Oh Tannenbaum, du bist so schnell abgehauen – #Baumschutz #Duisburg

In der Lokalzeit Duisburg wurde vor kurzem nach der Baumschutzsatzung der Stadt Duisburg und der Meinungen dazu gefragt.

Offiziell wird gerne behauptet, dass es um Bürokratieabbau ginge. Dies ist aber nach m.M. nicht der Wahre Grund. Es ging hauptsächlich darum Stellen einzusparen, weil die Stadt Duisburg unter einem Spardiktat steht. Schließlich muss die Stadt für viele Dinge zahlen, welche Land und Bund verbockt haben. Haushaltssanierung auf Kosten von Kommunen. Die schwarze Null ruiniert Duisburg, denn Verschuldung ist einzig und allein durch die Sozialkosten so in die Höhe geschossen. Dem Strukturwandel trägt der Bundesfinanzminister nicht Rechnung, stattdessen muss weiter für den „Abbau West“ gezahlt werden.

Zudem wurde die damalige Vorlage für den Umweltausschuss als Tischvorlage reingereicht, dass heißt unmittelbar vor der Sitzung des Ausschusses. Also eine klare Überrumpelung.

Das gesamte Vorgehen deckt sich nicht mit dem Demokratieprinzip, aber vermutlich sollte eine kritische Öffentlichkeit und Demonstrationen verhindert werden. Schließlich war bereits das öffentliche Interesse an der Abholzung der Demokratie auf der Mercatorstraße sehr groß.

Es gab seit der Abschaffung zahlreiche Unterschriftensammlungen und Petitionen an die Stadt Duisburg, die alle negativ beschieden wurde.

Dazu kommt, dass es eine billige Ausrede ist, dass man die Anzahl der Bäume nicht feststellen könne. Mit entsprechender Software kann man dies problemlos innerhalb gewisser Toleranzen ermitteln. Städte werden regelmäßig überflogen und durch Abgleich kann man dies ermitteln. Man muss es sogar ermitteln, da die Kosten für Niederschlagswasser sich aus der versiegelten Fläche ergeben, die leider viel zu oft abgeholzten Bäumen folgen.

Vielleicht drohen deswegen sogar demnächst Fahrverbote in Duisburg, denn die Verminderung der Bäume wirkt sich auch hier aus. Dazu kommt, dass die letzten Jahre, das Wetter günstig für niedrige Feinstaub und Stickoxidwerte war. Das kann sich bereits im nächsten Jahr ändern. Ich hoffe es sogar, denn anders, als durch Fahrverbote wird es die Gier getriebene Automobillobby wohl nicht lernen.

Man sieht allerdings mal wieder schön, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt und Umweltschutz sogar sehr wichtig ist. Denn kein Arbeitsplatz ist Menschenleben wert, auch wenn einige dies zu glauben scheinen.

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