Brände durch #Feuerwerk bisher nicht erfasst – #NRW #Umweltschutz #Umwelthilfe

Bekanntlich gibt es eine Petition gegen privates Feuerwerk in Duisburg. Ich war in dem Zusammenhang neugierig und wollte wissen, wie es denn mit Bränden durch Feuerwerk aussieht. Irgendwie hätte ich erwartet, dass hier Informationen erfasst werden. Aber dies ist leider nicht der Fall, wie eine Antwort aus dem Innenministerium NRW zeigt.

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen eingegangen ist. Ihre Besorgnis über durch Feuerwerk verursachte Brände/Verletzungen kann ich nachvollziehen. Ihren Wunsch nach einer grundsätzlichen Erfassung von Feuerwerkskörpern als Brandursache und/oder „Tatmittel“ habe ich an die entsprechende Fachlichkeit übermittelt. Eine solche Erfassung gibt es derzeit nicht.

Gerne übermittele ich Ihnen zu der Thematik aber auch einige Informationen:

Zum einen werden präventive Maßnahmen zum Brandschutz und damit zur Gefahrenminimierung durch Brände, die durch Feuerwerk verursacht werden, ergriffen. Dazu gehören z. B. Hinweise auf Verpackungen, Warnung der Öffentlichkeit, Altersbeschränkungen beim Verkauf u. ä. Zum anderen werden auch repressive Maßnahmen durchgeführt. So werden bei Bränden, die zu Personen- oder Sachschäden führen, regelmäßig die Ursachen ermittelt und Strafverfahren eingeleitet. In der Silvesternacht waren Kräfte der Polizei, der Feuerwehr und der Rettungsdienste im Einsatz. Hauptfokus der Polizei in der Silvesternacht war es, bei Störungen der öffentlichen Sicherheit und bei Gewalttätigkeiten offensiv und konsequent einzuschreiten. Landesweit waren zu diesem Zweck 4.800 Beamte eingesetzt.

Zwischen dem 31.12.2019, 18:00 Uhr bis zum 01.01.2020, 06:00 Uhr bewältigte die Polizei in Nordrhein-Westfalen rund 2.900 Einsätze. Die Zahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 600 gesunken.

Auch die Zahl der bei Einsätzen Verletzten ist gesunken: zum Jahreswechsel 2019/2020 waren es 165, im Jahr davor 256. Es kam zu insgesamt acht Vorfällen von Gewaltanwendungen gegen die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienste. Dabei wurden drei Einsatzkräfte leicht verletzt, verblieben jedoch dienstfähig. Hierbei handelt es sich in vier Fällen um tätliche Angriffe, in drei Fällen um einen Beschuss mit Feuerwerkskörpern und in einem Fall um einen tätlichen Angriff bei gleichzeitigem Bewurf mit Feuerwerkskörpern. Landesweit leitete die Polizei insgesamt 48 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Angriffen auf Polizeivollzugsbeamte ein. Die 48 Ermittlungsverfahren wurden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte (32), tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte (4), Bedrohung (1), Körperverletzung (1), versuchte Körperverletzung (1), gefährliche Körperverletzung (4), versuchte gefährliche Körperverletzung (2), Landfriedensbruch (1), versuchte Gefangenenbefreiung (1) und Sachbeschädigung (1) eingeleitet. Hierbei erfolgte nur in Einzelfällen ein Angriff mit Feuerwerkskörpern, einer Schreckschusspistole (PTB) oder sonstigen gefährlichen Gegenständen. Insgesamt wurden 25 Einsatzkräfte der Polizei leicht verletzt, verblieben jedoch dienstfähig. In der überwiegenden Mehrheit der Ermittlungsverfahren stellte die Polizei die Identität der Beschuldigten fest.

32 vorläufige Festnahmen wurden in der Nacht des Jahreswechsels gezählt. Ein Jahr zuvor waren es 22. 184 Menschen wurden dem Gewahrsam zugeführt, das betraf im Jahr davor noch 262. Die Zahl der Körperverletzungen betrug bei 301, im vorigen Jahr noch 422; die der gefährlichen Körperverletzungen betrug 134 (161). Auch die Anzahl der Sexualdelikte sank von 33 auf 21.

Seien Sie versichert, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste des Landes Nordrhein-Westfalen alles tun, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Wahr ist aber natürlich auch: Eine hundertprozentige Sicherheit kann es dabei nicht geben.

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