
vitalox Informationssysteme GmbH, Pfaffenweg 15,
DE 53227 Bonn, Geschäftsführer: Sven Nobereit, Amtsgericht Bonn HRB 13303,
USt-IdNr.: DE814109620

Wenn man nach Sven Nobereit sucht, stößt man auf eine Zarenga GmbH, die scheinbar auch Mailmarketing im Programm hat. Was für ein ‚Zufall‘.

Der letzte Eintrag der vitalox Informationssysteme GmbH im Bundesanzeiger ist der Geschäftsbericht 2011 (wie man Geschäftsberichte findet hier) da fragt man sich, wie eine Firma, die seit Jahren keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht hat, noch existieren kann. Denn scheinbar handelt es sich hier um eine kleine Gesellschaft und die sind zu Veröffentlichung verpflichtet.

Habe hier mal einige Stellen angeschrieben und nachgefragt.

Bei den ersten Treffern zu Zarenga GmbH fand ich den Thread Spam durch eine Zarenga GmbH. Auch gibt es Berichte im Zusammenhang mit angebliche kostenlosen Ebüchern, welche man nur gegen Eingabe der Emailadresse zu bekommen scheint (Emailadresse => Zarenga => Mailmarketing). Huch, welch ein „Zufall“. Ein Kommentar bezeichnet dies als Email harvester. Das Verfahren scheint zu sein, dass anstatt Mails zu verschicken über Köderseiten an Mailadressen zu gelangen und diese dann für Spam zu nutzen. Einige Seiten haben auch ein Blog mit Kommentarfunktion in denen ebenfalls eine Mailadresse angegeben werden muss. Natürlich liegt dann kann wirksames Einverständnis für die Mailnutzung vor. Auch im Zusammenhang mit Phishing taucht die Zarenga GmbH auf. Ebenfalls erwähnt wird dort die Rhein-Medial GmbH, die gar nicht so weit entfernt von der Zarenga GmbH zu liegen scheint.

Unter gleichen Adresse und „zufällig“ auch mit einem Sven Nobereit im Impressum gibt es auch eine Lubego GmbH, die „zufällig“ auch mit Mailmarketing beschäftigt ist.

Zu den Domains der Zarenga GmbH gehören anscheinend:
– Leben-ohne-akne de
– emailnewsletter eu
– gutscheinundrabatte de
– brandaktuelle-aktionen de
– pdf2txt de
– hba1c info
– abendgymnasium-info de
– imgbox de
– iphone-x-gewinnspiel de
– weekly-news de
– mustervertrag net
– morbus-crohn-aktuell de
– wirtschaft-technik de
– enttaeuschungen de
– was-ist-gicht de
– myimg de
– partyzettel de
– borreliose-infektionskrankheiten de
– bilder-hochladen tv
– fotosverkleinern de
– mietpreisermittlung de
uvm.

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11 Antworten zu #Spam von Vitalox Informationssysteme GmbH und die Zarenga GmbH – #Datenschutz #Abmahnung

  1. Rainer schreibt:

    Hallo,

    ich bekomme auch ständig Spam-Emails von denen. Habe die heute unter Fristsetzung aufgefordert dies zu unterlassen und mir mitzuteilen, woher die meine Email-Adresse haben. Mal abwarten was kommt

    • ulrics schreibt:

      Bitte mal darauf achten, ob sich danach Spam aus anderen Quellen mehrt. Habe den Eindruck, dass da etwas zugenommen hat, allerdings mit sehr skurrilen Absendern.

  2. Yannick schreibt:

    Hallo, ich habe heute auch erstmalig mehrere Emails von Vitalox bekommen. Hat deine Anfrage nach BDSG bzw. DSGVO mit Frist von einem Monat am 8.6.2020 irgendetwas ergeben?

