#Tattoo und elektrische Felder – #EMF #MRT

Wenn man Metall im Körper hat, kann es Probleme mit einem MRT geben. Dies hängt vom magnetischen Verhalten ab. Insbesondere kann es zu induktiven Strömen bzw. Erhitzung kommen. Habe da mal da Bundesamt für Strahlenschutz gefragt, wie das mit Tattoofarben aussieht. Nachfolgend die Antwort, die auch für die Allgemeinheit nicht uninteressant sein dürfte. Besonders, wenn man über ein Tattoo nachdenkt.

Wirkung von EMF auf Tattoo

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21. Februar. Leider muss ich Ihnen mitteilen. dass mir weder eine vollständige Liste der in Deutschland oder im Ausland eingesetzten Tätowiermittel, noch belastbare, systematische Untersuchungen zu möglichen, über Tätowiermittel vermittelte EMF-induzierte Gesundheitswirkungen vorliegen. In Deutschland nimmt das Bundesamt für Risikobewertung (www.bfr.de) die Aufgabe wahr, Chemikalien und Bedarfsgegenstände wie z.B. Kosmetika gesundheitlich zu bewerten. Informationen zu Tätowiermittel finden Sie bei den Kolleg“innen des BfR unter https://www.bfr.bund.de/delfragen_und_antworten_zu_taetowiermitteIn-187854.html .
Wenn Tätowiermittel elektrisch leitfähige Farbpigmente oder andere leitfähige Bestandteile enthalten, ist ein Einfluss auf die lokale Verteilung elektromagnetischer Felder im Körper einer gegenüber EMF exponierten, tätowierten Person vorstellbar. Beispielsweise kann es zu Feldüberhöhungen im Bereich des Tattoos kommen. Bei den in der Umwelt typischerweise vorkommenden, niedrigen Feldstärken sind dadurch aber keine gesundheitlich relevanten Wirkungen zu erwarten. Hohe Expositionen treten hingegen bei einigen medizinischen Anwendungen auf, zum Beispiel bei der Magnetresonanztomographie (MRT). In der Literatur sind einige Fälle von Hautirritationen und -verbrennungen beschrieben, die bei tätowierten Personen während oder nach einer MRT-Untersuchung auftreten [1, 2]. In [2] wird solchen Tätowiermittel ein Risikopotenzial zugeschrieben, die schwarze Farbpigmente oder andere Farbpigmente enthalten. die Eisenoxid enthalten. Neben dem Tätowiermittel kann auch die Form des Tattoos relevant sein. Großflächige Tattoos mit runden Strukturen stellen eher ein Risiko dar, als kleine oder längliche. Zanovello und Kollegen haben die elektrischen und magnetischen Eigenschaften von fünf verschiedenen Tätowiermittel untersucht [3]. Sie weisen auf große Unterschiede hin.

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