GFK ruft mit Nummer 091188185615 an – #ColdCall #Telefonterror

Ich kann nicht verstehen, wie man Geld mit der Belästigung von Menschen verdienen kann. Im Call Center Kunden beraten ist völlig okay, aber diese ohne Einverständnis ist für mich bereits beim ersten Anruf Telefonterror. Solche Cold Calls sind eigentlich nicht zulässig. Für Meinungsmachinstitute scheint es Ausnahmen zu geben, sonst könnten dieses das nicht ständig weitermachen und wären längst verurteilt.

Ich für meinen Teil schütze meine Telefonnummern, weil ich KEINE telefonische Belästigung möchte. Dennoch klingelte das Telefon letztens. Die Nummer 091188185615 war dran.

Nach kurzer Recherche wurde diese der GFK zugeordnet, weshalb ich diesen schrieb mal abgesehen, davon, dass die Antwort falsch gegendert war, erfuhr ich, wie angeblich die „Zufallsnummern“ generiert werden.

Hallo Herr/Frau Datenschützer,

Ihre Telefonnummer wurde zufallsgeneriert durch ein besonderes statistisches Verfahren namens Gabler-Häder. Die Grundidee des Gabler-Häder-Verfahrens besteht darin, innerhalb eines Netzes Intervalle theoretisch möglicher Telefonnummern zu bilden.
Zu diesem Zweck stellt der ADM (Arbeitskreis deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute) allen seinen Mitgliedsunternehmen (und wir sind Mitglied) einmal im Jahr einen Pool von mehreren Millionen Telefonnummern zur Verfügung, die er öffentlichen Verzeichnissen entnimmt. Dieser Pool wird dann generiert, indem die 2 Endziffern aller dieser Nummern sozusagen abgeschnitten und mit den Ziffern 00 bis 99 wieder ergänzt werden. So entstehen aus einer eingetragenen Nummer 100 neue, welche unter Umständen von uns auch mehrfach benutzt werden.

Aufgrund des beschriebenen Systems der Zufallsgenerierung sowie einer computergestützten Anwahl dieser Nummern bei den einzelnen Interviews (der Interviewer erhält das Gespräch erst auf seinen Platz gelegt, wenn ein Kontakt hergestellt werden konnte) enthält der Nummernpool aber keinerlei weitere Informationen wie Name oder Adresse, so dass die Anonymität der Befragten –auch bei der Durchführung der Befragung – auf jeden Fall gewährleistet ist und bleibt. Dementsprechend liegen uns keinerlei persönliche, nach dem Bundesdatenschutzgesetz geschützte Daten von Ihnen vor außer im Zuge dieses Schriftverkehrs, den wir aber selbstverständlich vertraulich behandeln.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr GfK Data Privacy Team

Da nicht verneint wurde, dass die Nummer von GFK stammt, betrachte ich dies als Zustimmung.

Das Gabler-Häder-Verfahren kannte ich bisher nicht, was aber erklärt, warum es nichts nützt die eigene Nummer zu schützen.

Aus Sich des Datenschutzes kann ich allerdings nicht zustimmen, dass keine personenbezogenen Daten erhoben wurden. Meine Telefonnummer ist personenbezogen. Der Name mag zwar nicht vorliegen, ich habe dennoch kein Einverständnis zur Nutzung meiner Telefonnummer erteilt. Werde der Sache mal nachgehen. Vielleicht hilft hier die DSGVO ja wirklich weiter, dass man den Telefonterror durch „Meinungsumfragen“ beendet.

Das Verfahren erklärt zumindest, wie die an Nummern kommen, denn reiner Zufall, hat zu viele Varianten, die ins Nichts führen.

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