    Seit vielen Jahren verwende ich trackbare Email-Adressen um herauszufinden wer meine Adressen weitergibt. Entweder wurde die entsprechende Information von Vitalox entfernt oder die Adresse stammt noch aus einem älteren Datensatz…

    • ulrics schreibt:

      Angeblich stammten die Daten von einer Firma, die es nicht mehr gibt. Ist natürlich sehr praktisch, weil nicht mehr zurückverfolgbar.
      Leider ist Datenhandel ja weiterhin zulässig.

      Zwei Hypothesen hatte ich schon mal gebloggt, wie die an Daten kommen und diese legal erscheinen lassen:
      Adresswäsche über Gewinnspiele
      Phishing-Server

      • Spamhasser schreibt:

        Hallo,
        mir wurde aktuell auch die tränenrührende Geschichte der nicht mehr existierenden Schweizer Firma aufgetischt. Garniert mit ein paar Aussagen, die einen festen Glauben erfordern.
        Das mit dem Handel mit E-Mail-Adressen dürfte nicht so einfach sein. Falls ich Firma A ein Werbeeinverständnis erteilen sollte, so gilt das für Firma A. Vielleicht noch für B und C – FALLS ich von A darauf hingewiesen wurde. Das Werbeeinverständnis kann aber nicht an D bis Z verkauft werden.
        Unabhängig davon gibt es etwas, weshalb der Spam von vitalox an mich auf jeden Fall illegal war.

        • ulrics schreibt:

          Im Zweifelsfall werden die Adressen über Gewinnspiele eingespeist, sodass man behaupten kann, dass jemand am Gewinnspiel teilgenommen hätte (Adresswäsche).

          Die Schwierigkeit ist natürlich dies zu belegen.

          Weshalb war das denn illegal?

          • Spamhasser schreibt:

            Hallo,
            illegal, da vitalox kein gültiges Werbeeinverständnis hatte.
            Dass vitalox kein gültiges von der schweizer Firma hatte, kann ich leider nicht beweisen, angebliche Firma, Pleite und Teil-Löschung sei Dank.
            Es gibt aber noch was: vitalox will meine Daten schon vor vielen Jahren gekauft haben. Nun ist es halt so, dass selbst das beste Werbeeinverständnis mal verfällt, wenn es – wie es hier der Fall war – jahrelang nicht genutzt wird.

            • ulrics schreibt:

              Vitalox ist in der Beweispflicht, wenn man es auf eine Unterlassungsklage ankommen lässt, wird das für die teuer.

              Gute Hinweis, werde mal recherchieren, was ich dazu finde.

  3. Pingback: #Spam: Verfall von Werbeeinverständnis – #Vitalox | ulrics, kritische Stimme für Duisburg

  4. Atomfried schreibt:

    Ich habe jetzt auch etwas von denen bekommen, mit der Behauptung ich hätte „an einem Dienst
    eines Kooperationspartners“ teilgenommen. Das kann eigentlich gar nicht sein.
    Habe jetzt ein DSGVO-Auskunftsersuchen von der Email-Adresse abgeschickt, mal sehen was passiert. Haben die Dir denn geantwortet?
    Wenn man sich ganz sicher ist, dass man kein Einverständnis gegeben hat, kann man die Spam-Email an die Wettbewerbszentrale (wettbewerbszentrale.de) schicken. Die fragen einen aber nach einer Eidesstattlichen Versicherung, dass man nicht eingewilligt hat. Man hört danach nie wieder vom Spammer :) Habe ich schon ein paar Mal gemacht.

    • ulrics schreibt:

      Ich habe eine Antwort bekommen, die allerdings wenig überzeugend war. Liegt noch beim LDI.
      Die müssen nachweisen, dass man zugestimmt hat, wobei diese „Kooperationspartner“ nach meinen Recherchen Webseiten mit Gewinnspielen oder „Hilfeseiten“ sind, wo man halt eine Emailadresse angeben muss. Aber auch da gilt, dass die nachweisen müssen, dass die Angaben nicht von einem Dritten stammen. Gerade bei Emails ist das ohne Bestätigung per Mail nicht möglich.

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