Phishing-Server für #Spam – #Datenschutz

Wenn man mehr als einen Mailaccount hat, dürfte es einem vielleicht bereits aufgefallen sein. Mailadressen, die seltener genutzt werden, haben auch weniger Spam-Aufkommen.

Das lässt sich nach meinem Verständnis darauf zurückzuführen, dass die Emailadressen für Spam inzwischen nicht mehr von Seiten gesammelt werden, sondern, dass einfach Phishing-Server ins Netz gehangen werden. Diese fangen aktive Mailadressen ab. So verhindern die Spammenden zugleich tote Mailadressen anzuschreiben.

Dieses Server lesen natürlich nicht die Inhalten mit, für eine Adressierung sind aber Absender und Empfänger notwendig. Folglich wird das mitgelesen. Wenn die Mail von Firmenadressen kommt, kann zugleich auch geschaut werden zu welche Phishingkampagne dies gerade passt. Wenn der Absender zum Beispiel ein Internethändler oder eine Bank ist, häuft sich der dazu passende Spam. Dies dürfte kein Zufall sein, sondern an den Phishingservern liegen.

Vielleicht sind dies auch nur Server die mit Schadcode infiziert wurde und die Daten übermitteln. Es gibt auf jeden Fall einen Zusammenhang zwischen Spam und Korrespondenz, die zu auffällig ist, um Zufall zu sein. Damit wird das Erkennen von Spam und Phishing natürlich schwieriger. Zugleich wirft das eine interessante Frage in Hinblick auf den Datenschutz auf. Wenn kriminelle Dritte die Emailadresse beim Transport abgreifen, wer ist für den Datenschutz verantwortlich?

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