#Duisburg: Unfallversicherungskosten für Schulen – #VisionZero

Beim Durchgehen des Haushalts der Stadt Duisburg ist mir aufgefallen, dass für die Beschulten Unfallversicherungskosten in Höhe von insgesamt ca. 5-6 Millionen Euro eingeplant sind. Jedes Jahr.

Ich hatte deshalb bei der Unfallkasse NRW nachgefragt, wovon die Kosten abhängig sind. Also ob zum Beispiel Prävention die Kosten reduziert. In der Antwort stand ersten die Kosten für das Jahr 2025, wenn man die Zahl der Beschulten kennt, könnte man den Wert ausrechnen:
„Der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung für Schülerinnen und Schüler berechnet sich anhand der Personenanzahl. Pro Person werden für das Jahr 2025 63,0962 € (allgemeinbildende Schüler) bzw. 50,3415 € (berufsbildende Schüler) erhoben. Diese Pro Kopf-Beiträge für Schülerinnen und Schüler an Schulen in öffentlicher Trägerschaft sind NRW-weit einheitlich. Da in den einzelnen Kommunen allerdings unterschiedlich viele Personen diese Schulen besuchen, variiert der von der einzelnen Kommune zu zahlende Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung.“

Einerseits ist das natürlich schön einfach zu rechnen für die Kommunen, welche Kosten auf diese zukommen, andererseits setzt so eine einheitlich Kosten Verteilung keine Anreize die Vision Zero in den Fokus nehmen. Denn Regelmäßig liest man in Polizeimeldungen von „Unfällen“, wo mitunter sogar den Kindern die Schuld gegeben wird. Obwohl immer die Personen am Steuer der KFZ schuldig sind. Bei KFZ-Versicherungen orientieren sich diese an der Häufigkeit von Schäden. Das wäre für die Unfallversicherung NRW zwar aufwändiger, in der Berechnung, würde aber deutlich mehr Motivation liefern die Kosten zu reduzieren.

Mich wundert hier auch, dass Kommunen/Kreis, welche viel für Verkehrssicherheit tun, hier noch nicht auf die Barrikaden gegangen sind, weil sie hohe Kosten zahlen müssen, obwohl andere diese verursachen. Ich würde mich da jedenfalls ausgenommen fühlen. Natürlich tut Stadt Duisburg zu wenig für Verkehrssicherheit. Das ist hinlänglich bekannt. Angefangen bei Mordwaffe LKW, bei der die Person am Steuer immer wieder Menschen tötet oder verletzt. Das heißt andere zahlen für Duisburg mit, damit Duisburg weiterhin zu wenig für Verkehrssicherheit tun muss. Zu Lasten von Leben und Gesundheit der Kinder.

Natürlich würden die Kosten sinken, wenn alle Kommunen mehr für Verkehrssicherheit tun würden, denn:
„Die Pro Kopf-Beiträge für Schülerinnen und Schüler an Schulen in öffentlicher Trägerschaft ergeben sich aus der Division der Summe der Entschädigungsleistungen aller Schülerinnen und Schüler durch die Summe aller Schülerinnen und Schüler.“

Sprich die Kosten ergeben sich aus den „Unfällen“ und den Folgekosten. Wenn hier alle mehr für Verkehrssicherheit tun würden, würden die Kosten sinken. Und gerade Kommunen, die derzeit quengeln, weil das Geld nicht reicht müssten auch solche Positionen hinterfragen, denn letztendlich sind auch die 5-6 Millionen Euro jährlich eine Subvention für KFZ-Verkehr in Duisburg.

Solche Kampagnen sparen wenn überhaupt kaum etwas:

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