#Fluglärmnews: Billigflughafen DUS muss deutlich nachbessern – #Düsseldorf #Infraschall #Corona

Nach ’nur‘ fünf Jahren Prüfung durchs Landesverkehrsministerium kommt nun die große Klatsche für den Billigflughafen Düsseldorf. Vom 2. Mai bis zum 12. Juni werden die ergänzten Unterlagen erneut offengelegt.

Bin einmal gespannt, wie ausführlich der Anteil Klimaauswirkungen ist, denn gerade hier dürfte der Flughafen erhebliche Defizite habe und keinerlei Grund für eine Erweiterung. Davon abgesehen dürfte das Geschäft mit dem Flugverkehr zumindest vorübergehend erheblich einbrechen. Dank Corona.

Scheinbar war das Landesverkehrsministerium allerdings zu feige, den Antrag abzulehnen. Der Flughafen wird wohl nicht von selbst aufgeben mit seinen klimafeindlichen Plänen.

Pressmeldung Kaarster gegen Fluglärm e.V.:

Flughafen Düsseldorf muss in die Strafrunde – Verkehrsministerium ordnet er-
gänzendes Verfahren um Kapazitätserweiterung an

Vor zwei Wochen hat der Verein „Kaarster gegen Fluglärm“ den Verkehrsminister in einem
Scheiben aufgefordert, alle Gutachten, die seit der Bürgerbeteiligung im Jahre 2016 zum
Vorhaben des Flughafens Düsseldorf erstellt worden sind, offen zu legen. Nun wird das Mi-
nisterium dieser Forderung nachkommen.

Vor fünf Jahren (Februar 2015) hat der Flughafen Düsseldorf einen Antrag auf Erweiterung
der Kapazitäten von 45 auf 60 Flugbewegungen in der Stunde gestellt. Bei der ersten Runde
der Bürgerbeteiligung 2016 haben mehr als 40.000 Bürgerinnen und Bürgern sowie die An-
liegergemeinden Einwendungen gegen die Pläne eingereicht.
Nach Auswertung der Einwendungen und der Anhörung im Februar 2017 hat das Verkehrs-
ministerium gravierende Mängel an den vom Flughafen eingereichten Unterlagen festge-
stellt und erhebliche Nachbesserung verlangt. Auf Kritik des Ministeriums sind insbeson-
dere die Verkehrsprognose und die Potenzialanalyse gestoßen, die als unzureichend bewertet
wurden. Die Auswirkungen auf die Anwohner ließen sich deshalb nicht beurteilen.
Die Nachbesserungen, die der Flughafen vornehmen musste, sind so gravierend, dass sich
das Ministerium nun entschieden hat, eine neue Runde im Planfeststellungsverfahren vorzu-
nehmen. Dazu werden vom 2. Mai bis zum 12. Juni die vom Flughafen nachgebesserten
Unterlagen und Gutachten öffentlich ausgelegt. Die betroffenen Kommunen und die Bürge-
rinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit zur Einsicht und die Gelegenheit, erneut Ein-
wendungen zu den überarbeiteten Plänen des Flughafens vorzunehmen.
Dazu erklärt der Vorsitzende des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm e.V.“ Werner Kinds-
müller:
„Wir begrüßen sehr, dass der Verkehrsminister eine neue Runde im Planfeststellungsverfah-
ren durchführen wird. Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, dass der Antrag nicht
genehmigungsfähig ist. Das Ministerium bestätigt mit seinen gravierenden Kritikpunkten an

den Unterlagen des Flughafens diese Auffassung. Wir stimmen dem Verkehrsministerium
zu, dass bisher eine Verkehrsprognose im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen nicht vor-
liegt. Deshalb lassen sich auch die Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere die Lär-
mentwicklung nicht abschätzen. Wir sind gespannt, wie der Flughafen die Vorgaben des
Ministeriums erfüllen will.“

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