Masken schützen bei #Corona! – #maskeauf @maskezeigen #mundschutz #Fakenews #tagesschau

Heute morgen, als ich den Artikel las, war ich erst einmal entsetzt, dass man im öffentlich rechtlich Rundfunk so einen unfundierten Unsinn schreiben kann. Autor ist hier ein Kai Laufen vom SWR.

Als Naturwissenschaftler frage ich mich, wie man auf so einen menschengefährdenden Artikel kommen kann. Und das wird dann auch noch in die Kategorie „Investigativ“ eingeordnet. Schlechte Recherche und Auswahl von Gesprächspersonen hat nichts mit investigativen Journalismus zu tun. Eine Geschäftsfrau zu Wort zu kommen lassen, über die Wirksamkeit von selbst hergestellten Masken? Da Ergebnis fällt aus, wie erwartet. Natürlich hält die nichts davon. Würde ja das eigene Geschäft kaputt machen. Nachfragen bzw. Hinterfragen fehlt völlig, denn was diese Geschäftsfrau von sich gibt, sind Behauptungen ohne Begründung.

Und Experte ist keine Qualifikation, sondern nur eine Meinung. Wenn man sich die Seite des „Experten“ Christian Kühn aus Kiel anschaut, findet man da nicht sonderlich viel zu Staub oder feinen Partikeln. Arbeitsschutz ist ein gigantisches Gebiet und niemand kann hier den vollständigen Überblick behalten. Ein paar Normen zu zierten, ersetzt keine vertiefenden Kenntnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagen. Wie dieser Experte wohl Kaffee filtert? Filterwirkungen entstehen durch Barrieren, je dichter die Barriere desto höher die Wirksamkeit. Das eine einfache Barriere keine Wirkung haben soll ist falsch. Die Wirkung mag gering sein, aber auch eine kleine Wirkung hilft.

Das ist nicht investigativ, sondern schlecht recherchiert! Haben den SWR und die Tagesschau mal angeschrieben. Kai Laufen wird natürlich was anderes behaupten und versuchen das verteidigen. Er wird aber kein brauchbares Argument finden. Schon seit langem beschäftigte ich mich mit den Aspekten von Feinstaub und Schwebezeiten. Mir ist klar, dass FFP-Masken wirksamer sind, aber wer die schon einmal auf hatte, weiß auch wie erschwert das Atmen ist. Mit ABC-Schutzmaske ist es sogar noch schwerer und der Schutz besser.

Deswegen mal wissenschaftlich fundierte Gründ warum auch einfacher Mundschutz gleich mehrfach sinnvoll ist.
1. Man mindert das Risiko für andere!
2. Das Risiko ins Gesicht zu fassen, nach dem Berühren kontaminierter Oberflächen wird verringert!
3. Das Umfeld wird an Corona erinnert (Nudging), was die Achtsamkeit erhöht!
4. Ganz minimal wird auch das Eigenrisiko vermindert!

zu 1.
Beim Niesen, Husten und Ausatmen werden werden kleinere und größere Tröpfchen ausgestoßen. Mit einer Maske davor gibt es Verwirbelungen und der Luftstrom wird abgelenkt. Merkt man mit Brille sehr deutlich, wenn man die Maske auf hat und dies noch oben offen ist. Die Brille beschlägt. Allein dies belegt eine gewisse Wirksamkeit. Größere Tröpfchen setzen sich bei der Verwirbelung ab und verringern die Virenfracht von Ausatmenden. Tröpfchen beim Sprechen bleiben hängen. Tröpfchen sind meist größer und Verwirbelung beschleunigt zusätzlich den Koagulationsprozess von Tröpfchen. Größere Tröpfchen sinken schneller ab als kleinere. Je geringer die Virenfracht ist, die bei jemanden ankommt, desto geringer ist eine Infektionswahrscheinlichkeit.
Verwirblung wird sogar technisch eingesetzt zur Entstaubung von Baustellen. Etwa in speziellen Staubsaugern, die auch eine Staubabscheidung in einem Zyklon als Vorstufe enthalten. Dabei werden insbesondere die groben Partikel abgeschieden.

zu 2.
Schmierinfektionen finden von der Hand ins Gesicht statt, wenn man sich ins Gesicht fasst. Mit Maske können Mund und Nase nicht so leicht berührt werden und man wird auch ständig daran erinnert vorsichtiger zu sein. Dieser psychologische Aspekt einer Maske wurde im Artikel gar nicht betrachtet.

zu 3.
Wenn andere jemanden mit Maske sehen, werden diese subtil an Corona erinnert. Die Reaktionen können sein, dass man den Abstand vergrößert oder auch nur etwas vorsichtiger ist. Nudging ist die Bezeichnung für so subtile Hinweise, die ohne erhobenen Zeigefinder auskommen.

zu 4.
Auch für die Eigeninfektion beim Einatmen wird das Risiko etwas gesenkt. Insbesondere größere Tröpfchen gelangen so nicht ins Gesicht. Allerdings sollte man die Maske möglichst nach einmaliger Nutzung desinfizieren bzw. waschen.

Ich frage mich also warum sät Kai Laufen Zweifel an einer sinnvollen einfachen Maske. Was hat er davon? Mich erinnert das stark an die unseriös verzerrenden Berichterstattung zu Stickoxiden. Auch dort wurde unwissenschaftlich argumentiert. Vielleicht hätte er sich fachlich besser informieren sollen. In Asien gibt es geringere Infektionsraten und Masken werden viel selbstverständlicher getragen. Wenn Mediziner, also Fachleute das empfehlen, dann sollte man nicht auf Leute hören, denen es ums Geld oder andere Dinge geht.

Für mich ist das Blutzeitungsniveau.

Und wenn Kai Laufen wirklich mal einen Skandal aufdecken wollte, dann den hier.

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