#Fluglärmnews – Berichterstattung über #Nachtflugverbote

Unter dem Titel: „Nachtflugverbot: So viel kosten die nächtlichen Flüge“ wird in der NRZ, aber auch an anderen Stellen berichtet.

Das durchschnittliche Schlafbedürfnis beträgt 8 Stunden, keiner der aufgeführten Flughäfen bietet dies auch nur annähernd.

Die Spreizung zumindest in Düsseldorf ist minimal. Die wirklich hohen Preise entfallen lediglich auf Flugzeugtypen, die ohnehin nicht in Düsseldorf landen.

Wenn man schon vergleicht, dann die Flughäfen untereinander und dabei käme heraus, dass Düsseldorf ein Billigflughafen ist. Dort werden kaum Anreize geboten leisere Maschinen zu nutzen.

Und so eine Nachtflugquote entzieht sich meinem Verständnis. Worauf bezieht man das hier? Die Gesamtzahl der Flüge am Tag? Die Nachtflugquote liegt in Düsseldorf bei mehreren Hundert Prozent bis unendlich, denn eigentlich sollte ab 22 Uhr Schluss sein.

Wobei sich das Problem schnell beheben würde, wenn nicht die Allgemeinheit Urlaubsflüge nach Mallorca subventionieren müsste. Denn die fehlende Kerosinsteuer ist eine Subvention.

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2 Antworten zu #Fluglärmnews – Berichterstattung über #Nachtflugverbote

  1. Arne Grassmann schreibt:

    Liebe NRZ,
    so einen wenig differenzierten und schlecht recherchierten Bericht hätte ich von einer großen Tageszeitung nicht erwartet. Wo soll ich anfangen? Beispiel Düsseldorf:
    Im Jahr 2017 gab es am Flughafen Düsseldorf 217000 Flugbewegungen, davon 53000 am Tagesrand (18h-22h) und 11000 in der Nacht (22h-6h) (Quelle: DFLD und Presseinfo Bürger gegen Fluglärm). Das macht mehr als 30!! Flüge pro Nacht, die dafür sorgen, dass bei offenem Fenster zwischen 24h und 6h nicht an Schlaf zu denken ist. Wie kommen sie auf 402? Setze ich diese falschen Zahlen zugrunde kommt man auf die zitierte Verspätungsquote von 0.18%. Real sind es 5%.
    Die Landegebühren steigen von niedrigen 234€ um 141€ auf unglaubliche 375€. Bei bis zu 180 Passagieren ist das nicht mal ein Euro pro Passagier. Die Nachtzuschläge bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung. Spielen als absolute Zahl für die Airline keine Rolle. Wenn ich in Düsseldorf nach 22h auf der Autobahn 100 statt 80 fahre kostet das 30€, wenn ich 101 fahre 70€.
    Die Stadt Hamburg hat gerade ausgerechnet, dass ein verspäteter Start der Airline 22000€ !! spart (Entschädigungen/Übernachtungen). Und die Stad Hamburg hat reagiert. Gewinnabschöpfung 468000€ für 21 Flüge. (Quelle: Stadt Hamburg, Pressearchiv)
    Wer nervt uns denn da nachts? Sind es die vielzitierten Geschäftsreisenden mit ihrem ungebremsten Mobilitätsbedürfnis? Nein. Die haben zum großen Teil aus Kostengründen auf Telefonkonferenzen und Videokonferenzen umgestellt. Es sind die Billigflieger. 40€ nach Malle (Quelle: RP-Online, diese Woche).
    Ich wünsche mir von einer Zeitung wirklich mehr Qualität. Aber bitte nicht relativ, denn wenn man 0 Qualität mit einer riesigen Zahl mulitipliziert kommt immer noch 0 raus.
    Wenn der Journalist etwas nicht weiß muss er Fragen (das nennt man recherchieren) und verschiedene Quellen nutzen um Rechercheergebnisse plausibilisieren zu können und eine einseitige (Hof ?) Berichterstattung zu vermeiden. Unser Verkehrsminister würde Twittern #besserwerdenNRW oder #besserwerdenNRZ.
    Mfg
    Arne Graßmann

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